Stadt-Infos Bad Münstereifel – Region Eifel

Bad Münstereifel – Stadt-Infos

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Wissenswertes über den Ort

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Gründung und Alter

Bad Münstereifel entwickelte sich aus einem um 830 gegründeten Tochterkloster der Benediktinerabtei Prüm, das zunächst „Neumünster“ und nach seiner Lage später „Münstereifel“ genannt wurde. Um das Kloster und den Markt entstand die Siedlung, die 1299 erstmals als „oppidum“ (Stadt) bezeichnet wird. Bis 1967 hieß der Ort Münstereifel; seit der staatlichen Anerkennung als Kneipp-Heilbad 1974 führt er die Artbezeichnung Kneipp-Heilbad. Der Rheinische Städteatlas datiert die ältesten Siedlungsbefunde in Münstereifel um das Jahr 700 und betont, dass eine förmliche Stadterhebung nicht überliefert ist. Laut KuLaDig (LVR-Amt für Bodendenkmalpflege) sind Errichtung der Burganlage und die aufwendige Ummauerung des Ortes 1299 urkundlich belegt; unter den Jülicher Grafen wurde Münstereifel ab 1312 zu einem der vier Hauptorte der Grafschaft. Laut baukunst-nrw geht die Stadtgründung auf die Errichtung des Benediktinerklosters 830 zurück; die heutige Stiftskirche entstand im 12. Jahrhundert, nachdem ein Vorgängerbau nach Brand zerstört worden war. 1618 und 1625 markieren mit Kapuzinern und Jesuiten den Übergang zur gegenreformatorischen Prägung; 1659–1668 entstand die Jesuitenkirche.

Das Kloster war eine Filialgründung der Abtei Prüm im oberen Erfttal. 844 wurden die Gebeine des römischen Märtyrerehepaares Chrysanthus und Daria in das Kloster gebracht; Münstereifel wurde damit neben Kornelimünster zu einem Ort der Erzdiözese Köln mit römischen Reliquien und entwickelte sich zum Wallfahrtsort. 898 verlieh König Zwentibold von Lothringen dem Kloster Markt-, Münz- und Zollrecht; südlich der Klostermauern entstanden Naturalsammelmarkt und Siedlung. Zwischen 1105 und 1115 wurde das Kloster in ein Stift mit bis zu 30 Kanonikaten umgewandelt. 1167 entstand das Romanische Haus als Wohnhaus des Scholastikers an der nördlichen Immunitätsgrenze des Stiftes. Laut baukunst-nrw entstand der Vorgängerbau der heutigen Stiftskirche bereits nach 844; der heutige Bau des 12. Jahrhunderts folgte nach Brandzerstörung der älteren Kirche.

Im 12. Jahrhundert wurde das Kloster in ein Stift umgewandelt. Die weltliche Siedlung erscheint 1112 als villa, 1197 als regium forum und 1299 als oppidum. 1265 kam Münstereifel in den Besitz der Herren von Bergheim, 1312 an die Hauptlinie des Jülicher Herrscherhauses; 1317 wird die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadtbefestigung wurde laut baukunst-nrw ab dem Ende des 13. Jahrhunderts durch die Grafen von Jülich errichtet und misst etwa 1,6 Kilometer Länge; seit 1956 wird sie restauriert. Münstereifel wurde Mithauptstadt des Herzogtums Jülich und Tuchhandelsstadt: 1339 erlaubte Markgraf Wilhelm I. von Jülich den Wollwebern Tuche nach Kölner Maßstäben, 1422 verlieh Herzog Reinald vier Fernhandelsmessen, 1454 folgte die Ratsverfassung. Nach dem Zusammenbruch des Fernhandels um 1600 erfolgte die gezielte Ansiedlung katholischer Orden (Kapuziner 1618, Jesuiten 1625, Karmelitessen 1657). 1794 besetzte das französische Revolutionsheer das linke Rheinufer; Münstereifel verlor den Status als Mithauptstadt und wurde Bürgermeisterei im Kanton Rheinbach. 1803 wurden Stift und Klöster aufgelöst. 1856 erhielt Münstereifel laut Rheinischem Städteatlas die Rheinische Städteordnung. Ab dem späten 19. Jahrhundert entwickelte sich der Fremdenverkehr; 1881 gründete man einen Verschönerungsverein, der sich 1890 dem Eifelverein anschloss. 1926 wurde Münstereifel Kneippkurort; 1928/29 folgten Grundsteinlegung und Eröffnung des Kneipp-Kurhauses. Am 1. Juli 1969 entstand durch die kommunale Neugliederung die Großgemeinde Stadt Bad Münstereifel mit 57 Ortsteilen und Wohnplätzen. Laut Stadtchronik war die Wiederherstellung der Stiftskirche 1890 abgeschlossen, nachdem 1872 der nordwestliche Flankenturm eingestürzt war. 1171 wurde erstmals das Münstereifeler Schöffenkolleg erwähnt; ab 1197 übte es die Marktgerichtsbarkeit aus. 1344 wurden Münstereifeler Tuche in Köln erstmals als Qualitätstuche erwähnt. 1469 erhielt die Stadt zusätzlich einen Wochenmarkt. 1487 bestätigte der Herzog die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft. 1618 siedelten sich die Kapuziner mit Kloster und Tuchmanufaktur an; 1625 holte der Stadtrat die Jesuiten zur Gründung des St.-Michael-Gymnasiums. 1657 kamen die Karmelitessen; 1659–1668 entstand die Jesuitenkirche, die 1670 konsekriert wurde. 1836 brannte die Michaelskapelle auf dem Michelsberg ab und wurde 1857–1860 wieder aufgebaut. Der Eifelverein Ortsgruppe Bad Münstereifel beschreibt die Ummauerung Ende des 13. und in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts unter den Herzögen von Jülich als Tal-Feste „Moenstere in der Eyffelen“ gegenüber dem Erzbistum Köln und zitiert Renard („Rheinische Städtebilder“), wonach Bad Münstereifel „das klarste und besterhaltene, freilich auch einzige Beispiel von systematischer Abmauerung eines ganzen Talabschnittes“ in Deutschland sei. Die 1,6 km lange Stadtmauer gilt laut Eifelverein mit vier Stadttoren sowie insgesamt 20 Eckbastionen, Mauertürmen und befestigten Erft-Durchlässen als besterhaltene in NRW; die Burg als Bestandteil der Ringmauer wird 1317 erstmals urkundlich erwähnt und 1689 durch Truppen Ludwigs XIV. zerstört.

Jahr Titel Beschreibung
um 830 Klostergründung Neumünster Abt Marquard von Prüm gründete das Tochterkloster „Neumünster“, aus dem sich Siedlung und Ortsname Münstereifel entwickelten.
844 Überführung der Reliquien Chrysanthus und Daria Die Gebeine des römischen Märtyrerehepaares wurden in das Kloster gebracht; Münstereifel wurde Wallfahrtsort.
898 Markt-, Münz- und Zollrecht König Zwentibold von Lothringen verlieh dem Kloster Markt-, Münz- und Zollrecht; vor den Klostertoren entwickelte sich ein Naturalsammelmarkt.
1299 Erste Erwähnung als Stadt Münstereifel wird erstmals als „oppidum“ im Sinne einer befestigten Stadt genannt; 1999 feierte die Stadt den 700. Jahrestag dieser Erwähnung. Laut KuLaDig sind Errichtung der Burganlage und die Ummauerung 1299 urkundlich belegt.
1454 Ratsverfassung durch den Herzog von Jülich Am 10. November 1454 erhielt Münstereifel eine Ratsverfassung mit sieben Schöffen und sieben Ratsfreunden; aus dem Gremium wurde jährlich der Bürgermeister gewählt.
1689 Zerstörung der Burg Abziehende französische Truppen zerstörten am 21. April 1689 die Münstereifeler Burg; die Ruine diente zeitweilig als Steinbruch.
1890 Bahnanschluss Euskirchen–Münstereifel Mit dem Bau der Stichbahn erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz und eine wesentliche Voraussetzung für den Fremdenverkehr.
1926 Kneippkurort Münstereifel wurde zur Zentrale der Kneipp’schen Heilmethode in Westdeutschland erkoren und entwickelte sich zum Kneippkurort.
1967–1974 Bad-Titel und staatliches Kneipp-Heilbad Am 10. Oktober 1967 erhielt die Stadt das Recht, den Titel „Bad“ Münstereifel zu führen; am 12. September 1974 folgte die staatliche Anerkennung als Kneipp-Heilbad.
1969 Kommunale Neugliederung Im Zuge der Neugliederung des Kreises Euskirchen entstand die Großgemeinde Stadt Bad Münstereifel mit 57 Ortsteilen und Wohnplätzen.
1167 Bau des Romanischen Hauses Das Romanische Haus wurde als Wohnhaus des Scholastikers an der nördlichen Immunitätsgrenze des Stiftes errichtet; seit 1975 beherbergt es das Heimatmuseum (Hürten-Museum).
1422 Vier Fernhandelsmessen Herzog Reinald von Jülich-Geldern verlieh der Stadt zwei weitere Fernhandelsmärkte; damit verfügte Münstereifel über vier jahreszeitliche Fernhandelsmessen von jeweils vier Tagen Dauer.
1476 Gewandhaus der Tuchmacher Das spätere gotische Rathaus wird erstmals als Gewandhaus der Münstereifeler Tuchmacher erwähnt; 1550/51 folgte der westliche Flügel mit Laubengang.
1856 Rheinische Städteordnung Laut Rheinischem Städteatlas des LVR erhielt Münstereifel 1856 die Rheinische Städteordnung.
1926 Kneippkurort und Kneippvereins-Ortsgruppe Münstereifel wurde zur Zentrale der Kneipp’schen Heilmethode in Westdeutschland erkoren. Am 6. November 1926 wurde laut Kneipp-Verein eine Ortsgruppe mit 100 Mitgliedern gegründet; 1928/29 folgten Grundsteinlegung und Eröffnung des Kneipp-Kurhauses.
2014 Eröffnung des City Outlet Das City Outlet Bad Münstereifel wurde feierlich eröffnet und trug laut Stadtchronik wesentlich zur Revitalisierung des Stadtkerns bei.
Ende 13. Jh. / 1. Hälfte 14. Jh. Bau der Stadtbefestigung unter den Grafen von Jülich Laut baukunst-nrw wurde die Stadtbefestigung ab dem Ende des 13. Jahrhunderts errichtet und umschließt den historischen Stadtkern auf etwa 1,6 Kilometer Länge. Jahrringuntersuchungen von Balken aus zwei Stadttoren weisen laut KuLaDig in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts; die namentliche Erstnennung der Stadttore ist für die 1470er-Jahre belegt.
1818 Hochwasser und Abriss der Oberen Schoßpforte oberhalb der Bögen Nach dem Hochwasser von 1818 musste laut KuLaDig die Obere Schoßpforte bis auf die Bögen abgerissen werden; Wehrgang und Werksturm gingen verloren.
1956 Astropeiler Stockert Auf dem Stockert bei Bad Münstereifel-Eschweiler wurde laut Stadtangabe und Astropeiler Stockert e. V. eine vollbewegliche 25-Meter-Parabolantenne errichtet; die Anlage gilt als erstes frei bewegliches Radioteleskop Deutschlands und ist heute im Besitz der NRW-Stiftung.
1966 Entdeckung der römischen Kalkbrennerei Iversheim Beim Bau einer Wasserleitung wurden die Brennöfen entdeckt; seitdem sind laut Stadtangabe sechs erhaltene Brennöfen ausgegraben und dokumentiert worden. Seit 2021 gehört die Anlage zum UNESCO-Welterbe Niedergermanischer Limes. Laut Stadtportrait zu den Persönlichkeiten entdeckte Toni Hürten unter anderem die römische Kalkbrennerei Iversheim.
12. Mai 1971 Einweihung des Radioteleskops Effelsberg Das Max-Planck-Institut für Radioastronomie weiht das 100-Meter-Radioteleskop in Bad Münstereifel-Effelsberg ein; die volle Inbetriebnahme folgte 1972. Es zählt zu den beiden größten vollbeweglichen Radioteleskopen der Erde.
1982 Stadtbefestigung als Baudenkmal Die mittelalterliche Stadtmauer mit vier Stadttoren, weiteren Wehrtürmen und zwei Wassertoren ist laut KuLaDig seit 1982 eingetragenes Baudenkmal; Bad Münstereifel ist zudem geschützter Denkmalbereich.
1878 Kulturkampf und Abzug der Salvatorschwestern Im Zuge des Kulturkampfes mussten die St.-Salvatorschwestern am 4. April 1878 Münstereifel verlassen; Mutter Ursula Scheeben wandte sich mit den Schwestern und zwanzig Schülerinnen nach Roermond in den Niederlanden.
1872–1890 Einsturz und Wiederherstellung der Stiftskirche Laut Stadtchronik stürzte 1872 der nordwestliche Flankenturm der Stiftskirche ein; 1890 war die Wiederherstellung der Kirche aus dem 12. Jahrhundert abgeschlossen, einschließlich Neuerrichtung des Turms und des Emporengebäudes über der Vorhalle.
1881 Gründung des Verschönerungsvereins Laut Stadtchronik gründete man 1881 einen Verschönerungsverein, der sich 1890 dem Eifelverein anschloss und die Weichen für den Fremdenverkehr als Haupterwerbszweig stellte.
1894–1899 Erzbischöfliches Knabenkonvikt Collegium Josephinum 1894 wurde anlässlich der 1050. Jahrfeier der Reliquienübertragung der Schrein zur Grundsteinlegung des Erzbischöflichen Konvikts an der Trierer Straße getragen; 1899 wurde das Knabenkonvikt „Collegium Josephinum“ vor den Toren der Stadt bezogen.
1821–1930 Rathausverkauf, Rückkauf und Wiederherstellung Laut Stadtangabe zur historischen Altstadt wurde das baufällige gotische Rathaus 1821 auf Abbruch an eine Bierbrauerfamilie verkauft und als Bier- und Malzlager genutzt; 1904 kaufte die Stadt das Haus zurück, ab 1930 diente es wieder als Rathaus.
26. Februar 1928 Grundsteinlegung des Kneipp-Kurhauses Laut Stadtportrait zu Dr. Louise Greve zählte Kurarzt Dr. Adolf Greve bei der Grundsteinlegung des städtischen Kneipp-Kurhauses am 26. Februar 1928 zu den Honoratioren; 1929 wurde das Kurhaus eröffnet.
1918 Sühnekreuz auf dem Radberg Laut Stadtchronik wurde 1918 auf dem 432 m hohen Radberg östlich der Kernstadt ein Granitkreuz als Zeichen der Sühne und Mahnung nach dem Ersten Weltkrieg errichtet; 1939 musste es Flakstellungen weichen und wurde 1955 wieder aufgerichtet.
1907 Durchbruch eines Tors in der Langenhecke Laut Stadtchronik wurde 1907 in die Stadtmauer an der Langenhecke ein Tor gebrochen; die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Langenhecke ist für 1475 erstmals erwähnt und besaß nach Fertigstellung der Stadtmauer um 1350 von Norden her keinen Zugang.
1984 Wiederherstellung des Überzimmers am Heisterbacher Tor Laut Stadtangabe zur historischen Altstadt wurde 1984 das Überzimmer für den historischen Wehrgang am Heisterbacher Tor wiederhergestellt; seit 1984 ist die Burg zudem in privater Hand.
20. Oktober 1911 Besuch Kaiser Wilhelms II. Laut Stadtportrait zu Josef Jenniches berichtete der Zeitzeuge vom Besuch Kaiser Wilhelms II. am 20. Oktober 1911 in Münstereifel.
1171 Erste Erwähnung des Schöffenkollegs Laut Stadtchronik wurde 1171 erstmals das Münstereifeler Schöffenkolleg erwähnt; ab 1197 übte es die Marktgerichtsbarkeit aus, aus der sich später der Stadtrat entwickelte.
1344–1411 Zunftrechte der Handwerke 1344 wurden Münstereifeler Tuche in Köln erstmals als Qualitätstuche erwähnt. 1346 erhielten die Schuster, 1395 Schneider und Tuchscherer und 1411 die Wollweber ihre Zunftgerechtsame von den Jülicher Herren.
1469 Verleihung des Wochenmarkts Der Herzog von Jülich verlieh seiner Stadt Münstereifel zusätzlich zu den vier Jahrmärkten einen Wochenmarkt; die Jahrmärkte als Messen waren von überregionaler Bedeutung.
1487 Urkundliche Bestätigung der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Der Herzog von Jülich bestätigte die bereits seit Generationen bestehende Bruderschaft urkundlich und verlieh Satzung sowie eine Schießbahn im westlichen Wallgraben.
1618 Ansiedlung der Kapuziner Die Kapuziner siedelten sich in Münstereifel an, gründeten ein Kloster und eine Tuchmanufaktur, mit der sie die Klöster ihrer rheinischen Ordensprovinz mit Wolltuchen versorgten.
1625 Jesuiten und Gründung des St.-Michael-Gymnasiums Der Stadtrat holte gezielt die Jesuiten nach Münstereifel; sie gründeten das St.-Michael-Gymnasium. Die Schüler sollten sich in privaten Quartieren einmieten und so eine Einnahmequelle für die Bürger erschließen.
1657–1670 Karmelitessen und Jesuitenkirche 1657 ließen sich die Karmelitessen nieder und unterhielten eine Armen-Apotheke. 1659–1668 wurde die Jesuitenkirche erbaut und 1670 konsekriert.
1769/70 Klosterbau der Karmelitessen Die Karmelitessen errichteten ihren Klosterbau; das ehemalige Kloster beherbergt laut Stadtchronik heute die Grundschule und im straßenseitigen Bereich einen Teil der Stadtverwaltung.
1836 / 1857–1860 Brand und Wiederaufbau der Michaelskapelle Die Kapelle auf dem Michelsberg brannte 1836 ab; 1857–1860 wurde sie laut Stadtchronik wieder aufgebaut.
6./7. Juni 1997 Eröffnung des Schwanen-Apotheken-Museums Das Schwanen-Apotheken-Museum in der Werther Straße 13–15 wurde im Gebäude der historischen Schwanen-Apotheke eröffnet; von 1806 bis 1994 hatte die Familie Bresgen dort den Apothekenbetrieb geführt.
1961 / 2006 Handwebgemeinschaft und Handwebmuseum Rupperath Robert A. Esser gründete 1961 die Werkgemeinschaft für Handwebkunst in Rupperath. 2006 wurde die Sammlung als Handwebmuseum wiedereröffnet; 2008 erhielt der Betreiberverein Alte Schule Rupperath e. V. den Ehrenamtspreis der Stadt.
24. Januar 2019 Ehrenbürgerrecht für Heinz Georg Kramm (Heino) Im Rahmen des Neujahrsempfangs verlieh Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian dem Sänger Heino das Ehrenbürgerrecht; der Stadtrat hatte den Beschluss am 20. November 2018 gefasst.
17. September 1956 Inbetriebnahme Astropeiler Stockert Laut Stadtbericht zum 50-jährigen Jubiläum des Radioteleskops Effelsberg nahm am 17. September 1956 das erste Radioteleskop in Deutschland, der Astropeiler auf dem Stockert bei Eschweiler, seinen Betrieb auf.
28. April 1971 Besuch von Ministerpräsident Heinz Kühn und König Baudouin Wenige Tage vor der Einweihung des Radioteleskops Effelsberg besuchte laut Stadtangabe der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Heinz Kühn die Anlage und begrüßte König Baudouin der Belgier; beide trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Bad Münstereifel ein.
1. August 1972 Voller Messbetrieb Radioteleskop Effelsberg Laut Stadtbericht zum 50-jährigen Jubiläum nahm das Radioteleskop Effelsberg ab dem 1. August 1972 den vollen Messbetrieb auf, nachdem es am 12. Mai 1971 nach rund dreieinhalbjähriger Bauzeit eingeweiht worden war.
2007–2008 LOFAR-Station Effelsberg Laut Stadtseite Ortsteil Effelsberg ist seit 2007 auf dem Areal ein LOFAR-System in Betrieb, das mit anderen Radioteleskopen in Europa vernetzt ist. Der Stadtbericht zum 50-jährigen Jubiläum nennt die Erweiterung um das internationale Niederfrequenz-Netzwerk LOFAR für 2008; seither werden in Effelsberg laut Stadtangabe zwei Radioteleskope betrieben.
15. Juli 2023 Einweihung der Erft-Freitreppe Zum zweiten Jahrestag der Jahrhundertflut weihte Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian laut Stadtseite die Freitreppe an der Erft feierlich ein. Die Treppe mit integrierten Foto-Pflastersteinen des Kölner Fotografen Joachim Rieger markiert die Stelle, an der Wassermassen und Trümmer ein großes Loch in die Erftmauer gerissen hatten; mobile Schotts sichern den Hochwasserschutz.
1955 Niederlassung der Rechtspflegerschule Laut Stadtseite zur heutigen Hochschule der Justiz NRW ließ sich die Rechtspflegerschule bereits 1955 in Bad Münstereifel nieder; daraus ging 1976 die Fachhochschule für Rechtspflege bzw. die heutige Hochschule der Justiz Nordrhein-Westfalen hervor.
1976 Fachhochschule für Rechtspflege / Hochschule der Justiz NRW Die Hochschule der Justiz Nordrhein-Westfalen besteht laut Stadtangabe seit 1976 als Fachhochschule für den öffentlichen Dienst mit Standort Schleidtalstraße 3 und Tagungsbereich in der Hermann-Pünder-Straße 2 in Bad Münstereifel.
1592–1594 Mädchenschule Zum Salvator durch Margarethe Linnerie Laut Stadtportrait begann Margarethe Linnerie ab 1592 im elterlichen Haus Unterricht für die weibliche Jugend und gab der Einrichtung den Namen „Zum Salvator“; 1594 legte sie öffentlich in der Stiftskirche das Gelübde der Keuschheit ab. Am 19. Februar 1649 bestätigte Kurfürst Wolfgang Wilhelm die Mädchenschule urkundlich als klösterliche Anstalt unter Aufsicht der Jesuiten.
1222 Erste Erwähnung der Kirche Effelsberg Laut Stadtseite Ortsteil Effelsberg wird die Kirche 1222 im Kommentar zum Prümer Urbar erstmals erwähnt; sie war bis 1694 Filiale von St. Martin in Kirchsahr.
1881–1883 Neubau der Pfarrkirche St. Stephanus in Effelsberg Laut Stadtseite Ortsteil Effelsberg stammt der Kirchenneubau aus den Jahren 1881–1883; der Vorgängerbau auf dem Friedhofsareal wurde 1886 abgerissen. Festtag der Pfarrkirche St. Stephanus ist der 26. Dezember.
1278 Erste Erwähnung der Burg Arloff Laut Stadtseite Ortsteil Arloff wird die Burg 1278 erstmals erwähnt und unterstand dem Jülicher Herzog; in Arloff bestanden zugleich kurkölnisches und jülichsches Gericht.
1954 Entdeckung spätgotischer Wandmalereien in der Hubertuskapelle Arloff Laut Stadtseite Ortsteil Arloff stammen bedeutende Reste spätgotischer Wandmalereien in der Hubertuskapelle aus dem 15. Jahrhundert und wurden bei Restaurierungsmaßnahmen 1954 entdeckt; in der Kapelle hinterließen Jakobspilger Zeichen auf dem Weg nach Santiago de Compostela.

Wichtige Infos

Bad Münstereifel ist eine kreisangehörige Stadt im Kreis Euskirchen und staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad. Die Stadt ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne Nordrhein-Westfalen und beschreibt sich als Grundzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums. Kennzeichnend sind der unter Denkmalschutz stehende historische Stadtkern mit nahezu vollständig erhaltener Stadtmauer sowie Kur- und Tourismusangebote in der Eifel. Die Stadt bezeichnet sich als kulturellen Mittelpunkt der Region und als eines der beliebtesten Urlaubs- und Ausflugsziele der Eifel; laut eigener Darstellung besitzt Bad Münstereifel die vielfältigste Museumslandschaft im Kreis Euskirchen. Die Stadtbefestigung ist seit 1982 eingetragenes Baudenkmal; Bad Münstereifel ist geschützter Denkmalbereich. Laut Stadtseite Leben & Wohnen ist Bad Münstereifel die einzige Stadt, auf deren Stadtgebiet sich zwei Teleskope befinden (Astropeiler Stockert und Radioteleskop Effelsberg). Die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne NRW führt Bad Münstereifel unter dem Titel „Das rheinische Rothenburg“ und betont die besterhaltene Stadtumwehrung des Rheinlandes sowie das City Outlet in historischen Fachwerkhäusern. Laut Max-Planck-Institut für Radioastronomie gehört das 100-Meter-Radioteleskop Effelsberg mit einer Antennenöffnung von etwa 7.850 Quadratmetern und einem Stahlgewicht von 3.200 Tonnen zu den leistungsfähigsten Observatorien Europas; der Spiegel kann in knapp fünfzehn Minuten um 360 Grad gedreht und in etwa fünf Minuten um nahezu 90 Grad gekippt werden.

Bad Münstereifel liegt im Süden Nordrhein-Westfalens im Kreis Euskirchen im Regierungsbezirk Köln. Die Stadt liegt in der Eifel; die Erft durchfließt die historische Altstadt. Nach dem Rheinischen Städteatlas liegt Bad Münstereifel innerhalb des Nordabfalls der Eifel im tief eingeschnittenen Erfttal in etwa 280–300 m über NN. Das Stadtgebiet umfasst nach Angaben der Stadt 151 km² mit 57 Ortsteilen und Weilern. Laut Stadtseite Leben & Wohnen sind Köln und Bonn in etwa einer Stunde mit dem Auto sowie mit dem Zug erreichbar. Effelsberg gehörte laut Stadtseite von 1816 bis 1969 gemeinsam mit Holzem, Lethert, Neichen und Scheuerheck als selbständige Gemeinde und ist seit 1969 Stadtteil; Arloff war von 1816 bis 1969 ebenfalls selbständige Gemeinde.

Das Stadtgebiet gehört zur Eifellandschaft. Der Michelsberg ist mit 588 m über NN ein weithin sichtbarer Basaltkegel vulkanischen Ursprungs und die höchste Erhebung im Stadtgebiet; die Michaelskapelle auf dem Gipfel hat ihre Ursprünge um das Jahr 1500 und ist seit dem Spätmittelalter Wallfahrtsort. Schon in vorchristlicher Zeit war der Michelsberg laut Stadtangabe Gerichts- und Kultstätte; später diente er den Franken als Kult- und Gerichtsstätte. Vom südlich vorgelagerten Engelsberg reicht der Blick laut Stadtangabe bis in die Vulkaneifel sowie zu Kalkeifel, Hohem Venn und Nationalpark Eifel. Zur Umgebung gehören ferner das Matronenheiligtum der Matronae Vacallinehae bei Nöthen (römischer Tempelbezirk 1.–4. Jahrhundert n. Chr.), die römische Kalkbrennerei bei Iversheim, die Burgen Arloff und Kirspenich sowie der Astropeiler Stockert und das Radioteleskop Effelsberg. Laut Stadtseite Leben & Wohnen reicht die Landschaft vom flachen Land bis auf 588 Meter Höhe und bietet eine breite Palette an Landschaftsformen der Nordeifel. Laut der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne NRW bedeckt Wald mehr als die Hälfte des rund 150 km² großen Stadtgebiets; vor den Toren der mittelalterlichen Stadt beginnt ein Naturraum zum Wandern, Reiten und Mountainbiken, ergänzt um Urwaldparzellen. Der Eifelverein betont die Stadtmauer als Sperrfeste in enger Tallage und als im deutschen Kulturraum einzigartige systematische Abmauerung eines ganzen Talabschnittes. Die gesamte Wegelänge entlang der Stadtmauer beträgt laut Eifelverein innerhalb, außerhalb und über zugängliche Wehrgänge etwa 2,2 km.

Historisch war Münstereifel eine bedeutende Tuchhandels- und Handwerksstadt mit Zünften der Wollweber, Schneider, Tuchscherer, Schuster und Gerber sowie Fernhandelsmessen; 1562 markiert laut Stadtchronik den Höhepunkt als Fernhandelsstadt. Im 19. und 20. Jahrhundert kamen Industriebetriebe wie die Arloffer Thonwerke und die Maschinenfabrik Hettner hinzu. Seit dem späten 19. Jahrhundert gewann der Fremdenverkehr an Bedeutung; 2014 wurde das City Outlet Bad Münstereifel eröffnet und trug laut Stadtchronik zur Revitalisierung des Stadtkerns bei. In der Mutscheid prägte der Blei- und Buntmetallerzbergbau vom 16. bis 20. Jahrhundert die Wirtschaftslandschaft. Stadtführungen der Kurverwaltung verknüpfen die Outlet-Tradition ausdrücklich mit der jahrhundertelangen Herstellung und dem Handel hochwertiger Stoffe und Lederwaren. Der Stephinsky-Magenbitter wird laut Stadtportrait seit 1859 nach dem Originalrezept des Apothekers Franz Maria Ferdinand Stephinsky hergestellt und ist überregional bekannt. Laut Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne NRW knüpft das City Outlet in historischen Fachwerkhäusern wieder an die alten Handelstraditionen an. Der heutige Wochenmarkt findet laut Stadtangabe jeden Freitag von 8.00 bis 13.00 Uhr vor dem St.-Michael-Gymnasium statt und bietet unter anderem Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse, Eier, Backwaren, Blumen, Gewürze und Honig; mittwochs werden am selben Ort Backwaren angeboten.

Ab 1881 förderte ein Verschönerungsverein den Fremdenverkehr; der Bahnanschluss 1890 verstärkte diese Entwicklung, als „Sommerfrischler“ aus Köln, Bonn und Düsseldorf den Ort entdeckten. Seit 1926 ist Bad Münstereifel Kneippkurort, seit 1974 staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad. Die Stadt bewirbt die historische Altstadt, Stadtmauer, Burg, Stiftskirche und die Eifellandschaft als Urlaubs- und Ausflugsziel. Überregionale Anziehungspunkte sind zudem Radioteleskop Effelsberg (100 m Durchmesser, Einweihung 12. Mai 1971), Astropeiler Stockert (25 m, 1956), römische Kalkbrennerei Iversheim und Matronenheiligtum bei Nöthen. Die Kurverwaltung bietet regelmäßige Stadtführungen (u. a. samstags ab Stiftskirche) sowie eine digitale Stadtführung mit 27 Stationen an. Laut Stadtangabe zur historischen Altstadt sind Stadtmauer und Eifel-Blick Stand Dezember 2024 wegen Sanierungsmaßnahmen vorübergehend nicht begehbar. Laut Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne NRW führen unter anderem der Eifeler-Kräuterpfad als Zubringer zum Eifelsteig, Wege der Jakobspilger (Köln–Trier und Bonn–Trier), der Europäische Fernwanderweg Nordsee–Rhein–Main–Karpaten und der Wanderweg der Deutschen Einheit am Ort vorbei. Der Damwildgarten im oberen Schleidtal ist laut derselben Quelle jederzeit zugänglich; Schaufütterungen finden von März bis Oktober am ersten Sonntag im Monat statt. Die Bahnanbindung erfolgt über die Regionalbahn 23 Bonn–Bad Münstereifel; Autobahnanschluss besteht über die A 1 (Abfahrt Bad Münstereifel/Mechernich) und die A 61 (Abfahrt Rheinbach). Das Radioteleskop Effelsberg zieht laut Max-Planck-Institut seit seiner Fertigstellung 1971 Besucher aus dem In- und Ausland an; in einem Pavillon in Sichtweite finden regelmäßig Vorträge für Besuchergruppen statt. Die Erft-Freitreppe ist seit 2023 laut Stadtangabe zugleich Gedenkort und Begegnungsplatz am Wasser.

Zur Kulturlandschaft gehören unter anderem das Romanische Haus (Hürten-Museum), das Schwanen-Apotheken-Museum, das Handwebmuseum in Rupperath, das Puppen- und Spielzeugmuseum, die römische Kalkbrennerei in Iversheim, Wallgrabenkonzerte und das Kulturhaus theater1. Überregionale Kulturleuchttürme sind laut Stadtangabe theater 1, die Wallgrabenkonzerte, die Galerie Inge Baecker in der Burg und der Kunsthof Greven in Honerath. Die Stadt ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne NRW. Die Heinz-Gerlach-Halle in der südlichen Vorstadt dient als Veranstaltungshalle für Kultur und Sport. Konrad Schaefer prägte laut Stadtportrait ab 1966 mit Zeichnungen, Tuschearbeiten und Monotypien das künstlerische Bild der Altstadt. Laut Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne NRW ist das Kulturhaus theater1 erste Adresse für Theater, Konzerte und Ausstellungen; im Obergeschoss finden unter anderem Pilates-, Yoga- und Ballettkurse statt, und die Ballettschule Eifel hat dort ihren Sitz. Die Galerie Inge Baecker, gegründet 1970 in Bochum und über Köln nach Bad Münstereifel gekommen, legt einen Schwerpunkt auf Wolf Vostell sowie auf konzeptionellen Realismus, Fluxus und Neo-Dada; die Gründerin machte die Fluxus-Bewegung in Deutschland salonfähig.

Zur historischen Altstadt gehören die nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer mit vier Stadttoren (Werther Tor, Johannistor, Orchheimer Tor, Heisterbacher Tor), Wehrtürmen und zwei Wassertoren (Obere und Untere Schoßpforte) sowie die Burg, die Stiftskirche St. Chrysanthus und Daria, das gotische Rathaus, das Romanische Haus von 1167 und Fachwerkbauten wie das Windeckhaus. Laut baukunst-nrw misst die Befestigung etwa 1,6 Kilometer; KuLaDig nennt eine Höhe von bis zu 12 Metern und die Eintragung als Baudenkmal seit 1982. Auf etwa 220 m ist die Stadtmauer begehbar; am südwestlichen Eckturm besteht ein Eifel-Blick. Das Werther Tor wurde 1416 nach der Flut neu errichtet und erhielt die sogenannten Jülicher Schalen als Flankentürme; das Orchheimer Tor wurde im 18. Jahrhundert um ein Stockwerk verkürzt. Das Johannistor bewahrt laut Stadtangabe Wurferker, Aborterker und Fallgatterführung. Das Heisterbacher Tor erhielt 1984 wieder ein Überzimmer. Das Westwerk der Stiftskirche wurde 1054 errichtet. Der Ritter Gottfried, dessen Hochgrab in der Stiftskirche liegt, verstarb laut Stadtangabe am 3. Mai 1335. Der Michelsberg mit Michaelskapelle ist Wallfahrts- und Aussichtsort. In Arloff und Kirspenich stehen mittelalterliche Burganlagen; der gotische Wohnturm der Burg Arloff datiert in Teilen auf etwa 1270, die Burg Kirspenich wird 1301 erstmals urkundlich erwähnt und besitzt einen 28,5 m hohen Wohnturm. Fachwerkgruppen in Heisterbacher Straße, Orchheimer Straße und am Entenmarkt sind laut Stadtangabe in der Europäischen Holzroute vernetzt. Das sogenannte Secktürmchen wurde 1905 als Lüftungsturm einer Mälzerei errichtet. Die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne NRW bezeichnet die Befestigungsanlage mit vier Stadttoren, Burg und 18 Wehrtürmen als die besterhaltene Stadtumwehrung des Rheinlandes und nennt neben Stiftskirche und Romanischem Haus (1167) auch das Haus Zur Französischen Lilie (1472) sowie das Gotische Rathaus mit roter Fassade; für den Barock steht die Jesuitenkirche, für den Fachwerkbau das Windeckhaus. Die Stadt wird dort auch als „rheinisches Rothenburg“ vorgestellt. Laut Eifelverein verdankt die Stadtmauer ihren Erhalt wesentlich dem Fundierungsprinzip über Gründungsbögen („Gründungskasematten“), einer bereits den Römern bekannten Technik gegen Bruchschäden durch Temperaturschwankungen. In Arloff stammen die Hubertuskapelle aus dem 15. Jahrhundert und die Burg aus der Ersterwähnung 1278; der gotische Wohnturm der Burg Arloff datiert laut Stadtangabe zur Umgebung in Teilen auf etwa 1270.

Die Stadtverwaltung hat ihren Sitz in der Marktstraße 11–15, 53902 Bad Münstereifel; Teile der Verwaltung liegen im ehemaligen Karmelitessenkloster. Seit 1890 besteht der Bahnanschluss über die Stichbahn nach Euskirchen. 1841 wurde die Provinzialstraße Köln–Trier (heute Landesstraße 194) durch Münstereifel geführt. 1879 wurde die Freiwillige Feuerwehr der Kernstadt gegründet; 1909 eröffnete das kaiserliche Postamt am Werther Tor. Ursula Scheeben ließ am Klosterplatz ein neues Rathaus errichten, das am 3. Januar 1873 bezogen wurde, nachdem das gotische Rathaus 1821 auf Abbruch verkauft worden war. Laut Stadtseite Leben & Wohnen gehören zur Bildungsinfrastruktur unter anderem 12 Kindertagesstätten, drei Gymnasien sowie Real- und Hauptschule im Stadtkern, Grundschulen in den Ortsteilen und die Fachhochschule für Rechtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Tourist-Information und städtische Kurverwaltung haben laut Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne NRW ihren Sitz in der Kölner Straße 13. Die Hochschule der Justiz Nordrhein-Westfalen (hervorgegangen aus der Rechtspflegerschule von 1955 und seit 1976 als Fachhochschule für den öffentlichen Dienst) hat laut Stadtangabe ihren Sitz in der Schleidtalstraße 3; der Tagungsbereich liegt in der Hermann-Pünder-Straße 2.

Rupperath hat sich laut Stadtangabe als Handweberdorf überregional einen Namen gemacht; das Handwebmuseum dokumentiert die örtliche Webtradition. Historisch prägte die Tuchmacherei Wirtschaft und Stadtbild; das Gewandhaus der Tuchmacher wird 1476 erstmals erwähnt. Die Kurverwaltung betont die jahrhundertelange Tradition in Herstellung und Handel hochwertiger Stoffe und Lederwaren als historischen Hintergrund des heutigen City Outlet. Der Stephinsky-Magenbitter aus 27 Zutaten wird laut Stadtportrait seit 1859 nach dem Originalrezept hergestellt und ist unter anderem im Schwanen-Apotheken-Museum erhältlich. Das Handwebmuseum in Rupperath dokumentiert laut Stadtangabe 6000 Jahre Spinn- und Webgeschichte und ergänzt die örtliche Handwebtradition, die Robert A. Esser ab 1961 mit der Werkgemeinschaft für Handwebkunst etablierte.

  • Staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad seit 12. September 1974
  • Historischer Stadtkern unter Denkmalschutz
  • Nahezu vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer
  • Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne Nordrhein-Westfalen
  • Grundzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums
  • Stiftskirche St. Chrysanthus und Daria
  • Romanisches Haus von 1167
  • Michelsberg als höchste Erhebung des Stadtgebiets
  • Erft als Fluss durch die Altstadt
  • City Outlet Bad Münstereifel seit 2014
  • Römische Kalkbrennerei Iversheim (UNESCO-Welterbe Niedergermanischer Limes seit 2021)
  • Radioteleskop Effelsberg
  • Astropeiler Stockert
  • Matronenheiligtum bei Nöthen
  • Wallgrabenkonzerte und Kulturhaus theater1
  • Stadtbefestigung als Baudenkmal seit 1982
  • Geschützter Denkmalbereich Bad Münstereifel
  • Radioteleskop Effelsberg (100 m, Einweihung 12. Mai 1971)
  • Astropeiler Stockert (erstes frei bewegliches Radioteleskop Deutschlands, 1956)
  • Matronenheiligtum der Matronae Vacallinehae bei Nöthen
  • Digitale Stadtführung mit 27 Stationen
  • Einzige Stadt mit zwei Radioteleskopen im Stadtgebiet
  • Fachhochschule für Rechtspflege NRW
  • Zehn ausgewiesene Mountainbikerouten
  • Eifelbad als Familien- und Freizeitbad
  • Stephinsky-Magenbitter seit 1859
  • Hürten-Heimatmuseum im Romanischen Haus
  • Europäische Holzroute mit Fachwerkgruppen der Altstadt
  • Besterhaltene Stadtumwehrung des Rheinlandes laut Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne NRW
  • Bezeichnung als rheinisches Rothenburg
  • Schwanen-Apotheken-Museum am historischen Betriebsort seit 1997
  • Handwebmuseum Rupperath mit 6000 Jahren Spinn- und Webgeschichte
  • Damwildgarten im oberen Schleidtal
  • Eifelbad mit 122-Meter-Riesenrutsche
  • Ehrenbürger Heinz Georg Kramm (Heino) seit 24. Januar 2019
  • Galerie Inge Baecker mit Fluxus-Schwerpunkt
  • Haus Zur Französischen Lilie (1472)
  • Jesuitenkirche (1659–1668, Konsekration 1670)
  • Regionalbahn 23 Bonn–Bad Münstereifel
  • Eifeler Kräutertag und Weihnachtsmarkt im historischen Ambiente
  • St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft (urkundliche Bestätigung 1487)
  • Stadtmauerweg rund 2,2 km laut Eifelverein
  • Gründungskasematten der Stadtmauer
  • Erft-Freitreppe als Flutgedenken seit 15. Juli 2023
  • Foto-Pflastersteine Joachim Rieger an der Erft-Freitreppe
  • LOFAR-Station am Radioteleskop Effelsberg
  • Radioteleskop Effelsberg 3200 Tonnen Stahlkonstruktion
  • Hochschule der Justiz NRW (seit 1976; Rechtspflegerschule seit 1955)
  • Wochenmarkt freitags vor dem St.-Michael-Gymnasium
  • Pfarrkirche St. Stephanus Effelsberg
  • Hubertuskapelle Arloff mit spätgotischen Wandmalereien
  • Einziges vollständiges Exemplar von Hermann Löhers Hexenklage in der Gymnasialbibliothek
  • Goldenes Buch mit Einträgen von Heinz Kühn und König Baudouin (1971)
  • Euskirchen
  • Arloff
  • Iversheim
  • Kirspenich
  • Nöthen
  • Effelsberg
  • Schönau
  • Mutscheid
  • Eicherscheid
  • Mahlberg
  • Houverath
  • Hohn
  • Wald
  • Rodert
  • Kalkar
  • Eschweiler
  • Rupperath
  • Holzem
  • Honerath
  • Gilsdorf
  • Bergrath
  • Willerscheid
  • Hardtbrücke
  • Soller
  • Pesch
  • Zingsheim
  • Berresheim
  • Ellesheim
  • Eichen
  • Glücksthal
  • Gut Hospelt
  • Hummerzheim
  • Kolvenbach
  • Langscheid
  • Limbach
  • Nitterscheid
  • Odesheim
  • Ohlerath
  • Reckerscheid
  • Sasserath
  • Scheuren
  • Vollmert
  • Weißenstein
  • Witscheiderhof
  • Lanzerath
  • Lethert
  • Maulbach
  • Neichen
  • Hilterscheid
  • Hünkhoven
  • Klappertshardt
  • Kop Nück
  • Buchholzbacher Mühle
  • Scheuerheck
  • Wasserscheide
  • Lingscheiderhof
  • Forsthaus Hülloch
  • Gut Unterdickt
  • Esch

Spannende Ereignisse

Zu den historisch belegten Einschnitten zählen die Klostergründung und Reliquienübertragung im 9. Jahrhundert, die Stadtentwicklung unter jülichscher Herrschaft, Hochwasser und Kriegszerstörungen sowie die moderne Kur- und Tourismusgeschichte. Im Juli 2021 traf die Jahrhundertflut Stadtkern und Ortsteile schwer; die Stadt betreibt seither Wiederaufbau und öffentliches Gedenken. Weitere markante Stationen sind die Fernhandelsblüte des Spätmittelalters, die Säkularisation 1803, die Kneipp-Entwicklung ab 1926, die Eröffnung des City Outlet 2014 sowie die radioastronomischen Anlagen Astropeiler Stockert (1956) und Radioteleskop Effelsberg (1971). Ergänzend prägen die Wiederherstellung der Stiftskirche 1890, die Gründung des Verschönerungsvereins 1881, das Kneipp-Kurhaus 1928/29 und das Eingreifen Ina Bresgens 1945 und in den 1950er Jahren das Ortsgedächtnis. Ergänzend prägen die Gegenreformationsphase mit Kapuzinern (1618) und Jesuiten (1625), die Eröffnung des Schwanen-Apotheken-Museums 1997, die Handwebtradition in Rupperath ab 1961 und die Ehrenbürgerwürde für Heino 2019 das jüngere und neuzeitliche Ortsgedächtnis. Ergänzend prägen die Inbetriebnahme des Astropeilers am 17. September 1956, der Besuch von Heinz Kühn und König Baudouin am 28. April 1971, der volle Messbetrieb Effelsbergs ab 1. August 1972, die LOFAR-Erweiterung 2007/2008 sowie die Einweihung der Erft-Freitreppe am 15. Juli 2023 das moderne Ortsgedächtnis. Die Salvator-Mädchenschule Margarethe Linneries (1592–1649) und Hermann Löhers Hexenklage (1636/1676) erweitern die frühneuzeitliche Ereignisschicht.

Zeitraum Titel Kategorie Beschreibung Bedeutung
um 830 Klostergründung und Beginn der Ortsgeschichte Geschichte Abt Marquard von Prüm gründete das Tochterkloster Neumünster; daraus entwickelten sich Wallfahrt, Markt und städtische Siedlung. Die Klostergründung bildet den Ausgangspunkt der Ortsidentität und des Namens Münstereifel.
898 Verleihung von Markt-, Münz- und Zollrecht Wirtschaft König Zwentibold von Lothringen verlieh dem Kloster Markt-, Münz- und Zollrecht; vor den Klostertoren entstand ein Naturalsammelmarkt. Die Rechte legten die wirtschaftliche Grundlage für Markt und spätere Fernhandelsstadt.
1416 Hochwasserkatastrophe Katastrophe Eine gewaltige Überschwemmung suchte Münstereifel heim und forderte laut Stadtchronik rund 150 Todesopfer; das Werther Tor wurde unterspült und musste neu errichtet werden. Das Ereignis prägte Stadtbefestigung und Erinnerung an die Gefährdung durch die Erft.
21. April 1689 Zerstörung der Burg durch französische Truppen Geschichte Abziehende französische Truppen zerstörten die Burg; Steine der Ruine wurden später für den Häuserbau verwendet. Die Burg verlor ihre Wehrfunktion und blieb als Ruine Teil des Stadtbildes.
1890 Bahnanschluss und Aufstieg zum Fremdenverkehrsort Wirtschaft Mit der Stichbahn Euskirchen–Münstereifel wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Der Anschluss begünstigte Tourismus und spätere Entwicklung zum Kneippkurort.
1926–1974 Anerkennung als Kneippkurort und Bad-Titel Kultur 1926 wurde Münstereifel Kneippkurort und es entstand eine Kneippvereins-Ortsgruppe; 1928/29 entstand das Kneipp-Kurhaus. 1956 folgte die Anerkennung durch den Deutschen Bäderbund, am 10. Oktober 1967 der Bad-Titel und am 12. September 1974 die staatliche Anerkennung als Kneipp-Heilbad. Kurwesen und Bad-Status prägen bis heute Ortsimage und Wirtschaftsstruktur.
1. Juli 1969 Kommunale Neugliederung zur Großgemeinde Politik Durch die Neugliederung des Kreises Euskirchen entstand die Stadt Bad Münstereifel mit zahlreichen eingegliederten Gemeinden und insgesamt 57 Ortsteilen und Wohnplätzen. Das heutige Stadtgebiet und die Verwaltungsstruktur gehen wesentlich auf diese Reform zurück.
2014 Eröffnung des City Outlet Wirtschaft Das City Outlet Bad Münstereifel wurde feierlich eröffnet. Die Stadtchronik bewertet die Eröffnung als wesentlichen Beitrag zur Revitalisierung des Stadtkerns.
14./15. Juli 2021 Jahrhundertflut an Erft und in den Ortsteilen Katastrophe Starkregen und Hochwasser richteten im Stadtkern und in vielen Ortsteilen entlang der Erft und in den Höhenlagen verheerende Schäden an; unter anderem wurde die Erftmauer an der Werther Straße schwer zerstört. Bei Räumarbeiten an der Werkbrücke wurde laut KuLaDig ein historischer Stollen in der Bastionsmauer wieder sichtbar. Die Flut prägt seither Wiederaufbau, Hochwasserschutz und das öffentliche Gedenken, unter anderem an der 2023 eingeweihten Erft-Freitreppe.
1422–1562 Vier Fernhandelsmessen und Höhepunkt des Tuchhandels Wirtschaft 1422 erhielt die Stadt vier jahreszeitliche Fernhandelsmessen; 1562 erlaubte ein Vertrag mit dem Stift Standflächen auch im Stiftsbezirk. Wichtigster Handelspartner war Köln, über Antwerpen bestand Anschluss an den Nordseehandel. Die Stadtchronik bewertet 1562 als Höhepunkt der Bedeutung Münstereifels als Fernhandelsstadt.
1794–1803 Französische Besetzung und Säkularisation Politik 1794 besetzte das französische Revolutionsheer das linke Rheinufer; Münstereifel verlor den Status als Mithauptstadt des Herzogtums Jülich. 1803 wurden Stift sowie Kapuziner- und Karmelitessenkloster aufgelöst. Die Ereignisse beendeten die geistliche und landesherrliche Sonderstellung des Ortes und leiteten die moderne Verwaltungsstruktur ein.
2009 Verlegung von Stolpersteinen Kultur Der Künstler Gunter Demnig verlegte zum Gedenken an deportierte und ermordete jüdische Bürger 26 Stolpersteine in der Kernstadt und 10 weitere in Arloff und Kirspenich. Die Verlegung macht die Verfolgung jüdischer Bürger während der NS-Zeit im Stadtbild sichtbar.
1818 Hochwasser und Teilabriss der Oberen Schoßpforte Katastrophe Nach dem Hochwasser von 1818 musste die Obere Schoßpforte laut KuLaDig bis auf die Bögen abgerissen werden; Wehrgang und Werksturm gingen verloren. Das Ereignis dokumentiert die wiederkehrende Hochwassergefahr an der Erftmauer und den Verlust eines zentralen Wehr- und Versammlungsbaus.
1956 Bau des Astropeilers Stockert Kultur Auf dem Stockert bei Bad Münstereifel-Eschweiler wurde Deutschlands erstes frei bewegliches Radioteleskop mit 25 Meter Spiegeldurchmesser errichtet; seit 2005 ist die NRW-Stiftung Eigentümerin. Die Anlage machte Bad Münstereifel zu einem frühen Standort der Radioastronomie und ist heute technisches Baudenkmal mit Führungs- und Praktikumsbetrieb.
1966 Entdeckung der römischen Kalkbrennerei Iversheim Geschichte Beim Bau einer Wasserleitung entdeckte man die römische Kalkbrennerei; sechs Brennöfen wurden ausgegraben. Seit 2021 gehört die Fundstätte zum UNESCO-Welterbe Niedergermanischer Limes. Die Anlage zählt laut Stadtangabe zu den bedeutendsten archäologischen Fundstätten für die römische Wirtschaftsgeschichte nördlich der Alpen.
12. Mai 1971 Einweihung des Radioteleskops Effelsberg Kultur Das Max-Planck-Institut für Radioastronomie weiht das 100-Meter-Radioteleskop in Bad Münstereifel-Effelsberg ein; die volle Inbetriebnahme folgte 1972. Das Teleskop gehört zu den beiden größten vollbeweglichen Radioteleskopen der Erde und prägt das überregionale Profil des Ortsteils Effelsberg.
4. April 1878 Kulturkampf und Abzug der Salvatorschwestern Politik Im Zuge des Kulturkampfes mussten die St.-Salvatorschwestern Münstereifel verlassen; Mutter Ursula Scheeben zog mit Schwestern und Schülerinnen nach Roermond. Der Abzug unterbrach die örtliche Mädchenbildungsarbeit der Salvatorschwestern und führte zur Vereinigung mit den Ursulinen von St. Salvator.
1872–1890 Wiederherstellung der Stiftskirche nach Turmeinsturz Kultur 1872 stürzte der nordwestliche Flankenturm der Stiftskirche ein; 1890 war die Wiederherstellung der Kirche aus dem 12. Jahrhundert laut Stadtchronik abgeschlossen. Die Restaurierung sicherte eines der zentralen romanischen Baudenkmäler der Altstadt für die weitere Nutzung als Pfarr- und Wallfahrtskirche.
1881–1890 Gründung des Verschönerungsvereins und Weichenstellung zum Fremdenverkehr Wirtschaft 1881 gründete man einen Verschönerungsverein, der sich 1890 dem Eifelverein anschloss; zugleich erfolgte der Bahnanschluss. Die Stadtchronik bewertet diesen Schritt als Weichenstellung für den Fremdenverkehr als Haupterwerbszweig.
März 1945 Weiße Flagge auf der Burg und Rettung der Kernstadt Geschichte Ina Bresgen ließ laut Stadtportrait vor dem Einmarsch der US-Amerikaner auf der Burg die weiße Flagge hissen und verhinderte den Beschuss der Kernstadt durch die alliierte Artillerie. Das Eingreifen bewahrte das historische Stadtbild vor weiterer Kriegszerstörung am Kriegsende.
1950er Jahre Erhalt der offenen Erft gegen Betonröhre Politik Ina Bresgen setzte sich laut Stadtportrait in den 1950er Jahren erfolgreich gegen die Einzwängung der Erft in eine Betonröhre ein. Damit blieb das für Tourismus und Stadtbild prägende Erscheinungsbild der Erft in der Altstadt erhalten.
1928–1929 Grundsteinlegung und Eröffnung des Kneipp-Kurhauses Kultur Am 26. Februar 1928 erfolgte die Grundsteinlegung des städtischen Kneipp-Kurhauses unter Beteiligung von Kurarzt Dr. Adolf Greve; 1929 wurde das Kurhaus eröffnet. Nach dem Tod Adolf Greves 1946 leitete Dr. Louise Greve das Haus und nahm ab Oktober 1946 wieder Gäste auf. Das Kurhaus wurde zum institutionellen Kern der Kneipp-Entwicklung und des späteren Heilbad-Status.
22. Juni 1912 Ehrenbürgerwürde für Franz Maria Ferdinand Stephinsky Politik Die Stadt Münstereifel verlieh dem Apotheker, Ratsherrn und Vereinsgründer Franz Maria Ferdinand Stephinsky am 22. Juni 1912 das Ehrenbürgerrecht. Die Auszeichnung würdigt sein Engagement für Konvikt, Verschönerungsverein und Denkmalpflege sowie seine Rolle als Bewahrer des Stadtbildes.
1618–1625 Ansiedlung der Kapuziner und Beginn der Gegenreformationsphase Geschichte 1618 siedelten sich die Kapuziner mit Kloster und Tuchmanufaktur an; 1625 holte der Stadtrat die Jesuiten zur Gründung des St.-Michael-Gymnasiums. Die Stadtchronik bewertet diesen Prozess als Etablierung Münstereifels zur Festung des Katholizismus nach dem Niedergang des Fernhandels.
6./7. Juni 1997 Eröffnung des Schwanen-Apotheken-Museums Kultur Im Gebäude der historischen Schwanen-Apotheke (Werther Straße 13–15) wurde das Apotheken-Museum eröffnet, nachdem der Förderkreis für Denkmalpflege das Haus mit Unterstützung der NRW-Stiftung erworben und restauriert hatte. Das Museum bewahrt die Offizin von 1806 am historischen Betriebsort und macht die Stephinsky- und Bresgen-Tradition öffentlich zugänglich.
1961 Gründung der Werkgemeinschaft für Handwebkunst in Rupperath Kultur Der Lehrer Robert A. Esser gründete die Werkgemeinschaft für Handwebkunst; daraus entwickelte sich das spätere Handwebmuseum. Rupperath wurde überregional als Handweberdorf bekannt; die Sammlung dokumentiert laut Stadt 6000 Jahre Spinn- und Webgeschichte.
24. Januar 2019 Ehrenbürgerwürde für Heino Politik Heinz Georg Kramm (Heino) erhielt das Ehrenbürgerrecht der Stadt Bad Münstereifel für seine Verdienste als Botschafter und Werbeträger; der Rat hatte am 20. November 2018 zugestimmt. Es war laut Stadtangabe erst die achte Verleihung des Ehrenbürgerrechts; Heino verbindet als Wahlheimat und mit dem Heino-Café im Kurhaus Tourismus und Ortsimage.
1836–1860 Brand und Wiederaufbau der Michaelskapelle auf dem Michelsberg Katastrophe 1836 brannte die Kapelle auf dem 588 m hohen Michelsberg ab; 1857–1860 wurde sie wieder aufgebaut. Die Kapelle bleibt Wallfahrts- und Aussichtspunkt auf der höchsten Erhebung des Stadtgebiets.
1487 Urkundliche Bestätigung der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Kultur Der Herzog von Jülich bestätigte die Bruderschaft urkundlich und verlieh Satzung sowie Schießbahn im westlichen Wallgraben. Die Bruderschaft gehört zu den langlebigen Vereinstraditionen; Josef Jenniches engagierte sich dort über mehr als 80 Jahre.
15. Juli 2023 Einweihung der Erft-Freitreppe als Flutgedenken Katastrophe Zum zweiten Jahrestag der Flut weihte Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian die Freitreppe an der Erft ein. Integrierte Foto-Pflastersteine des Kölner Fotografen Joachim Rieger zeigen Motive der Flut aus Kernstadt und Dörfern; die Steine waren zuvor aus der Erft geborgen worden. Mobile Schotts sichern den Hochwasserschutz. Die Freitreppe markiert die Stelle der zerstörten Erftmauer und ist laut Stadtangabe zentraler Ort des Erinnerns, der Begegnung und des Symbols für den Wiederaufbau. Laut Gedenkrede der Stadt verloren fünf Menschen im Stadtgebiet ihr Leben.
17. September 1956 Inbetriebnahme des Astropeilers Stockert Kultur Laut Stadtbericht zum 50-jährigen Jubiläum des Radioteleskops Effelsberg nahm an diesem Tag das erste Radioteleskop in Deutschland auf dem Stockert bei Eschweiler den Betrieb auf. Der Astropeiler machte Bad Münstereifel früh zu einem Standort der Radioastronomie und bildet zusammen mit Effelsberg das Doppel aus zwei Teleskopen im Stadtgebiet.
28. April 1971 Staatsbesuch und Goldenes Buch vor der Effelsberg-Einweihung Politik Ministerpräsident Heinz Kühn besuchte laut Stadtangabe das neue Radioteleskop und begrüßte König Baudouin der Belgier; beide trugen sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Zur Einweihung am 12. Mai 1971 war unter anderem Wissenschaftsminister Johannes Rau anwesend. Der Besuch unterstreicht die überregionale und internationale Bedeutung des neuen Observatoriums für Bad Münstereifel.
1972 / 2007–2008 Voller Messbetrieb und spätere LOFAR-Erweiterung in Effelsberg Kultur Ab dem 1. August 1972 lief laut Stadtangabe der volle Messbetrieb. Seit 2007 bzw. 2008 ergänzt die LOFAR-Station das 100-Meter-Teleskop; laut Stadt werden seither zwei Radioteleskope in Effelsberg betrieben. Die technische Weiterentwicklung hält Effelsberg laut Stadt und Max-Planck-Institut unter den leistungsfähigsten Radioteleskopen der Welt.
1592–1649 Gründung und landesherrliche Bestätigung der Salvator-Mädchenschule Kultur Margarethe Linnerie begann 1592 den Unterricht Zum Salvator und legte 1594 das Gelübde in der Stiftskirche ab. Am 19. Februar 1649 bestätigte Kurfürst Wolfgang Wilhelm die Schule als klösterliche Anstalt unter jesuitischer Aufsicht. Die Stadt bewertet den Schritt als Beginn der Umgestaltung Münstereifels zur Stadt der katholischen Gegenreformation; das St.-Angela-Gymnasium beruft sich auf diese Tradition.
1636 / 1676 Flucht Hermann Löhers und Druck der Hexenklage Geschichte Hermann Löher, 1595 in Münstereifel geboren, floh 1636 vor dem Hexenrichter Franz Buirmann aus Rheinbach nach Amsterdam und veröffentlichte 1676 die „Hochnötige Unterthanige Wemütige Klage Der Frommen Unschültigen“. Er starb am 12. November 1678 in Amsterdam. Das einzige vollständige Exemplar liegt laut Stadtangabe in der ehemaligen Jesuiten-Kolleg-Bibliothek des Städtischen St.-Michael-Gymnasiums; die Stadt gab einen Faksimile-Nachdruck heraus.

Wichtige Menschen

Die Stadt dokumentiert Persönlichkeiten mit engem Ortsbezug, darunter Ordensgründerinnen, Kritiker der Hexenverfolgung, den in Münstereifel geborenen Arzt Friedrich-Joseph Haass, den Stadtgeschichtsschreiber Jakob Katzfey sowie Förderer von Museum und Denkmalpflege. Weitere genannte Figuren sind Mediziner Peter Wilhelm Josef de Gynetti, die Industriellen Heinrich Roth und Erich Hettner, Mutter Ursula Scheeben als Oberin des Salvatorklosters sowie der Politiker Hermann Pünder, der am St.-Michael-Gymnasium Abitur machte. Ergänzt werden Apotheker und Ehrenbürger Franz Maria Ferdinand Stephinsky, Kurärztin Dr. Louise Greve, Apothekerin und Stadtbildbewahrerin Ina Bresgen, Künstler Konrad Schaefer, Zeitzeuge Josef Jenniches sowie Vater und Sohn Karl und Toni Hürten als Museumsgestalter und Archäologen. Ergänzt werden der Ehrenbürger und Sänger Heinz Georg Kramm (Heino), der Handweb-Pionier Robert A. Esser, die Ehrenbürger John A. Wiles und Emile Renno aus dem Partnerschaftskontext, die Museumsbetreiber Cornelia und Rolf Urbild sowie die Galeristin Inge Baecker. Bei Margarethe Linnerie präzisiert das Stadtportrait die Lebensdaten 1567–1622, den Unterricht ab 1592 und die Bestattung in der Stiftscrypta; bei Hermann Löher die Lebensdaten bis 12. November 1678, die Flucht 1636 und das Unikat in der Gymnasialbibliothek.

Name Rolle Lebensdaten Ortsbezug Relevanz
Marquard von Prüm Abt der Benediktinerabtei Prüm Gründete um 830 das Tochterkloster Neumünster, den Ausgangspunkt der Ortsgeschichte Bad Münstereifels. Ohne die Klostergründung entfiele der historische Kern von Siedlung, Wallfahrt und Ortsname.
Margarethe Linnerie Ordensgründerin 1567 – 17. März 1622 Gründete 1594 in Münstereifel die Gesellschaft der Schwestern von St. Salvator zur Erziehung der weiblichen Jugend. Wurde 1567 in Münstereifel als Tochter von Peter Linnerie und Ursula Gropper geboren, begann 1592 den Unterricht Zum Salvator und wurde nach ihrem Tod in Köln am 17. März 1622 in der Krypta der Stiftskirche beigesetzt. Ihre Gründung markiert laut Stadtchronik den Beginn der Entwicklung Münstereifels zur „Festung des Katholizismus“. 1994 würdigte der Verein Alter Münstereifeler sie mit einer Gedenkplakette in der Krypta. Das 1957 gegründete Erzbischöfliche St.-Angela-Gymnasium sieht sich in der Tradition ihrer Salvator-Schule.
Hermann Löher Autor und Kritiker der Hexenverfolgung 1595 – 12. November 1678 Wurde 1595 in Münstereifel geboren; wirkte später in Rheinbach und Amsterdam. Geboren 1595 in Münstereifel; das einzige vollständige Exemplar seiner 1676 gedruckten Hexenklage liegt in der Bibliothek des Städtischen St.-Michael-Gymnasiums Bad Münstereifel. Verfasste 1676 das Werk „Hochnötige Unterthanige Wemütige Klage Der Frommen Unschültigen“ gegen die Hexenverfolgung; die Stadt brachte 1998 ein Faksimile heraus. Floh 1636 vor Hexenverfolgungen unter Franz Buirmann aus Rheinbach nach Amsterdam. Die Stadt gab in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Köln und dem Westkreuz-Verlag einen Faksimile-Nachdruck heraus; Löher gilt laut Stadtangabe als einziger Barockautor ohne juristische Vorkenntnisse gegen die Hexenverfolgung.
Friedrich-Joseph Haass Arzt 10. August 1780 – 16. August 1853 Wurde in Münstereifel als Sohn des Apothekers Peter Haass geboren; das Geburtshaus in der Johannisstraße trägt eine Gedenkplakette. Die Stadt beging 1980 seinen 200. Geburtstag und unterhält Denkmal sowie Ausstellung im Rathaus. Als „heiliger Doktor von Moskau“ bekannt; engagierte sich in Russland für Strafgefangene und erreichte unter anderem die Abschaffung des Prut und leichtere Fesseln. 2001 wurde das Seligsprechungsverfahren eingeleitet; die Deutsche Bundespost gab 1980 eine Sonderbriefmarke heraus.
Karl Hürten Studienprofessor, Lokalhistoriker und Museumsgestalter 18. März 1856 – 27. Oktober 1925 Unterrichtete Mathematik und Physik am St.-Michael-Gymnasium und richtete 1912 im Auftrag des Vereins für Denkmalpflege im Orchheimer Tor das erste Heimatmuseum ein. Er erforschte unter anderem die römische Wasserleitung, die Alte Burg im Quecken und das Matronenheiligtum Nöthen. Seine Sammlung bildete den Grundstock des späteren Heimatmuseums. Seine „Volkstümliche Geschichte der Stadt Münstereifel“ erschien 1926 posthum; das heutige Hürten-Heimatmuseum trägt seinen und seines Sohnes Toni Namen.
Peter Wilhelm Josef de Gynetti Arzt und Professor geboren 9. Dezember 1735 Wurde am 9. Dezember 1735 in Münstereifel geboren und besuchte die Jesuitenschule vor Ort. Erhielt 1772 an der Universität Köln einen Lehrstuhl für Chirurgie, wurde 1781 Professor Primarius und wirkte später an der Kurfürstlichen Akademie Bonn als kurkölnischer Geheimrat und Leibarzt.
Jakob Katzfey Priester, Lehrer und Stadtgeschichtsschreiber 20. Juli 1791 – 24. Oktober 1873 War von 1825 bis 1862 Direktor des St.-Michael-Gymnasiums in Münstereifel. Gilt als Nestor der Münstereifeler Stadtgeschichtsschreibung; führte die Schule nach der Franzosenzeit wieder in den Rang eines Gymnasiums erster Klasse und verfasste die „Geschichte der Stadt Münstereifel und der nachbarlichen Ortschaften“ (1854/1855).
Heinrich Roth Unternehmer Gründete 1885 in Arloff die Arloffer Thonwerke Heinrich Roth und Co. Die Werke produzierten feuerfeste Steine und später Steinzeug; um 1900 fertigten rund 300 Mitarbeiter etwa 3000 Tonnen feuerfestes Material.
Erich Hettner Unternehmer Übernahm um 1900 eine Schleifmühle in Münstereifel und baute die Maschinenfabrik Hettner auf. Seine Bohrmaschinen wurden weltweit vertrieben; 1913 hatte die Fabrik innerhalb von zwölf Jahren 1000 Maschinen hergestellt.
Paulus Pick Kaufmann und Bauherr Erbaute 1644–1664 an der Orchheimer Straße das später nach Hofrat Windeck benannte Windeckhaus. Das Windeckhaus zählt zu den herausragenden Fachwerkbauten der Altstadt und ist seit 2012 Motiv der Briefmarkenserie Deutscher Fachwerkbau.
Ursula Scheeben Ordensfrau und Oberin des Salvatorklosters 15. Mai 1818 – 28. März 1909 Trat 1842 als Schwester Ursula in das Salvatorkloster in Münstereifel ein, legte 1843 das Gelübde ab und wurde 1854 Oberin. Sie ließ am Klosterplatz ein neues Rathaus errichten, das am 3. Januar 1873 bezogen wurde. Die Stadt bezeichnet sie als „zweite Stifterin des Salvatorklosters“. Unter ihrer Leitung blühten Schule und Kloster auf; nach dem Kulturkampf-Abzug 1878 wurde sie erste Generaloberin der Ursulinen von St. Salvator.
Hermann Pünder Jurist und Politiker 1. April 1888 – 3. Oktober 1976 Legte 1906 am St.-Michael-Gymnasium in Münstereifel das Abitur ab; übernahm 1957 den Vorsitz des Vereins Alter Münstereifeler und initiierte 1961 die Erneuerung des jüdischen Friedhofs in Münstereifel. War Staatssekretär der Reichskanzlei (1926–1932), später Oberbürgermeister von Köln, Oberdirektor der Bi-Zone, Bundestagsabgeordneter und Vizepräsident des Montan-Parlaments. Die Stadt bewertet ihn als Münstereifeler Abiturienten, der zu einer Persönlichkeit der Zeitgeschichte wurde.
Franz Maria Ferdinand Stephinsky Apotheker, Ratsherr und Ehrenbürger 22. Juni 1823 – 13. Dezember 1917 Lenkte von 1850 bis 1859 als Provisor die Bresgensche Schwanen-Apotheke in Münstereifel, wirkte als Ratsherr und zeitweise stellvertretender Bürgermeister und gründete unter anderem den Verschönerungsverein sowie den Verein für Denkmalpflege mit. Wandte als Ratsherr die drohende Schließung des Konvikts ab und prägte Denkmalpflege sowie Fremdenverkehrsinitiativen. Am 22. Juni 1912 erhielt er das Ehrenbürgerrecht. Der Stephinsky-Magenbitter wird seit 1859 nach seinem Rezept hergestellt.
Dr. Louise Greve Ärztin und Leiterin des Kneipp-Kurhauses 1895 – 1971 Wirkte gemeinsam mit ihrem Ehemann Dr. Adolf Greve in der Kneipp-Heilmethode; nach dessen Tod 1946 leitete sie allein das Kneipp-Kurhaus in Bad Münstereifel und nahm ab Oktober 1946 wieder Gäste auf. Ihr Name steht laut Stadtportrait in untrennbarer Verknüpfung mit dem Aufstieg Bad Münstereifels zum Kneipp-Heilbad. Sie und Adolf Greve hatten sich nach dem Studium in Bad Wörishofen in der kneippschen Heilmethode ausbilden lassen.
Dr. Adolf Greve Kurarzt 1900 – 1946 War Kurarzt in Münstereifel und zählte bei der Grundsteinlegung des städtischen Kneipp-Kurhauses am 26. Februar 1928 zu den Honoratioren. Gemeinsam mit Louise Greve gehörte er zu den medizinischen Trägern der frühen Kneipp-Entwicklung; nach seinem tödlichen Unfall 1946 führte Louise Greve das Kurhaus weiter.
Ina Bresgen Apothekerin und Bewahrerin des Stadtbildes 1909 – 1983 Leitete von 1949 bis 1965 in fünfter Generation der Familie Bresgen die 1806 gegründete, seit 1906 als Schwanen-Apotheke geführte Apotheke. Im März 1945 ließ sie auf der Burg die weiße Flagge hissen und verhinderte den Beschuss der Kernstadt. In den 1950er Jahren verhinderte sie die Einzwängung der Erft in eine Betonröhre. Bis 1983 verwahrte sie den Nachlass des Schriftstellers Jakob Kneip.
Konrad Schaefer Künstler und Zeichner 3. März 1915 – 27. August 1991 Wirkte seit 1966 in Bad Münstereifel und hielt verwinkelte Altstadtmotive in Bleistift-, Tuschezeichnungen und Monotypien fest. Laut Stadtportrait entwickelte er mit kritischem Blick und teils surrealen Stilmitteln ein persönliches künstlerisches Bild der Stadt.
Josef Jenniches Vereinsmitglied und Zeitzeuge 29. April 1895 – 31. Januar 2001 Lebte in Bad Münstereifel und engagierte sich besonders im TVE sowie über mehr als 80 Jahre in der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft. Bundespräsident Roman Herzog zeichnete ihn am 22. April 1995 als Zeitzeugen des rheinischen Schützenwesens aus. Er kannte noch Ehrenbürger Stephinsky persönlich und berichtete vom Kaiserbesuch am 20. Oktober 1911.
Toni Hürten Bodenpfleger, Archäologe und Museumleiter 28. Mai 1888 – 9. Januar 1978 Leitete das Heimatmuseum in der Zeit seiner Unterbringung im Rathaus (1935–1975) und stellte die Stadtgeschichte in zwei Chronikbänden zusammen. Als Archäologe entdeckte er unter anderem die römische Kalkbrennerei Iversheim und das Matronenheiligtum „Görresburg“ bei Nettersheim. Nach ihm und seinem Vater Karl trägt das städtische Heimatmuseum den Namen Hürten-Heimatmuseum.
Heinz Georg Kramm (Heino) Sänger und Ehrenbürger Wahlheimat Bad Münstereifel; betrieb das frühere Rathaus-Café und das Heino-Café im Kurhaus und wirbt öffentlich für die Stadt. Am 24. Januar 2019 erhielt er als achter Ehrenbürger das Ehrenbürgerrecht für Verdienste als Botschafter und Werbeträger; der Stadtrat hatte am 20. November 2018 beschlossen. Die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne NRW nennt ihn als Ehrenbürger der Stadt.
Robert A. Esser Lehrer und Gründer der Werkgemeinschaft für Handwebkunst gestorben 2008 Gründete 1961 in Rupperath die Werkgemeinschaft für Handwebkunst und sammelte Zeugnisse des Spinnens und Webens, aus denen das Handwebmuseum hervorging. Seine Initiative machte Rupperath als Handweberdorf überregional bekannt; 2008, in seinem Todesjahr, erhielt der Betreiberverein Alte Schule Rupperath e. V. den Ehrenamtspreis der Stadt.
John A. Wiles Ehemaliger Bürgermeister von Ashford/Kent und Ehrenbürger Erhielt am 8. August 1961 das Ehrenbürgerrecht der Stadt (Bad) Münstereifel im Kontext der Partnerschaft mit Ashford. Seine Ehrung dokumentiert die frühe Städtepartnerschaft mit Ashford, die seit 1964 besteht und auf Jugendaustausch seit 1952 zurückgeht.
Emile Renno Ehrenbürger Erhielt am 5.Juli 1977 das Ehrenbürgerrecht in Anerkennung seiner Verdienste um die Städtepartnerschaft Fougères/Bad Münstereifel. Die Ehrung unterstreicht die Bedeutung der französischen Partnerstadt Fougères (Partnerschaft seit 1967, Dreierpartnerschaft ab 1984).
Cornelia und Rolf Urbild Museumsgründer und -betreiber Richteten in der Alten Gasse 28 das Puppen- und Spielzeugmuseum ein und betreiben die Sammlung auf zwei Etagen. Ihre über Jahre zusammengetragene Sammlung von Puppen und Spielzeug unterschiedlicher Epochen ist laut Stadtangabe Teil der Museumslandschaft; das Haus ist nach der Flut 2021 vorübergehend geschlossen.
Inge Baecker Galeristin Ihre Galerie kam über Bochum und Köln nach Bad Münstereifel und ist in der Burg angesiedelt. Laut Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne NRW machte sie die Fluxus-Bewegung in Deutschland salonfähig; ein Schwerpunkt liegt auf Wolf Vostell sowie konzeptionellem Realismus, Fluxus und Neo-Dada.

Quellen

Quelle Herausgeber Belegt
Stadtportrait Stadt Bad Münstereifel Einwohner- und Flächenangaben, Höhenlagen, Kneipp-Heilbad seit 12.09.1974, Grundzentrum, Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne, Ortsteile
Geschichte Stadt Bad Münstereifel Klostergründung um 830, Reliquien 844, Marktrecht 898, Stadtwerdung, Meilensteine, Personen, Kriegs- und Industriegeschichte, Bad-Titel, Neugliederung 1969, City Outlet 2014, Stolpersteine 2009, Fernhandelsmessen, Säkularisation, Stiftskirchenrestauration 1872–1890, Verschönerungsverein 1881, Konvikt 1894/1899, Radberg-Kreuz 1918, Langenhecke-Tor 1907, NS-Verfolgung 1933–1945
Ortsteil Bad Münstereifel (Kernstadt) Stadt Bad Münstereifel Kernstadt-Einwohner 2022, Höhe 280 m, Stiftskirche, Stadtgeschichte und Wirtschaftsentwicklung, Kneipp- und Bad-Status
Bad Münstereifel – Kommunenübersicht Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBD.NRW) Kommunentyp kreisangehörige Stadt, AGS 05366004, Regierungsbezirk Köln, PLZ 53902, Anschrift
Bevölkerung nach Gemeinden Landesbetrieb IT.NRW – Statistik.NRW Amtliche Einwohnerzahl Bad Münstereifel am 31. Dezember 2025 (18.375)
Historische Altstadt Stadt Bad Münstereifel Stadtmauer, Tore, Burg, Stiftskirche Westwerk 1054, Romanisches Haus, Rathaus/Gewandhaus, Erft in der Altstadt, Windeckhaus, Hinweis auf Flut 2021, Werther Tor 1416, Schoßpforten, Heisterbacher Tor Überzimmer 1984, Secktürmchen 1905, Europäische Holzroute, Sanierungshinweis Stadtmauer 12/2024, Todestag Ritter Gottfried 3.5.1335
Partnerstädte & Partnerschaften Stadt Bad Münstereifel Partnerschaften Ashford (1964), Fougères (1967), Europafahne 1971, Partnerschaft Piéla seit 1993
Bad Münstereifel & Umgebung Stadt Bad Münstereifel Michelsberg 588 m, Matronenheiligtum, römische Kalkbrennerei inkl. Entdeckung 1966 und Öfen um 100/270/300 n. Chr., Burgen Arloff und Kirspenich, Astropeiler Stockert 1956, Radioteleskop Effelsberg, Bergbau Mutscheid
Gedenken an die Flutkatastrophe 2021 Stadt Bad Münstereifel Flutnacht 14./15. Juli 2021, Schäden an Erftmauer, Wiederaufbau und Gedenken; Eröffnung Freitreppe 2023, fünf Todesopfer im Stadtgebiet, Foto-Pflastersteine als Unikate
Erft-Freitreppe: Erinnern an die Flutkatastrophe 2021 Stadt Bad Münstereifel Ausmaß der Flutschäden im Stadtgebiet, Einweihung der Erft-Freitreppe als Gedenkort; Einweihung zum zweiten Jahrestag durch Bürgermeisterin Preiser-Marian, Foto-Pflastersteine Joachim Rieger, Schotts Hochwasserschutz, Symbol Wiederaufbau
Ortsteile Stadt Bad Münstereifel 57 Ortsteile und Weiler, Einwohnerzahlen Stand 31.12.2022 für Arloff, Iversheim, Kirspenich und weitere Ortsteile, Namensliste benachbarter Ortsteile
Rheinischer Städteatlas Bad Münstereifel LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte Lage im Erfttal 280–300 m NN, älteste Siedlungsbefunde um 700, Rheinische Städteordnung 1856, Einwohnerzahl Ende 2004, Hinweis fehlende förmliche Stadterhebung
Historie – Kneipp-Tradition in Bad Münstereifel Kneipp-Verein Bad Münstereifel e. V. Bahnanschluss und Sommerfrischler 1890, Kneippvereins-Ortsgruppe 6.11.1926, Kurhaus 1928, Bad-Titel 10.10.1967, staatliche Anerkennung 12.09.1974, Neugründung Kneipp-Verein 30.06.2021
Kultur & Museen Stadt Bad Münstereifel Museumslandschaft Kreis Euskirchen, theater 1, Wallgrabenkonzerte, Kunsthof Greven, Schwanen-Apotheke, Handwebmuseum Rupperath, UNESCO-Welterbe Kalkbrennerei 2021, Astropeiler
Romanisches Haus / Hürten-Museum Stadt Bad Münstereifel Romanisches Haus 1167, Heimatmuseum seit 1912, Sammlungen seit 1975 im Romanischen Haus, Adresse Langenhecke 6
Wallgrabenkonzerte Stadt Bad Münstereifel Wallgrabenkonzerte als Kulturreihe, fünf Konzerte pro Spielzeit, klassische und Crossover-Formate
Dr. Friedrich-Joseph Haass Stadt Bad Münstereifel Lebensdaten 1780–1853, Geburtshaus Johannisstraße, Wirken in Moskau, Gedenken und Denkmäler in Bad Münstereifel
Jakob Katzfey Stadt Bad Münstereifel Lebensdaten 1791–1873, Direktor St.-Michael-Gymnasium 1825–1862, Stadtgeschichte 1854/1855
Veranstaltungskalender Stadt Bad Münstereifel Altstadtführungen, Montagswanderungen, Kirmes in der Innenstadt als belegte Veranstaltungsformate
Stadtbefestigung Bad Münstereifel baukunst-nrw Stadtbefestigung ab Ende 13. Jh., Länge ca. 1,6 km, Restaurierung seit 1956, Lage und Baugeschichte der vier Stadttore, Wallgraben, Bruchstein/Sandstein
Werkbrücke der Stadtbefestigung von Bad Münstereifel – Obere Schoßpforte KuLaDig / LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland Ummauerung 1299 urkundlich belegt, Hauptort ab 1312, Dendrodatierung Stadttore, Baudenkmal seit 1982, Obere Schoßpforte, Hochwasser 1775 und 1818, Stollenfundeckung nach Flut 2021, Brauerei Hendrichs 1921
Radioteleskop Effelsberg Max-Planck-Institut für Radioastronomie Einweihung 12. Mai 1971, volle Inbetriebnahme 1972, 100 m Durchmesser, Standort Bad Münstereifel-Effelsberg, eines der beiden größten vollbeweglichen Radioteleskope; Antennenöffnung ca. 7850 m², Stahlgewicht 3200 t, Drehung 360° in ca. 15 Min., Kippen ca. 90° in ca. 5 Min., Besucherpavillon, LOFAR-Station
Astropeiler Stockert e. V. Astropeiler Stockert e. V. Erstes frei bewegliches Radioteleskop Deutschlands 1956, 25-m-Klasse, Standort Stockert bei Bad Münstereifel, Eigentum NRW-Stiftung seit 2005, Führungen und Praktika
Mutter Ursula Scheeben Stadt Bad Münstereifel Lebensdaten 1818–1909, Eintritt Salvatorskloster 1842, Oberin ab 1854, Rathaus Klosterplatz 1873, Kulturkampf-Abzug 1878, Ursulinen von St. Salvator
Dr. Hermann Pünder Stadt Bad Münstereifel Lebensdaten 1888–1976, Abitur St.-Michael-Gymnasium 1906, Reichskanzlei, Bi-Zone, Bundestag, jüdischer Friedhof Münstereifel 1961, Verein Alter Münstereifeler
Stadtführungen Stadt Bad Münstereifel Offene Stadtführungen samstags, digitale Stadtführung mit 27 Stationen, Themenführungen zu Stadtmauer/Schoßpforten, Wasser/Erft und Tuchhandels-Tradition
Matronenheiligtum Stadt Bad Münstereifel Matronae Vacallinehae bei Nöthen, Religionsgeschichte, ganzjährige Besichtigung, Bezug zur römischen Religionsgeschichte im Rheinland
Leben & Wohnen Stadt Bad Münstereifel Klimahinweis Temperaturdifferenz ca. 5 °C Michelsberg/Kirspenich, Bildungsinfrastruktur (12 Kitas, drei Gymnasien, FH Rechtspflege), zehn Mountainbikerouten, Eifelbad, zwei Teleskope im Stadtgebiet, Erreichbarkeit Köln/Bonn
Historischer Stadtkern Bad Münstereifel baukunst-nrw Klostergründung 830, Stiftskirchenvorgänger nach 844 und Neubau 12. Jh. nach Brand, Stadtbefestigung mit vier Toren und 18 Wehrtürmen, Burg Erstnennung 1317 und Zerstörung 1689, Romanisches Haus als Kanonikerwohnhaus
Franz Maria Ferdinand Stephinsky Stadt Bad Münstereifel Lebensdaten 1823–1917, Schwanen-Apotheke 1850–1859, Ehrenbürger 22.06.1912, Verschönerungsverein und Denkmalpflege, Stephinsky-Magenbitter seit 1859
Dr. Louise Greve Stadt Bad Münstereifel Lebensdaten Louise Greve 1895–1971 und Adolf Greve 1900–1946, Grundsteinlegung Kurhaus 26.02.1928, Wiederaufnahme Kurhausbetrieb Oktober 1946
Ina Bresgen Stadt Bad Münstereifel Lebensdaten 1909–1983, Leitung Schwanen-Apotheke 1949–1965, weiße Flagge März 1945, Erhalt der offenen Erft in den 1950er Jahren, Nachlass Jakob Kneip
Konrad Schaefer Stadt Bad Münstereifel Lebensdaten 1915–1991, künstlerisches Wirken in Bad Münstereifel seit 1966, Zeichnungen und Monotypien der Altstadt
Josef Jenniches Stadt Bad Münstereifel Lebensdaten 1895–2001, Schützenbruderschaft über 80 Jahre, Auszeichnung durch Bundespräsident Herzog 22.04.1995, Kaiserbesuch 20.10.1911 als Zeitzeugenbericht
Professor Karl Hürten und Toni Hürten Stadt Bad Münstereifel Lebensdaten Karl Hürten 1856–1925 und Toni Hürten 1888–1978, Heimatmuseum 1912/1935–1975, Volkstümliche Geschichte 1926, Entdeckung Kalkbrennerei Iversheim und Matronenheiligtum Görresburg, Namensgeber Hürten-Heimatmuseum
Die Ehrenbürger der Stadt Bad Münstereifel Stadt Bad Münstereifel Ehrenbürgerliste inkl. Stephinsky 1912, John A. Wiles 1961, Emile Renno 1977, Heino 24.01.2019, Ratsbeschluss 20.11.2018, Rathaus-Café und Heino-Café
Schwanen-Apotheken-Museum Stadt Bad Münstereifel Eröffnung 6./7. Juni 1997, Werther Str. 13–15, Bresgen-Betrieb 1806–1994, Offizin, Labor, Riechstraße, Stephinsky-Stube, Magenbitter 1859, NRW-Stiftung und Förderkreis Denkmalpflege
Handwebmuseum Stadt Bad Münstereifel Robert A. Esser, Werkgemeinschaft 1961, Sammlung Turnhalle 1965–2003, Wiedereröffnung Handwebmuseum 2006, Alte Schule Rupperath e. V., Ehrenamtspreis 2008, 6000 Jahre Spinn- und Webgeschichte
Puppen- und Spielzeugmuseum Stadt Bad Münstereifel Adresse Alte Gasse 28, Sammlung Cornelia und Rolf Urbild, Ausstellung auf zwei Etagen, Schließungshinweis nach Flut 14./15. Juli 2021
Bad Münstereifel – Das rheinische Rothenburg Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne in Nordrhein-Westfalen Bezeichnung rheinisches Rothenburg, besterhaltene Stadtumwehrung Rheinland, 18 Wehrtürme, Haus Zur Französischen Lilie 1472, theater1, Galerie Inge Baecker/Fluxus, Wallgraben-Konzerte über 30 Jahre, Kirmes/Kräutertag/Weihnachtsmarkt, Damwildgarten, Eifelbad 122-m-Rutsche, Waldanteil, RB 23, Autobahn A1/A61, Heino Ehrenbürger, City Outlet in Fachwerk
Katholische Filialkirche Sankt Donatus Bad Münstereifel KuLaDig / LVR Jesuitenkirche Bau 1659–1668, Klosterbau ab 1652, Donatus-Reliquien 1652 aus Rom, Jesuiten-Niederlassung und Gymnasium 1625
Vom Jesuiten-Gymnasium zum Städtischen St.-Michael-Gymnasium Stadt Bad Münstereifel Kapuziner und Tuchfabrik, Jesuiten Mai 1625, Festung des Katholizismus, Schulgründung in der Eifel
Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Heino (Heinz Georg Kramm) Stadt Bad Münstereifel Ratsbeschluss 20.11.2018, Urkundenübergabe 24.01.2019 in der ehemaligen Konviktkapelle, achte Ehrenbürgerverleihung, Botschafterrolle
Die Stadtmauer von Bad Münstereifel Eifelverein Ortsgruppe Bad Münstereifel e. V. Stadtmauer als Tal-Feste Moenstere in der Eyffelen, Renard-Zitat systematische Talabmauerung, 1,6 km / 20 Bastionen, Burg 1317/1689, Wegeweg 2,2 km, Gründungskasematten, Kalk aus Iversheim
50 Jahre Radioteleskop Effelsberg Stadt Bad Münstereifel Einweihung 12.05.1971 nach 3,5 Jahren Bauzeit, Johannes Rau, Besuch Kühn und König Baudouin 28.04.1971 Goldenes Buch, voller Messbetrieb 01.08.1972, Astropeiler Betrieb 17.09.1956, LOFAR 2008
Ortsteil Effelsberg Stadt Bad Münstereifel 159 Einwohner 31.12.2022, Erstnennung 893, Kirche 1222 und Neubau 1881–1883 St. Stephanus, Gemeinde 1816–1969, Radioteleskop 100 m, LOFAR seit 2007
Ortsteil Arloff Stadt Bad Münstereifel 1072 Einwohner 31.12.2022, arnafa 893, Name von der Erft, Burg 1278, doppeltes Gericht, Hubertuskapelle 15. Jh. Wandmalereien 1954, Jakobspilgerzeichen, Gemeinde 1816–1969
Fachhochschule / Hochschule der Justiz Stadt Bad Münstereifel Rechtspflegerschule seit 1955, Hochschule/FH seit 1976, Adresse Schleidtalstraße 3, Tagungsbereich Hermann-Pünder-Straße 2
Wochenmarkt Stadt Bad Münstereifel Wochenmarkt freitags 8–13 Uhr vor St.-Michael-Gymnasium, Sortiment, mittwochs Backwaren
Margarethe Linnerie Stadt Bad Münstereifel Lebensdaten 1567–1622, Unterricht Zum Salvator ab 1592, Gelübde 1594, Bestätigung 19.02.1649, Bestattung Stiftscrypta, Gedenkplakette 1994, Tradition St.-Angela-Gymnasium
Hermann Löher Stadt Bad Münstereifel Lebensdaten 1595–12.11.1678, Flucht 1636, Hexenklage 1676, Unikat Gymnasialbibliothek, Faksimile-Nachdruck