Gründung und Alter
Bad Münstereifel entwickelte sich aus einem um 830 gegründeten Tochterkloster der Benediktinerabtei Prüm, das zunächst „Neumünster“ und nach seiner Lage später „Münstereifel“ genannt wurde. Um das Kloster und den Markt entstand die Siedlung, die 1299 erstmals als „oppidum“ (Stadt) bezeichnet wird. Bis 1967 hieß der Ort Münstereifel; seit der staatlichen Anerkennung als Kneipp-Heilbad 1974 führt er die Artbezeichnung Kneipp-Heilbad. Der Rheinische Städteatlas datiert die ältesten Siedlungsbefunde in Münstereifel um das Jahr 700 und betont, dass eine förmliche Stadterhebung nicht überliefert ist. Laut KuLaDig (LVR-Amt für Bodendenkmalpflege) sind Errichtung der Burganlage und die aufwendige Ummauerung des Ortes 1299 urkundlich belegt; unter den Jülicher Grafen wurde Münstereifel ab 1312 zu einem der vier Hauptorte der Grafschaft. Laut baukunst-nrw geht die Stadtgründung auf die Errichtung des Benediktinerklosters 830 zurück; die heutige Stiftskirche entstand im 12. Jahrhundert, nachdem ein Vorgängerbau nach Brand zerstört worden war. 1618 und 1625 markieren mit Kapuzinern und Jesuiten den Übergang zur gegenreformatorischen Prägung; 1659–1668 entstand die Jesuitenkirche.
Das Kloster war eine Filialgründung der Abtei Prüm im oberen Erfttal. 844 wurden die Gebeine des römischen Märtyrerehepaares Chrysanthus und Daria in das Kloster gebracht; Münstereifel wurde damit neben Kornelimünster zu einem Ort der Erzdiözese Köln mit römischen Reliquien und entwickelte sich zum Wallfahrtsort. 898 verlieh König Zwentibold von Lothringen dem Kloster Markt-, Münz- und Zollrecht; südlich der Klostermauern entstanden Naturalsammelmarkt und Siedlung. Zwischen 1105 und 1115 wurde das Kloster in ein Stift mit bis zu 30 Kanonikaten umgewandelt. 1167 entstand das Romanische Haus als Wohnhaus des Scholastikers an der nördlichen Immunitätsgrenze des Stiftes. Laut baukunst-nrw entstand der Vorgängerbau der heutigen Stiftskirche bereits nach 844; der heutige Bau des 12. Jahrhunderts folgte nach Brandzerstörung der älteren Kirche.
Im 12. Jahrhundert wurde das Kloster in ein Stift umgewandelt. Die weltliche Siedlung erscheint 1112 als villa, 1197 als regium forum und 1299 als oppidum. 1265 kam Münstereifel in den Besitz der Herren von Bergheim, 1312 an die Hauptlinie des Jülicher Herrscherhauses; 1317 wird die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadtbefestigung wurde laut baukunst-nrw ab dem Ende des 13. Jahrhunderts durch die Grafen von Jülich errichtet und misst etwa 1,6 Kilometer Länge; seit 1956 wird sie restauriert. Münstereifel wurde Mithauptstadt des Herzogtums Jülich und Tuchhandelsstadt: 1339 erlaubte Markgraf Wilhelm I. von Jülich den Wollwebern Tuche nach Kölner Maßstäben, 1422 verlieh Herzog Reinald vier Fernhandelsmessen, 1454 folgte die Ratsverfassung. Nach dem Zusammenbruch des Fernhandels um 1600 erfolgte die gezielte Ansiedlung katholischer Orden (Kapuziner 1618, Jesuiten 1625, Karmelitessen 1657). 1794 besetzte das französische Revolutionsheer das linke Rheinufer; Münstereifel verlor den Status als Mithauptstadt und wurde Bürgermeisterei im Kanton Rheinbach. 1803 wurden Stift und Klöster aufgelöst. 1856 erhielt Münstereifel laut Rheinischem Städteatlas die Rheinische Städteordnung. Ab dem späten 19. Jahrhundert entwickelte sich der Fremdenverkehr; 1881 gründete man einen Verschönerungsverein, der sich 1890 dem Eifelverein anschloss. 1926 wurde Münstereifel Kneippkurort; 1928/29 folgten Grundsteinlegung und Eröffnung des Kneipp-Kurhauses. Am 1. Juli 1969 entstand durch die kommunale Neugliederung die Großgemeinde Stadt Bad Münstereifel mit 57 Ortsteilen und Wohnplätzen. Laut Stadtchronik war die Wiederherstellung der Stiftskirche 1890 abgeschlossen, nachdem 1872 der nordwestliche Flankenturm eingestürzt war. 1171 wurde erstmals das Münstereifeler Schöffenkolleg erwähnt; ab 1197 übte es die Marktgerichtsbarkeit aus. 1344 wurden Münstereifeler Tuche in Köln erstmals als Qualitätstuche erwähnt. 1469 erhielt die Stadt zusätzlich einen Wochenmarkt. 1487 bestätigte der Herzog die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft. 1618 siedelten sich die Kapuziner mit Kloster und Tuchmanufaktur an; 1625 holte der Stadtrat die Jesuiten zur Gründung des St.-Michael-Gymnasiums. 1657 kamen die Karmelitessen; 1659–1668 entstand die Jesuitenkirche, die 1670 konsekriert wurde. 1836 brannte die Michaelskapelle auf dem Michelsberg ab und wurde 1857–1860 wieder aufgebaut. Der Eifelverein Ortsgruppe Bad Münstereifel beschreibt die Ummauerung Ende des 13. und in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts unter den Herzögen von Jülich als Tal-Feste „Moenstere in der Eyffelen“ gegenüber dem Erzbistum Köln und zitiert Renard („Rheinische Städtebilder“), wonach Bad Münstereifel „das klarste und besterhaltene, freilich auch einzige Beispiel von systematischer Abmauerung eines ganzen Talabschnittes“ in Deutschland sei. Die 1,6 km lange Stadtmauer gilt laut Eifelverein mit vier Stadttoren sowie insgesamt 20 Eckbastionen, Mauertürmen und befestigten Erft-Durchlässen als besterhaltene in NRW; die Burg als Bestandteil der Ringmauer wird 1317 erstmals urkundlich erwähnt und 1689 durch Truppen Ludwigs XIV. zerstört.
| Jahr | Titel | Beschreibung |
|---|---|---|
| um 830 | Klostergründung Neumünster | Abt Marquard von Prüm gründete das Tochterkloster „Neumünster“, aus dem sich Siedlung und Ortsname Münstereifel entwickelten. |
| 844 | Überführung der Reliquien Chrysanthus und Daria | Die Gebeine des römischen Märtyrerehepaares wurden in das Kloster gebracht; Münstereifel wurde Wallfahrtsort. |
| 898 | Markt-, Münz- und Zollrecht | König Zwentibold von Lothringen verlieh dem Kloster Markt-, Münz- und Zollrecht; vor den Klostertoren entwickelte sich ein Naturalsammelmarkt. |
| 1299 | Erste Erwähnung als Stadt | Münstereifel wird erstmals als „oppidum“ im Sinne einer befestigten Stadt genannt; 1999 feierte die Stadt den 700. Jahrestag dieser Erwähnung. Laut KuLaDig sind Errichtung der Burganlage und die Ummauerung 1299 urkundlich belegt. |
| 1454 | Ratsverfassung durch den Herzog von Jülich | Am 10. November 1454 erhielt Münstereifel eine Ratsverfassung mit sieben Schöffen und sieben Ratsfreunden; aus dem Gremium wurde jährlich der Bürgermeister gewählt. |
| 1689 | Zerstörung der Burg | Abziehende französische Truppen zerstörten am 21. April 1689 die Münstereifeler Burg; die Ruine diente zeitweilig als Steinbruch. |
| 1890 | Bahnanschluss Euskirchen–Münstereifel | Mit dem Bau der Stichbahn erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz und eine wesentliche Voraussetzung für den Fremdenverkehr. |
| 1926 | Kneippkurort | Münstereifel wurde zur Zentrale der Kneipp’schen Heilmethode in Westdeutschland erkoren und entwickelte sich zum Kneippkurort. |
| 1967–1974 | Bad-Titel und staatliches Kneipp-Heilbad | Am 10. Oktober 1967 erhielt die Stadt das Recht, den Titel „Bad“ Münstereifel zu führen; am 12. September 1974 folgte die staatliche Anerkennung als Kneipp-Heilbad. |
| 1969 | Kommunale Neugliederung | Im Zuge der Neugliederung des Kreises Euskirchen entstand die Großgemeinde Stadt Bad Münstereifel mit 57 Ortsteilen und Wohnplätzen. |
| 1167 | Bau des Romanischen Hauses | Das Romanische Haus wurde als Wohnhaus des Scholastikers an der nördlichen Immunitätsgrenze des Stiftes errichtet; seit 1975 beherbergt es das Heimatmuseum (Hürten-Museum). |
| 1422 | Vier Fernhandelsmessen | Herzog Reinald von Jülich-Geldern verlieh der Stadt zwei weitere Fernhandelsmärkte; damit verfügte Münstereifel über vier jahreszeitliche Fernhandelsmessen von jeweils vier Tagen Dauer. |
| 1476 | Gewandhaus der Tuchmacher | Das spätere gotische Rathaus wird erstmals als Gewandhaus der Münstereifeler Tuchmacher erwähnt; 1550/51 folgte der westliche Flügel mit Laubengang. |
| 1856 | Rheinische Städteordnung | Laut Rheinischem Städteatlas des LVR erhielt Münstereifel 1856 die Rheinische Städteordnung. |
| 1926 | Kneippkurort und Kneippvereins-Ortsgruppe | Münstereifel wurde zur Zentrale der Kneipp’schen Heilmethode in Westdeutschland erkoren. Am 6. November 1926 wurde laut Kneipp-Verein eine Ortsgruppe mit 100 Mitgliedern gegründet; 1928/29 folgten Grundsteinlegung und Eröffnung des Kneipp-Kurhauses. |
| 2014 | Eröffnung des City Outlet | Das City Outlet Bad Münstereifel wurde feierlich eröffnet und trug laut Stadtchronik wesentlich zur Revitalisierung des Stadtkerns bei. |
| Ende 13. Jh. / 1. Hälfte 14. Jh. | Bau der Stadtbefestigung unter den Grafen von Jülich | Laut baukunst-nrw wurde die Stadtbefestigung ab dem Ende des 13. Jahrhunderts errichtet und umschließt den historischen Stadtkern auf etwa 1,6 Kilometer Länge. Jahrringuntersuchungen von Balken aus zwei Stadttoren weisen laut KuLaDig in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts; die namentliche Erstnennung der Stadttore ist für die 1470er-Jahre belegt. |
| 1818 | Hochwasser und Abriss der Oberen Schoßpforte oberhalb der Bögen | Nach dem Hochwasser von 1818 musste laut KuLaDig die Obere Schoßpforte bis auf die Bögen abgerissen werden; Wehrgang und Werksturm gingen verloren. |
| 1956 | Astropeiler Stockert | Auf dem Stockert bei Bad Münstereifel-Eschweiler wurde laut Stadtangabe und Astropeiler Stockert e. V. eine vollbewegliche 25-Meter-Parabolantenne errichtet; die Anlage gilt als erstes frei bewegliches Radioteleskop Deutschlands und ist heute im Besitz der NRW-Stiftung. |
| 1966 | Entdeckung der römischen Kalkbrennerei Iversheim | Beim Bau einer Wasserleitung wurden die Brennöfen entdeckt; seitdem sind laut Stadtangabe sechs erhaltene Brennöfen ausgegraben und dokumentiert worden. Seit 2021 gehört die Anlage zum UNESCO-Welterbe Niedergermanischer Limes. Laut Stadtportrait zu den Persönlichkeiten entdeckte Toni Hürten unter anderem die römische Kalkbrennerei Iversheim. |
| 12. Mai 1971 | Einweihung des Radioteleskops Effelsberg | Das Max-Planck-Institut für Radioastronomie weiht das 100-Meter-Radioteleskop in Bad Münstereifel-Effelsberg ein; die volle Inbetriebnahme folgte 1972. Es zählt zu den beiden größten vollbeweglichen Radioteleskopen der Erde. |
| 1982 | Stadtbefestigung als Baudenkmal | Die mittelalterliche Stadtmauer mit vier Stadttoren, weiteren Wehrtürmen und zwei Wassertoren ist laut KuLaDig seit 1982 eingetragenes Baudenkmal; Bad Münstereifel ist zudem geschützter Denkmalbereich. |
| 1878 | Kulturkampf und Abzug der Salvatorschwestern | Im Zuge des Kulturkampfes mussten die St.-Salvatorschwestern am 4. April 1878 Münstereifel verlassen; Mutter Ursula Scheeben wandte sich mit den Schwestern und zwanzig Schülerinnen nach Roermond in den Niederlanden. |
| 1872–1890 | Einsturz und Wiederherstellung der Stiftskirche | Laut Stadtchronik stürzte 1872 der nordwestliche Flankenturm der Stiftskirche ein; 1890 war die Wiederherstellung der Kirche aus dem 12. Jahrhundert abgeschlossen, einschließlich Neuerrichtung des Turms und des Emporengebäudes über der Vorhalle. |
| 1881 | Gründung des Verschönerungsvereins | Laut Stadtchronik gründete man 1881 einen Verschönerungsverein, der sich 1890 dem Eifelverein anschloss und die Weichen für den Fremdenverkehr als Haupterwerbszweig stellte. |
| 1894–1899 | Erzbischöfliches Knabenkonvikt Collegium Josephinum | 1894 wurde anlässlich der 1050. Jahrfeier der Reliquienübertragung der Schrein zur Grundsteinlegung des Erzbischöflichen Konvikts an der Trierer Straße getragen; 1899 wurde das Knabenkonvikt „Collegium Josephinum“ vor den Toren der Stadt bezogen. |
| 1821–1930 | Rathausverkauf, Rückkauf und Wiederherstellung | Laut Stadtangabe zur historischen Altstadt wurde das baufällige gotische Rathaus 1821 auf Abbruch an eine Bierbrauerfamilie verkauft und als Bier- und Malzlager genutzt; 1904 kaufte die Stadt das Haus zurück, ab 1930 diente es wieder als Rathaus. |
| 26. Februar 1928 | Grundsteinlegung des Kneipp-Kurhauses | Laut Stadtportrait zu Dr. Louise Greve zählte Kurarzt Dr. Adolf Greve bei der Grundsteinlegung des städtischen Kneipp-Kurhauses am 26. Februar 1928 zu den Honoratioren; 1929 wurde das Kurhaus eröffnet. |
| 1918 | Sühnekreuz auf dem Radberg | Laut Stadtchronik wurde 1918 auf dem 432 m hohen Radberg östlich der Kernstadt ein Granitkreuz als Zeichen der Sühne und Mahnung nach dem Ersten Weltkrieg errichtet; 1939 musste es Flakstellungen weichen und wurde 1955 wieder aufgerichtet. |
| 1907 | Durchbruch eines Tors in der Langenhecke | Laut Stadtchronik wurde 1907 in die Stadtmauer an der Langenhecke ein Tor gebrochen; die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Langenhecke ist für 1475 erstmals erwähnt und besaß nach Fertigstellung der Stadtmauer um 1350 von Norden her keinen Zugang. |
| 1984 | Wiederherstellung des Überzimmers am Heisterbacher Tor | Laut Stadtangabe zur historischen Altstadt wurde 1984 das Überzimmer für den historischen Wehrgang am Heisterbacher Tor wiederhergestellt; seit 1984 ist die Burg zudem in privater Hand. |
| 20. Oktober 1911 | Besuch Kaiser Wilhelms II. | Laut Stadtportrait zu Josef Jenniches berichtete der Zeitzeuge vom Besuch Kaiser Wilhelms II. am 20. Oktober 1911 in Münstereifel. |
| 1171 | Erste Erwähnung des Schöffenkollegs | Laut Stadtchronik wurde 1171 erstmals das Münstereifeler Schöffenkolleg erwähnt; ab 1197 übte es die Marktgerichtsbarkeit aus, aus der sich später der Stadtrat entwickelte. |
| 1344–1411 | Zunftrechte der Handwerke | 1344 wurden Münstereifeler Tuche in Köln erstmals als Qualitätstuche erwähnt. 1346 erhielten die Schuster, 1395 Schneider und Tuchscherer und 1411 die Wollweber ihre Zunftgerechtsame von den Jülicher Herren. |
| 1469 | Verleihung des Wochenmarkts | Der Herzog von Jülich verlieh seiner Stadt Münstereifel zusätzlich zu den vier Jahrmärkten einen Wochenmarkt; die Jahrmärkte als Messen waren von überregionaler Bedeutung. |
| 1487 | Urkundliche Bestätigung der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft | Der Herzog von Jülich bestätigte die bereits seit Generationen bestehende Bruderschaft urkundlich und verlieh Satzung sowie eine Schießbahn im westlichen Wallgraben. |
| 1618 | Ansiedlung der Kapuziner | Die Kapuziner siedelten sich in Münstereifel an, gründeten ein Kloster und eine Tuchmanufaktur, mit der sie die Klöster ihrer rheinischen Ordensprovinz mit Wolltuchen versorgten. |
| 1625 | Jesuiten und Gründung des St.-Michael-Gymnasiums | Der Stadtrat holte gezielt die Jesuiten nach Münstereifel; sie gründeten das St.-Michael-Gymnasium. Die Schüler sollten sich in privaten Quartieren einmieten und so eine Einnahmequelle für die Bürger erschließen. |
| 1657–1670 | Karmelitessen und Jesuitenkirche | 1657 ließen sich die Karmelitessen nieder und unterhielten eine Armen-Apotheke. 1659–1668 wurde die Jesuitenkirche erbaut und 1670 konsekriert. |
| 1769/70 | Klosterbau der Karmelitessen | Die Karmelitessen errichteten ihren Klosterbau; das ehemalige Kloster beherbergt laut Stadtchronik heute die Grundschule und im straßenseitigen Bereich einen Teil der Stadtverwaltung. |
| 1836 / 1857–1860 | Brand und Wiederaufbau der Michaelskapelle | Die Kapelle auf dem Michelsberg brannte 1836 ab; 1857–1860 wurde sie laut Stadtchronik wieder aufgebaut. |
| 6./7. Juni 1997 | Eröffnung des Schwanen-Apotheken-Museums | Das Schwanen-Apotheken-Museum in der Werther Straße 13–15 wurde im Gebäude der historischen Schwanen-Apotheke eröffnet; von 1806 bis 1994 hatte die Familie Bresgen dort den Apothekenbetrieb geführt. |
| 1961 / 2006 | Handwebgemeinschaft und Handwebmuseum Rupperath | Robert A. Esser gründete 1961 die Werkgemeinschaft für Handwebkunst in Rupperath. 2006 wurde die Sammlung als Handwebmuseum wiedereröffnet; 2008 erhielt der Betreiberverein Alte Schule Rupperath e. V. den Ehrenamtspreis der Stadt. |
| 24. Januar 2019 | Ehrenbürgerrecht für Heinz Georg Kramm (Heino) | Im Rahmen des Neujahrsempfangs verlieh Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian dem Sänger Heino das Ehrenbürgerrecht; der Stadtrat hatte den Beschluss am 20. November 2018 gefasst. |
| 17. September 1956 | Inbetriebnahme Astropeiler Stockert | Laut Stadtbericht zum 50-jährigen Jubiläum des Radioteleskops Effelsberg nahm am 17. September 1956 das erste Radioteleskop in Deutschland, der Astropeiler auf dem Stockert bei Eschweiler, seinen Betrieb auf. |
| 28. April 1971 | Besuch von Ministerpräsident Heinz Kühn und König Baudouin | Wenige Tage vor der Einweihung des Radioteleskops Effelsberg besuchte laut Stadtangabe der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Heinz Kühn die Anlage und begrüßte König Baudouin der Belgier; beide trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Bad Münstereifel ein. |
| 1. August 1972 | Voller Messbetrieb Radioteleskop Effelsberg | Laut Stadtbericht zum 50-jährigen Jubiläum nahm das Radioteleskop Effelsberg ab dem 1. August 1972 den vollen Messbetrieb auf, nachdem es am 12. Mai 1971 nach rund dreieinhalbjähriger Bauzeit eingeweiht worden war. |
| 2007–2008 | LOFAR-Station Effelsberg | Laut Stadtseite Ortsteil Effelsberg ist seit 2007 auf dem Areal ein LOFAR-System in Betrieb, das mit anderen Radioteleskopen in Europa vernetzt ist. Der Stadtbericht zum 50-jährigen Jubiläum nennt die Erweiterung um das internationale Niederfrequenz-Netzwerk LOFAR für 2008; seither werden in Effelsberg laut Stadtangabe zwei Radioteleskope betrieben. |
| 15. Juli 2023 | Einweihung der Erft-Freitreppe | Zum zweiten Jahrestag der Jahrhundertflut weihte Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian laut Stadtseite die Freitreppe an der Erft feierlich ein. Die Treppe mit integrierten Foto-Pflastersteinen des Kölner Fotografen Joachim Rieger markiert die Stelle, an der Wassermassen und Trümmer ein großes Loch in die Erftmauer gerissen hatten; mobile Schotts sichern den Hochwasserschutz. |
| 1955 | Niederlassung der Rechtspflegerschule | Laut Stadtseite zur heutigen Hochschule der Justiz NRW ließ sich die Rechtspflegerschule bereits 1955 in Bad Münstereifel nieder; daraus ging 1976 die Fachhochschule für Rechtspflege bzw. die heutige Hochschule der Justiz Nordrhein-Westfalen hervor. |
| 1976 | Fachhochschule für Rechtspflege / Hochschule der Justiz NRW | Die Hochschule der Justiz Nordrhein-Westfalen besteht laut Stadtangabe seit 1976 als Fachhochschule für den öffentlichen Dienst mit Standort Schleidtalstraße 3 und Tagungsbereich in der Hermann-Pünder-Straße 2 in Bad Münstereifel. |
| 1592–1594 | Mädchenschule Zum Salvator durch Margarethe Linnerie | Laut Stadtportrait begann Margarethe Linnerie ab 1592 im elterlichen Haus Unterricht für die weibliche Jugend und gab der Einrichtung den Namen „Zum Salvator“; 1594 legte sie öffentlich in der Stiftskirche das Gelübde der Keuschheit ab. Am 19. Februar 1649 bestätigte Kurfürst Wolfgang Wilhelm die Mädchenschule urkundlich als klösterliche Anstalt unter Aufsicht der Jesuiten. |
| 1222 | Erste Erwähnung der Kirche Effelsberg | Laut Stadtseite Ortsteil Effelsberg wird die Kirche 1222 im Kommentar zum Prümer Urbar erstmals erwähnt; sie war bis 1694 Filiale von St. Martin in Kirchsahr. |
| 1881–1883 | Neubau der Pfarrkirche St. Stephanus in Effelsberg | Laut Stadtseite Ortsteil Effelsberg stammt der Kirchenneubau aus den Jahren 1881–1883; der Vorgängerbau auf dem Friedhofsareal wurde 1886 abgerissen. Festtag der Pfarrkirche St. Stephanus ist der 26. Dezember. |
| 1278 | Erste Erwähnung der Burg Arloff | Laut Stadtseite Ortsteil Arloff wird die Burg 1278 erstmals erwähnt und unterstand dem Jülicher Herzog; in Arloff bestanden zugleich kurkölnisches und jülichsches Gericht. |
| 1954 | Entdeckung spätgotischer Wandmalereien in der Hubertuskapelle Arloff | Laut Stadtseite Ortsteil Arloff stammen bedeutende Reste spätgotischer Wandmalereien in der Hubertuskapelle aus dem 15. Jahrhundert und wurden bei Restaurierungsmaßnahmen 1954 entdeckt; in der Kapelle hinterließen Jakobspilger Zeichen auf dem Weg nach Santiago de Compostela. |