Stadt-Infos Zülpich – Region Eifel

Zülpich – Stadt-Infos

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Wissenswertes über den Ort

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Gründung und Alter

Zülpich geht auf die römische Siedlung Tolbiacum zurück, die am Kreuzungspunkt wichtiger Fernstraßen lag. Die schriftliche Erstnennung fällt in das Jahr 70 n. Chr. Bei Tacitus. Im Frühmittelalter erscheint der Ort in den Quellen unter wechselnden Namensformen und Bezeichnungen wie civitas und castrum; die heutige Gesamtstadt entstand wesentlich durch die kommunale Neugliederung zum 1. Juli 1969. Der Zülpicher Geschichtsverein betont zudem eine nahezu 2000-jährige Siedlungskontinuität im Stadtgebiet; die ältesten römischen Funde im Bereich des Markts datieren in die erste Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. Der Rheinische Städteatlas datiert die Entwicklung des stadtähnlichen vicus Tolbiacum seit der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. und die Befestigung mit einem Mauerring auf den Anfang des 4. Jahrhunderts. Die Pfarrkirche St. Peter ist für 848 bei Wandalbert von Prüm urkundlich belegt; der historische Kirchenbau wurde am Heiligabend 1944 weitgehend zerstört und in den 1950er Jahren nach Plänen von Karl Band wiedererrichtet. Zum Chlodwigjahr 1996 fanden laut KuLaDig Ausstellungen und auf Burg Langendorf ein internationales Historikerkolloquium statt; 1999 wurde nahe der Burg die Chlodwig-Stele von Ulrich Rückriem eingeweiht.

Eine klassische Gründungsurkunde ist nicht belegt. Die Siedlung entwickelte sich als offene Marktsiedlung (vicus Tolbiacum) an römischen Fernstraßen; ab dem 2. Jahrhundert ist eine Benefiziarierstation bezeugt. Die ursprünglich offene Siedlung wurde wahrscheinlich im 4. Jahrhundert teilweise befestigt. Laut Rheinischem Städteatlas begann die Stadtwerdung Mitte des 13. Jahrhunderts und war in den 1280er Jahren abgeschlossen; der 1275/79 begonnene Bau der ersten Stadtbefestigung wurde nach 1350 durch eine Mauer ersetzt. In französischer Zeit verlor Zülpich seine städtische Rechtsstellung und erlangte diese 1856 durch die Verleihung der Rheinischen Städteordnung wieder. Bedingt durch Stadtbrände und Kriegsfolgen sank die Bedeutung Zülpichs laut Rheinischem Städteatlas seit dem 17. Jahrhundert.

In römischer Zeit war Tolbiacum Vicus und Straßenknoten mit Badeanlage und Matronenverehrung. Fränkische Grabfelder und Königsnähe prägen das Frühmittelalter; 531 erscheint der Ort als civitas. Im selben Jahrhundert wird laut Zülpicher Geschichtsverein die Peterskirche auf dem Mühlenberg erstmals urkundlich erwähnt (848 n. Chr.); BauKunst NRW und der Seelsorgebereich Zülpich nennen als Beleg Wandalbert von Prüm. Im Hoch- und Spätmittelalter entwickelte sich eine befestigte Stadt; die sichtbare Stadtbefestigung stammt überwiegend aus dem 14. Jahrhundert und steht teilweise auf römischen Fundamenten. Die Kurkölnische Landesburg auf dem Mühlenberg wurde nach Einlösung eines Pfands unter Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden nach 1369 anstelle eines jülichischen Vorgängerbaus errichtet und zählt zu den letzten vier erhaltenen kurkölnischen Landesburgen des 14. Jahrhunderts im Rheinland. 1864 erfolgte der Eisenbahnanschluss an die Strecke Euskirchen–Düren. Am 1. Juli 1969 wurden die Stadt Zülpich und zahlreiche Umlandgemeinden zur neuen Stadt Zülpich zusammengeschlossen; der Rheinische Städteatlas fasst die kommunale Neugliederung als Zusammenschluss 1969/72. Heute umfasst die Stadt laut eigener Statistik die Kernstadt und 24 weitere Ortschaften; die städtische Ortsteilliste führt unter anderem Bessenich, Bürvenich, Dürscheven, Enzen, Füssenich, Geich, Hoven, Langendorf, Merzenich, Nemmenich, Rövenich, Sinzenich, Ülpenich, Weiler in der Ebene und Wichterich. Bis ins 19. Jahrhundert war laut Rheinischem Städteatlas neben Acker- und Viehwirtschaft auch der Weinbau von Belang. Die römischen Thermen wurden Ende der 1920er Jahre entdeckt und im darauffolgenden Jahrzehnt ausgegraben; als Museum der Badekultur wurden sie nach Neuaufbereitung öffentlich neu zugänglich gemacht. Die Martinskirche erhielt 1208 das Pastorat an die Abtei Steinfeld (Schenkung Graf Lothars von Ahr und Hochstaden) und blieb dort bis 1802. Nach dem neuen Mauerring um 1279 unter Erzbischof Sigfrid von Westerburg wurde die alte Kirche abgerissen und 1285 innerhalb der Stadtmauern wieder aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, brannte der Turm 1952 vollständig aus; heute dient das restaurierte Baudenkmal als Bürgerbegegnungsstätte. Laut Stadtführungsseite der Stadt wird die Schlacht bei Zülpich auf der nahegelegenen Wollersheimer Heide verortet; in Paris erinnert die Rue de Tolbiac an den lateinischen Ortsnamen.

Jahr Titel Beschreibung
70 n. Chr. Schriftliche Erstnennung als Tolbiacum Tacitus erwähnt Tolbiacum im Zusammenhang mit dem Bataveraufstand; der Beleg ist die früheste gesicherte schriftliche Nennung des Ortes.
2. Jahrhundert Benefiziarierstation Ab dem 2. Jahrhundert ist in Tolbiacum eine Benefiziarierstation, also ein militärischer Wachtposten an den Fernstraßen, belegt.
4. Jahrhundert Teilweise Befestigung der Siedlung Die ursprünglich offene Marktsiedlung wurde wahrscheinlich im 4. Jahrhundert teilweise befestigt; der vermutete Kastellbereich liegt auf dem Mühlenberg.
531 Bezeichnung als civitas In den merowingischen Quellen erscheint der Ort 531 als Tulbiacum und wird als civitas bezeichnet.
um 1275/79 Mittelalterliche Stadtbefestigung Im Zusammenhang mit der ersten mittelalterlichen Stadtbefestigung wird um 1275/79 unter Erzbischof Sifrid von Köln Bautätigkeit innerhalb der Mauern des Römerkastells bezeugt.
1864 Eisenbahnanschluss Zülpich erhielt 1864 Anschluss an die Eisenbahnstrecke Euskirchen–Düren und damit eine moderne Verkehrsanbindung im Bördenraum.
1. Juli 1969 Kommunale Neugliederung zur neuen Stadt Zülpich Zum 1. Juli 1969 wurden die bisherige Stadt Zülpich sowie unter anderem Weiler in der Ebene, Rövenich, Bessenich, Oberelvenich, Nemmenich, Dürscheven, Ülpenich, Enzen, Linzenich-Lövenich, Sinzenich, Merzenich und Langendorf zur Stadt Zülpich zusammengeschlossen.
2014 Landesgartenschau Zülpich Die NRW-Landesgartenschau 2014 machte den Seepark am Wassersportsee und den Park am Wallgraben zu zentralen Freizeit- und Tourismusflächen; sie zählte über 500.000 Besucher. Laut Berichterstattung der Wirtschaft Eifel war Zülpich die bis dahin kleinste Stadt, die jemals eine Landesgartenschau in NRW ausgerichtet hat.
1. Hälfte 1. Jahrhundert n. Chr. Älteste römische Funde am Markt Der Zülpicher Geschichtsverein datiert die ältesten römischen Funde im Bereich des Markts in die erste Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. und sieht darin frühe Belege der Siedlungskontinuität.
spätes 2. Jahrhundert Inbetriebnahme der römischen Thermen Die öffentliche Badeanlage von Tolbiacum wurde laut KuLaDig im späten 2. Jahrhundert in Betrieb genommen und mindestens bis ins frühe 4. Jahrhundert genutzt; sie gilt als besterhaltene Thermenanlage ihrer Art nördlich der Alpen.
848 Erste urkundliche Erwähnung der Peterskirche Laut Zülpicher Geschichtsverein wird die Peterskirche auf dem Mühlenberg im Jahr 848 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt. BauKunst NRW und der Seelsorgebereich Zülpich nennen als Beleg Wandalbert von Prüm.
925 Belagerung im Kontext Heinrichs I. Der Zülpicher Geschichtsverein nennt für 925 die erfolgreiche Belagerung des Großherzogs von Lothringen durch König Heinrich I., den ersten König aus sächsischem Geschlecht, als herausragendes Ereignis der Ortsgeschichte.
Mitte 13. Jahrhundert bis 1280er Jahre Stadtwerdung Zülpichs Nach dem Rheinischen Städteatlas begann die Stadtwerdung Mitte des 13. Jahrhunderts und war in den 1280er Jahren abgeschlossen.
um 1275/79 bzw. ab 1278 Mittelalterliche Stadtbefestigung Im Zusammenhang mit der ersten mittelalterlichen Stadtbefestigung wird um 1275/79 unter Erzbischof Sifrid von Köln Bautätigkeit innerhalb der Mauern des Römerkastells bezeugt. BauKunst NRW datiert den Bau der Wehranlagen ab 1278 unter Erzbischof Siegfried von Westerburg auf Fundamenten römischer Vorgängerbauten.
14. Jahrhundert Mauerring mit vier Stadttoren Die den Stadtkern umschließende mittelalterliche Mauer mit ihren vier Stadttoren wurde im 14. Jahrhundert errichtet; Zülpich gehört laut Geschichtsverein zu den wenigen Städten in NRW mit noch geschlossenem mittelalterlichem Mauerring.
1856 Verleihung der Rheinischen Städteordnung Nachdem Zülpich in französischer Zeit seine städtische Rechtsstellung verloren hatte, erlangte es diese 1856 durch die Verleihung der Rheinischen Städteordnung wieder.
1972 Städtepartnerschaft mit Blaye Aus einem 1970 von Schulleiter Dr. Theo Rohr initiierten Schüleraustausch entstand die Städtepartnerschaft mit Blaye in Frankreich, die 1972 von den Bürgermeistern Josef Peiffer und Gérard Grasilier beurkundet wurde.
2006/2007 Eröffnung Museum der Badekultur Architekturreste der Thermen und Teile der spätantiken Stadtmauer wurden im 2006/2007 eröffneten Museum „Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur“ integriert. museum-digital:rheinland nennt die Neuaufbereitung und Eröffnung des Museums der Badekultur für das Jahr 2008.
2024 Eröffnung Hubert-Salentin-Museum Am 30. September 2024 eröffnete in Zülpich das von der Manfred Vetter-Stiftung getragene Hubert-Salentin-Museum; es präsentiert die Salentin-Sammlung der Stiftung und die Sammlung der Stadt Zülpich.
Mitte 1. Jahrhundert n. Chr. Entwicklung des vicus Tolbiacum Laut Rheinischem Städteatlas entwickelte sich am Kreuzungspunkt wichtiger römischer Fernstraßen seit der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. der stadtähnliche Ort vicus Tolbiacum.
Anfang 4. Jahrhundert Mauerring um die Siedlung Der Rheinische Städteatlas datiert die Befestigung der Siedlung mit einem Mauerring auf den Anfang des 4. Jahrhunderts.
nach 1369 Neubau der Kurkölnischen Landesburg Nach Einlösung eines Pfands ließ Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden nach 1369 den jülichischen Vorgängerbau durch die heute sichtbare gotische Kastellburg ersetzen.
17. Jahrhundert Bedeutungsverlust durch Brände und Kriege Laut Rheinischem Städteatlas sank die Bedeutung Zülpichs seit dem 17. Jahrhundert bedingt durch Stadtbrände und Kriegsfolgen.
2003 Private Übernahme der Landesburg Private Investoren übernahmen 2003 die Kurkölnische Landesburg und restaurierten sie etappenweise; seither sind Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe sowie die Zülpicher Geschichtswerkstatt auf dem Burggelände angesiedelt.
2005 Premiere des Zülpicher Chlodwiglaufs Seit seiner Premiere 2005 ist der Zülpicher Chlodwiglauf laut Stadt ein fester Bestandteil im Sportkalender des Kreises Euskirchen; er zählt mit teilweise mehr als 1.500 Startern zu den teilnehmerstärksten Laufveranstaltungen der Region.
1602 Abschluss des Spicilegium in Tolbiacum Der Zülpicher Hochgerichtsschöffe, Ratsherr und zweimalige Bürgermeister Heinrich Rost beendete 1602 sein Manuskript „Spicilegium in Tolbiacum“, eine zentrale Quelle zur Rechts-, Wirtschafts- und Stadtgeschichte Zülpichs.
1454 Bau der Gasthauskapelle Die Gasthauskapelle wurde laut Seelsorgebereich Zülpich 1454 aus Buntsandstein erbaut und an das 1350 erstmals erwähnte erste Zülpicher Hospital für Arme, Krüppel und Blinde angebaut.
Ende der 1920er Jahre Entdeckung der römischen Thermen Laut museum-digital:rheinland wurden die römischen Thermen Ende der 1920er Jahre entdeckt und im darauffolgenden Jahrzehnt ausgegraben; zunächst blieben sie als Teil des Propsteimuseums weithin unbekannt.
24. Dezember 1944 Zerstörung der Pfarrkirche St. Peter Beim alliierten Bombenangriff am Heiligabend 1944 wurde die historische Pfarrkirche St. Peter laut BauKunst NRW und Seelsorgebereich Zülpich weitgehend bzw. vollständig zerstört; erhalten blieb die romanische Krypta.
1953–1957 Wiederaufbau und Weihe von St. Peter Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte der Wiederaufbau nach Plänen von Karl Band; die Grundsteinlegung fällt laut BauKunst NRW und Seelsorgebereich in das Jahr 1953, der Glockenturm war 1957 fertiggestellt und die Kirche wurde geweiht.
1670 Errichtung der Rochuskapelle Der Magistrat der Stadt Zülpich ließ 1670 laut Seelsorgebereich Zülpich die Kapelle zu Ehren des heiligen Rochus errichten, nachdem von 1666 bis 1669 in Zülpich 350 Menschen an der Pest gestorben waren.
1988 Städtepartnerschaft mit Elst Seit 1988 besteht laut Stadt Zülpich die Städtepartnerschaft mit dem niederländischen Ort Elst, der heute zur Gemeinde Overbetuwe gehört.
2014–2019 Beginn der Leuchtenden Gärten Das Lichterfest „Leuchtende Gärten“ findet laut Seepark Zülpich und Stadt bereits seit der Landesgartenschau 2014 statt; von 2014 bis 2019 wurde es im Park am Wallgraben von World of Lights inszeniert.
01.08.2017 Trägerwechsel der Stephanusschule Die Förderschule Stephanusschule wechselte laut Stadt Zülpich zum 1. August 2017 in die Trägerschaft des Kreises Euskirchen.
1208 Pastorat der Martinskirche an Abtei Steinfeld Graf Lothar von Ahr und Hochstaden schenkte 1208 das Pastorat über die Martinskirche der Abtei Steinfeld; es blieb dort bis 1802.
1285 Wiederaufbau der Martinskirche innerhalb der Stadtmauern Nachdem Erzbischof Sigfrid von Westerburg um 1279 einen neuen Mauerring anlegen ließ, wurde die alte Martinskirche abgerissen und 1285 innerhalb der Stadtmauern wieder aufgebaut.
1952 Turmbrand der Martinskirche Im Jahr 1952 brannte der Turm der Martinskirche vollständig aus; das Gebäude galt nach Kriegszerstörungen lange als dem Verfall preisgegeben und wurde später als restauriertes Denkmal wiederhergestellt.
14.–19.08.1978 Erste Kontakte zur finnischen Gemeinde Kangasala Stadtdirektor Wolfram Ander knüpfte beim Partnerschaftsseminar in Tampere erste Kontakte mit Kangasala; vorausgegangen war im Dezember 1977 ein Besuch finnischer Jugendleiter im Rahmen des Internationalen Jugendaustausches.
17.07.1993 / 18.06.1994 Städtepartnerschaft mit Kangasala Am 17. Juli 1993 fand der erste Akt der Verschwisterung in Kangasala statt; am 18. Juni 1994 wurde die Partnerschaft in Zülpich bestätigt.
1996 Chlodwigjahr in Zülpich Zum 1500-jährigen Gedenken an die sagenumwobene Schlacht bei Zülpich und die Taufe Chlodwigs fanden 1996 Ausstellungen und auf Burg Langendorf ein internationales Historikerkolloquium statt.
1999 Einweihung der Chlodwig-Stele von Ulrich Rückriem Manfred Vetter und Prof. Henrik Hanstein ließen zur Erinnerung an das Chlodwigjahr 1996 die über sieben Meter hohe Granit-Chlodwig-Stele von Ulrich Rückriem nahe Burg Langendorf anfertigen und 1999 einweihen.
18.12.2024 Spatenstich Hochwasserabschlag in den Wassersportsee Am 18. Dezember 2024 begannen die Bauarbeiten des Erftverbandes für einen Hochwasserabschlag vom Vlattener Bach zwischen Floren und Lövenich in den Wassersportsee mit rund 800.000 m³ Retentionsvolumen.

Wichtige Infos

Zülpich ist eine Stadt im Kreis Euskirchen mit römischer Siedlungskontinuität, mittelalterlichem Stadtkern und einer aus der kommunalen Neugliederung hervorgegangenen Gesamtstadt aus Kernstadt und zahlreichen Ortschaften. Touristisch positioniert sich die Stadt als Tor zur Eifel mit Schwerpunkt auf Geschichte, Kultur und Freizeit am Seepark. Der Zülpicher Geschichtsverein hebt hervor, dass Zülpich zu den wenigen Orten im Rheinland gehört, die seit fast 2000 Jahren durchgehend besiedelt sind. Die Kurkölnische Landesburg und die Römerthermen prägen das historische Stadtbild auf dem Mühlenberg. Als Schul- und Sozialstandort führt die Stadt ein Schulzentrum, Ortsteilgrundschulen, sieben Kindergärten in städtischer Trägerschaft und weitere soziale Angebote. Zur öffentlichen Kunst zählen die Rückriem-Skulpturen bei Burg Langendorf und der Skulpturengarten Marti Faber im Seepark. Die Martinskirche ist restauriertes Baudenkmal und Bürgerbegegnungsstätte; Tourist-Informationen gibt es in den Römerthermen und im Rathaus.

Zülpich liegt am Nordostabfall der Eifel in der nach dem Ort benannten fruchtbaren Zülpicher Börde im Kreis Euskirchen, Regierungsbezirk Köln, Nordrhein-Westfalen. Der Ort liegt an der historischen Kreuzung der römischen Fernstraßen Köln–Reims (teilweise heutige B 265) mit Abzweig Richtung Bonn (teilweise B 56) sowie Trier–Neuss (teilweise B 477). Die Stadt gibt als Koordinaten 50° 42′ N, 6° 39′ O an. Naturräumlich gehört die Zülpicher Börde zur Niederrheinischen Bucht; südlich begrenzen Ausläufer der Eifel die Bördelandschaft. Die Seepark-Anfahrt beschreibt die Erreichbarkeit über die A 1 (Abfahrt Euskirchen/Zülpich) und die A 61 (Abfahrt Erftstadt) sowie über die Bundesstraßen B 56n und B 265. Als römisches Tolbiacum lag der Ort laut Stadt an der Kreuzung der Fernstraßen von Köln nach Trier sowie von Bonn nach Aachen; die schnurgerade Straßenführung ist teilweise noch im Stadtbild ablesbar. Die Tourist-Information nennt als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren den Rad- und Wanderbahnhof Zülpich.

Die Landschaft ist durch die flachwellige, ackerbaulich geprägte Börde geprägt. Die Stadt selbst liegt auf einer höheren Eifelschotterfläche um den Mühlenberg; im weiteren Umfeld prägen Bördenflächen und die Nähe zum Nordabfall der Eifel das Bild. Die LEADER-Region Zülpicher Börde beschreibt eine nahezu ebene, überwiegend landwirtschaftlich genutzte Landschaft mit weitem Horizont; der Lössboden zählt zu den fruchtbarsten Böden und wird seit jeher ackerbaulich genutzt, schwerpunktmäßig mit Getreide, Zuckerrüben und Vertragsgemüse. Der Park am Wallgraben umfasst laut Seepark Zülpich rund fünf Hektar und verbindet mittelalterliche Stadtstruktur mit freier Landschaft. Die Tourist-Information beschreibt eine bis auf hügelige Eifelausläufer großteils flache Bördelandschaft mit Bachauen sowie Naturschutz- und Seepark. Die beiden stadtnahen Seen sind laut Stadt Überbleibsel des Braunkohlenbergbaus.

Die Stadt führt auf ihrer Website eigene Rubriken zu Wirtschaft und Gewerbe sowie eine stadteigene Stadtentwicklungsgesellschaft Zülpich (SEZ) für die Erschließung und Vermarktung von Baugrundstücken. Historisch war die Bördenlage mit guten Böden für Landwirtschaft bedeutsam; Weinbau ist für Zülpich bis ins 19. Jahrhundert belegt. In der Zülpicher Börde sind die heutigen Betriebe laut LEADER-Region im Durchschnitt mindestens 100 ha groß und überwiegend Ackerbaubetriebe; angebaut werden schwerpunktmäßig Getreide, Zuckerrüben und Vertragsgemüse, zunehmend auch Raps und Mais. 2024 berichtete die Stadt über konkrete Planungen zur Erweiterung des Gewerbegebiets „An der Römerallee“ um ein etwa 12 Hektar großes Areal an der B 265; Ziel war die Platzierung von Gewerbeflächen Ende 2026/Anfang 2027. Die Zülpicher Ausbildungs- und Studienbörse findet laut Stadt alle zwei Jahre im Wechsel mit der Ausbildungsbörse im Berufsbildungszentrum Euskirchen statt.

Touristisch ist Zülpich der Tourismusregion Eifel zugeordnet und wirbt als Tor zur Eifel mit Kultur, Erholung und Freizeit. Zentrale Anziehungspunkte sind die Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur sowie der Seepark Zülpich als Nachnutzung der Landesgartenschau 2014. Hinzu kommen die Kurkölnische Landesburg als Wahrzeichen und Zeitzeuge der Stadtgeschichte sowie das 2024 eröffnete Hubert-Salentin-Museum. Der Seepark beschreibt sich als Familien- und Freizeitstandort mit Sandstrand, Adventure-Golf, Flying-Fox-Park und ganzjährigen Veranstaltungen; die Anfahrt ist über A 1/A 61, Buslinie 810 und die Eifel-Bördebahn ausgewiesen. Während der Landesgartenschau 2014 verbuchten die Römerthermen laut Wirtschaft Eifel einen Besucherzuwachs von mehr als 80 Prozent von 10.600 auf 19.200 Besucher gegenüber 2013. Das Lichterfest „Leuchtende Gärten“ prägt seit 2014 zusätzlich den Park am Wallgraben bzw. zeitweise den Seepark. Informationen für Besucherinnen und Besucher erhalten laut Stadt die Tourist-Information in den Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur (Andreas-Broicher-Platz 1) sowie wochentags im Rathaus (Markt 21). Öffentliche Stadtführungen finden von Mai bis September jeden letzten Samstag im Monat um 11:00 Uhr am Marktplatz vor dem Rathaus statt (Teilnahme 5,00 €); Gruppenführungen organisiert die Stadt unter anderem zu Altstadt, Römerthermen, Seepark und Braunkohlenbergbau. Der Rad- und Wanderbahnhof Zülpich gilt als idealer Start- und Endpunkt für Touren. Die Tourist-Information verweist zudem auf Wasserburgen, Herrenhäuser und die Großskulpturen von Ulrich Rückriem sowie auf den Naturpark Rheinland und den Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel.

Die Stadt beschreibt sich als Kulturstadt mit historischem Flair. Sichtbare kulturhistorische Schwerpunkte sind die römischen Thermen, der mittelalterliche Stadtraum mit Mauerring und Toren, die Landesburg sowie Veranstaltungsangebote rund um Seepark und Innenstadt. Mit dem Hubert-Salentin-Museum ist zudem das Werk des in Zülpich geborenen Genremalers der Düsseldorfer Malerschule öffentlich zugänglich. Der Zülpicher Geschichtsverein betreibt gemeinsam mit der Stadt auf dem Burggelände die Zülpicher Geschichtswerkstatt und einen Infopunkt für Touristen. Die Bürgerbegegnungsstätte Martinskirche dient laut Stadt unter anderem Empfängen im Rahmen der Städtepartnerschaften. Im öffentlichen Raum prägen Skulpturen von Marti Faber das Stadtgebiet; im Seepark liegt der Skulpturengarten Marti Faber mit mehr als 70 Objekten als Alleinstellungsmerkmal unter den gartengestalterischen Ausstellungen der LAGA-Nachnutzung. Nahe Burg Langendorf stehen die Chlodwig-Stele (1999) und weitere Granitarbeiten Ulrich Rückriems unter dem Motto „Kunst auf dem Feld“. Die Martinskirche weist laut Stadt eine lange Tradition auf und war bereits vor der Jahrtausendwende geistiger Mittelpunkt der Mersburdensiedlung; heute wird sie als Bürgerbegegnungsstätte genutzt. Weiterbildung, musikalische Kurse, Stadtarchiv und Stadtbücherei ergänzen das kulturelle Angebot.

Herausragend sind die Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur mit originaler römischer Thermenanlage sowie der Seepark am Wassersportsee und der Park am Wallgraben entlang der historischen Stadtbebauung. Die denkmalgeschützte Stadtbefestigung mit Bachtor, Münstertor, Kölntor und Weiertor zählt zu den wenigen annähernd vollständig erhaltenen Anlagen im Rheinland; das Kölntor ist in seiner Gesamtstruktur einschließlich Vortor, Zwinger und Torturm erhalten. Die Kurkölnische Landesburg auf dem Mühlenberg gilt als Wahrzeichen der Stadt; BauKunst NRW beschreibt sie als schlichte gotische Backstein-Kastellburg mit rechteckigem Grundriss und Ecktürmen und zählt sie zu den letzten vier erhaltenen kurkölnischen Landesburgen des 14. Jahrhunderts im Rheinland. Weitere sichtbare Sakralbauten sind unter anderem die Gasthauskapelle von 1454, die Rochuskapelle von 1670 und die um 1810 in einen Turm der Stadtbefestigung eingebaute Marienkapelle zum Bildchen. Die Martinskirche ist als restauriertes Denkmal eines der wenigen aus ihrer Zeit erhaltenen Gebäude im Stadtkern. Bei Burg Langendorf markiert die über sieben Meter hohe Chlodwig-Stele von Ulrich Rückriem den spekulativ auf der Wollersheimer Heide verorteten Schlachtort; weitere Rückriem-Skulpturen bilden dort ein freies Stelenfeld. Der Skulpturengarten Marti Faber im Seepark umfasst mehr als 70 Objekte.

Zülpich verfügt über städtische Einrichtungen wie Bürgerbüro, Standesamt und Stadtbücherei. Die Stadtgliederung umfasst laut Statistik die Kernstadt und 24 weitere Ortschaften auf einer Fläche von 101 km². Die städtische Ortsteilliste nennt neben der Kernstadt unter anderem Bessenich, Bürvenich, Dürscheven, Enzen, Eppenich, Floren, Füssenich, Geich, Hoven, Juntersdorf, Langendorf, Linzenich, Lövenich, Lüssem, Merzenich, Mülheim, Nemmenich, Niederelvenich, Oberelvenich, Rövenich, Schwerfen, Sinzenich, Ülpenich, Virnich, Weiler in der Ebene und Wichterich. Am Wassersportsee bestehen laut Stadt unter anderem ein Wohnmobilhafen und kostenlose PKW-Stellplätze; der Seepark nennt rund 1.500 bis ca. 2.000 kostenfreie Parkplätze am Haupteingang. Die Stadt ist laut eigener Darstellung Trägerin von sieben Schulen und sieben Kindergärten; die Förderschule Stephanusschule liegt seit 2017 in Kreisträgerschaft. Als soziales Angebot nennt die Stadt unter anderem die Zülpicher Tafel und die Einrichtung SAJUS für Jugend und Sozialarbeit. Die Tourist-Information ist in den Römerthermen und im Rathaus ansprechbar. Das STADTRADELN findet 2026 laut Stadt zum fünften Mal vom 1. bis 21. September in Zülpich statt.

Die Zülpicher Börde wird als größte Wasserburgenlandschaft Europas beschrieben; zahlreiche Gutshöfe, Mühlen und Wasserburgen entstanden aus ehemaligen wehrhaften Hofanlagen entlang der Bachläufe. Fachwerkbauten und Backstein prägen das Erscheinungsbild vieler Ortsteile. Bei den Leuchtenden Gärten wird laut Stadt unter anderem der exklusive Zülpicher Weiertor-Wein angeboten. Als Besonderheit der öffentlichen Kunst nennt die Stadt den Skulpturengarten Marti Faber im Seepark und die Rückriem-Skulpturen bei Langendorf.

  • Römische Siedlungskontinuität als Tolbiacum
  • Lage an historischen Fernstraßenkreuzungen
  • Tor zur Eifel in der Tourismusregion Eifel
  • Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur
  • Seepark Zülpich als Nachnutzung der Landesgartenschau 2014
  • Lage in der Zülpicher Börde
  • Gesamtstadt aus Kernstadt und 24 Ortschaften
  • Schlacht bei Zülpich 496/497 als überregional bedeutsames Ereignis
  • Geschlossener mittelalterlicher Mauerring mit vier Stadttoren
  • Kurkölnische Landesburg als Wahrzeichen
  • Hubert-Salentin-Museum und Geburtshaus des Genremalers
  • Städtepartnerschaften mit Blaye, Elst und Kangasala
  • Fruchtbare Lössbörde mit niederschlagsarmem Lee-Klima
  • Wallgraben-Park als Nachnutzung des Stadtgrabens
  • Zülpicher Chlodwiglauf seit 2005
  • Flying-Fox-Park und Sandstrand am Seepark
  • Eifel-Bördebahn und Autobahnanschluss A 1/A 61
  • Gewerbegebiet An der Römerallee
  • Zülpicher Geschichtswerkstatt auf dem Burggelände
  • Spicilegium in Tolbiacum des Heinrich Rost von 1602
  • Schulstandort mit Schulzentrum und Ortsteilgrundschulen
  • Sieben Kindergärten in städtischer Trägerschaft
  • Leuchtende Gärten seit der Landesgartenschau 2014
  • Gasthauskapelle von 1454 am historischen Hospital
  • Romanische Krypta und Wiederaufbau von St. Peter
  • Städtepartnerschaft Elst seit 1988
  • Kleinste Stadt mit NRW-Landesgartenschau bis 2014
  • Park am Wallgraben mit rund fünf Hektar
  • Museumsbau von Architekt Markus Ernst
  • Rochuskapelle als Pestgedenken von 1670
  • Wassersportsee mit 85 ha Wasserfläche und bis zu 38 m Tiefe
  • Neffelsee als Naturschutzgebiet und Hochwasserrückhalt
  • Hochwasserabschlag Vlattener Bach in den Wassersportsee ab 2024
  • Tourist-Information in Römerthermen und Rathaus
  • Rad- und Wanderbahnhof Zülpich
  • Öffentliche Stadtführungen Mai bis September
  • Chlodwig-Stele und Rückriem-Skulpturenfeld bei Burg Langendorf
  • Skulpturengarten Marti Faber mit mehr als 70 Objekten im Seepark
  • Martinskirche als Bürgerbegegnungsstätte und restauriertes Denkmal
  • Städtepartnerschaft Kangasala seit 1993/1994
  • Seepark und Seen als Nachnutzung des Braunkohlenbergbaus
  • STADTRADELN seit mehreren Jahren in Zülpich
  • Rue de Tolbiac in Paris als Namenserinnerung an Tolbiacum
  • Lee-Klima mit besonders sonnigen Lagen laut Tourist-Information
  • Euskirchen
  • Düren
  • Köln
  • Bonn
  • Jülich
  • Nideggen
  • Heimbach
  • Nörvenich
  • Mechernich
  • Weilerswist
  • Erftstadt
  • Vettweiß

Spannende Ereignisse

Für Zülpich sind insbesondere die taciteische Erstnennung im Bataveraufstand, die Schlacht bei Zülpich im späten 5. Jahrhundert, die mittelalterliche Stadtwerdung und Befestigung, die kommunale Neugliederung 1969, die Landesgartenschau 2014 sowie die deutsch-französische Städtepartnerschaft mit Blaye gut belegt. Hinzu kommen kriegsgeschichtliche Zäsuren vom Dreißigjährigen Krieg bis zur amerikanischen Einnahme im März 1945, der Neubau der Kurkölnischen Landesburg nach 1369, die Etablierung des Chlodwiglaufs seit 2005, die Zerstörung und der Wiederaufbau von St. Peter, die Entdeckung der Thermen sowie die Städtepartnerschaft mit Elst seit 1988. Hinzu kommen das Chlodwigjahr 1996 mit Kolloquium und der Einweihung der Rückriem-Stele 1999, die finnische Städtepartnerschaft mit Kangasala 1993/1994, die Braunkohlen-Nachnutzung der Seen sowie der Spatenstich zum Hochwasserabschlag in den Wassersportsee im Dezember 2024.

Zeitraum Titel Kategorie Beschreibung Bedeutung
69/70 n. Chr. Nennung Tolbiacums im Bataveraufstand Geschichte Im Zuge des Bataveraufstands wird Tolbiacum bei Tacitus genannt; der Beleg verankert den Ort früh in der römischen Geschichtsschreibung Niedergermaniens. Die Erwähnung ist der älteste gesicherte Schriftbeleg für den Ort und belegt seine Lage im Agrippinensergebiet sowie seine Bedeutung an den Fernstraßen.
496/497 Schlacht bei Zülpich Politik Die Rheinfranken unter Sigibert von Köln errangen mit Unterstützung Chlodwigs I. einen Sieg über die Alemannen. Sigibert wurde dabei am Knie verwundet und erhielt den Beinamen der Lahme. Gregor von Tours überliefert zudem das Gelübde Chlodwigs zur Taufe im Falle des Sieges. Der Sieg schwächte die alemannische Expansion entscheidend; die Schlacht machte Zülpich zu einem festen Bezugspunkt der fränkischen und europäischen Erinnerungsgeschichte.
1864 Eisenbahnanschluss Euskirchen–Düren Wirtschaft Zülpich wurde an die Eisenbahnstrecke Euskirchen–Düren angeschlossen. Der Bahnanschluss band die Bördenstadt an die moderne Verkehrserschließung des 19. Jahrhunderts an und stärkte die regionale Anbindung.
1. Juli 1969 Bildung der neuen Stadt Zülpich Politik Im Rahmen der kommunalen Neugliederung des Landkreises Euskirchen wurden die bisherige Stadt Zülpich und zahlreiche Umlandgemeinden zu einer neuen Stadt Zülpich zusammengeschlossen. Damit entstand die heutige flächenmäßig große Gesamtstadt mit Kernstadt und vielen Ortschaften auf rund 101 km².
2014 Landesgartenschau Zülpich Kultur Die NRW-Landesgartenschau lief 180 Tage und zählte über 500.000 Besucher. Der Seepark am Wassersportsee und der Park am Wallgraben wurden zu zentralen Schau- und Freizeitflächen ausgebaut. Laut Wirtschaft Eifel war Zülpich die kleinste Stadt, die bis dahin eine Landesgartenschau in NRW ausgerichtet hatte; die Römerthermen verzeichneten einen Besucherzuwachs von mehr als 80 Prozent. Die Gartenschau steigerte die überregionale Bekanntheit Zülpichs und schuf mit dem Seepark eine dauerhafte touristische Infrastruktur.
612 Ost- und westfränkische Auseinandersetzung bei Enzen Politik Der Zülpicher Geschichtsverein nennt für die Merowingerzeit die ost- und westfränkische Auseinandersetzung des Jahres 612 am Schievelsberg bei Enzen als herausragendes Ereignis der Ortsgeschichte. Der Beleg zeigt die fortgesetzte strategische Bedeutung des Zülpicher Raums in den frühmittelalterlichen Machtkämpfen.
925 Belagerung im Jahr 925 Politik Laut Zülpicher Geschichtsverein gelang König Heinrich I. 925 die erfolgreiche Belagerung des Großherzogs von Lothringen im Zülpicher Zusammenhang. Das Ereignis reiht Zülpich in die Reichsgeschichte des 10. Jahrhunderts und die Konsolidierung der Herrschaft Heinrichs I. ein.
1275/79 bzw. ab 1278 Bau der mittelalterlichen Stadtbefestigung Geschichte Unter Erzbischof Siegfried von Westerburg begann der Bau der ersten mittelalterlichen Stadtbefestigung; die sichtbare Bausubstanz stammt überwiegend aus dem 14. Jahrhundert und steht teilweise auf römischen Fundamenten. Die Wehranlage prägt bis heute das Stadtbild und zählt zu den wenigen annähernd vollständig erhaltenen Stadtbefestigungen im Rheinland.
1856 Verleihung der Rheinischen Städteordnung Politik Nachdem Zülpich in französischer Zeit seine städtische Rechtsstellung verloren hatte, erlangte es 1856 durch die Verleihung der Rheinischen Städteordnung wieder städtische Rechte. Damit wurde die moderne kommunale Rechtsstellung der Stadt im 19. Jahrhundert wiederhergestellt.
März 1945 Amerikanische Einnahme Zülpichs Katastrophe Im Zuge der alliierten Offensive im Rheinland trat am 3. März 1945 eine Kampfgruppe der US-amerikanischen 9. Panzerdivision zum Angriff auf Zülpich an und traf dort kaum auf Widerstand; am 4. März fiel auch Euskirchen. Die Einnahme des Straßenknotenpunkts Zülpich war Teil des Vormarsches zum Rhein und zum Brückenkopf Remagen.
1972 Städtepartnerschaft Blaye–Zülpich Kultur Aus dem 1970 von Dr. Theo Rohr initiierten Schüleraustausch entstand die offizielle Städtepartnerschaft mit Blaye; sie wurde 1972 von Josef Peiffer und Gérard Grasilier beurkundet und 2023 mit Empfang und Baumpflanzung im Seepark erneuert. Die Partnerschaft ist bis heute ein zentrales Element der internationalen Städtebeziehungen Zülpichs und der deutsch-französischen Freundschaft vor Ort.
2006/2007 Eröffnung der Römerthermen als Museum Kultur Die freigelegten und konservierten Thermen sowie Teile der spätantiken Stadtmauer wurden im neu eröffneten Museum der Badekultur öffentlich zugänglich gemacht. Damit wurde die besterhaltene römische Thermenanlage nördlich der Alpen zum Kern eines bundesweit einmaligen Museumsstandorts.
30. September 2024 Eröffnung Hubert-Salentin-Museum Kultur Das von der Manfred Vetter-Stiftung getragene Museum gegenüber dem Geburtshaus Hubert Salentins wurde eröffnet und vereint die Stiftungs- und die städtische Gemäldesammlung. Damit erhielt der aus Zülpich stammende Genremaler der Düsseldorfer Malerschule einen dauerhaften musealen Standort in seiner Geburtsstadt.
nach 1369 Neubau der Kurkölnischen Landesburg Geschichte Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden ließ nach Einlösung des Pfands den jülichischen Vorgängerbau abreißen und die heute sichtbare gotische Kastellburg errichten. Die Anlage ist bis heute Wahrzeichen der Stadt und zählt zu den letzten vier erhaltenen kurkölnischen Landesburgen des 14. Jahrhunderts im Rheinland.
2005 Premiere des Zülpicher Chlodwiglaufs Kultur Der Zülpicher Chlodwiglauf wurde erstmals ausgetragen und entwickelte sich mit teilweise mehr als 1.500 Startern und Schulen aus dem Stadtgebiet zu einer der teilnehmerstärksten Laufveranstaltungen im Kreis Euskirchen. Der Lauf verbindet Sport, Schulbeteiligung und die Marke „Laufarena Römerstadt“ mit dem Seepark als Veranstaltungsort.
1602 Abschluss des Spicilegium in Tolbiacum Kultur Heinrich Rost, Hochgerichtsschöffe und zweimaliger Bürgermeister, beendete sein Manuskript zur Zülpicher Geschichte, Verfassung sowie Rechts- und Wirtschaftsgeschichte. Das Manuskript ist eine zentrale frühneuzeitliche Quelle zur Stadtgeschichte und wurde später durch Bernhard Wißmann ediert und kommentiert.
Dreißigjähriger Krieg und Pfälzischer Erbfolgekrieg Zerstörungen der Landesburg in der Frühen Neuzeit Katastrophe Laut BauKunst NRW verlor die Kurkölnische Landesburg nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg zunehmend an strategischer Bedeutung und verfiel. Die Kriegszerstörungen erklären den späteren Umbau der Burg zu Wohn-, Wirtschafts- und Fabrikzwecken sowie den heutigen Ruinenzustand der Wehranlage.
2006/2007 bzw. 2008 Eröffnung der Römerthermen als Museum Kultur Die freigelegten und konservierten Thermen sowie Teile der spätantiken Stadtmauer wurden im neu eröffneten Museum der Badekultur öffentlich zugänglich gemacht. KuLaDig nennt 2006/2007, museum-digital:rheinland die Eröffnung für 2008; der Neubau stammt von Markus Ernst. Damit wurde die besterhaltene römische Thermenanlage nördlich der Alpen zum Kern eines bundesweit einmaligen Museumsstandorts.
24. Dezember 1944 Zerstörung der Pfarrkirche St. Peter Katastrophe Beim alliierten Bombenangriff am Heiligabend 1944 wurde die historische Pfarrkirche St. Peter weitgehend zerstört; erhalten blieb die romanische Krypta. Der Verlust markiert eine der schwersten Kriegszerstörungen im historischen Stadtkern und führte zum Wiederaufbau der 1950er Jahre.
1953–1957 Wiederaufbau und Weihe von St. Peter Kultur Nach Plänen von Karl Band begann 1953 der Wiederaufbau; 1957 waren Glockenturm und Weihe abgeschlossen. Sanierungen folgten 2012/2013. Der Neubau verbindet den historischen Siedlungskern um Mühlenberg, Thermen und Landesburg mit der Nachkriegsarchitektur und sichert die römische Krypta.
Ende der 1920er und 1930er Jahre Entdeckung und Ausgrabung der Römerthermen Geschichte Die römischen Thermen wurden Ende der 1920er Jahre entdeckt und im folgenden Jahrzehnt ausgegraben; zunächst blieben sie Teil des Propsteimuseums. Die Freilegung schuf die Grundlage für den späteren Museumsstandort und die überregionale Wahrnehmung Zülpichs als Römerstadt.
1988 Städtepartnerschaft Elst–Zülpich Kultur Die Stadt Zülpich begründet die offizielle Partnerschaft mit dem niederländischen Ort Elst, der heute zur Gemeinde Overbetuwe gehört; gegenseitige Besuche und Vereinskontakte pflegen die Beziehung bis heute. Neben Blaye und Kangasala ist Elst eine der drei offiziellen Partnerstädte und ein fester Bestandteil der internationalen Städtebeziehungen.
1666–1670 Pestjahre und Bau der Rochuskapelle Katastrophe Von 1666 bis 1669 starben laut Seelsorgebereich Zülpich 350 Menschen an der Pest; 1670 ließ der Magistrat die Rochuskapelle errichten und gelobte einen jährlichen Bittgang. Die Kapelle ist ein bleibendes Zeugnis der frühneuzeitlichen Pestkatastrophe und der kommunalen Frömmigkeitsgeschichte.
seit 2014 Leuchtende Gärten als Dauerformat Kultur Aus der Landesgartenschau hervorgegangen, wurde das Lichterfest zunächst im Park am Wallgraben und später zeitweise im Seepark veranstaltet; World of Lights inszenierte die Ausgaben 2014–2019. Das Format verlängert die LAGA-Wirkung und verbindet Park am Wallgraben, Landesburg und Innenstadt als nächtliches Kulturangebot.
1996 Chlodwigjahr und Historikerkolloquium auf Burg Langendorf Kultur Zum Gedenken an die sagenumwobene Schlacht bei Zülpich und die Taufe Chlodwigs fanden 1996 Ausstellungen statt; auf Burg Langendorf nahe der Wollersheimer Heide tagte ein internationales Historikerkolloquium unter Gastgeberschaft von Manfred und Juliane Vetter. Das Chlodwigjahr stärkte die überregionale Erinnerungskultur und bereitete den Weg für die Chlodwig-Stele als bleibendes Kunst- und Geschichtszeichen.
1999 Einweihung der Chlodwig-Stele von Ulrich Rückriem Kultur Die von Manfred Vetter und Prof. Henrik Hanstein initiierte, über sieben Meter hohe Granitstele Ulrich Rückriems wurde nahe Burg Langendorf am spekulativen Schlachtort eingeweiht; später folgten weitere Skulpturen als Kunst auf dem Feld. Die Stele verbindet zeitgenössische Bildhauerei mit der fränkischen Erinnerungsgeschichte und macht Langendorf zu einem Anziehungspunkt für Kunst- und Kulturtourismus.
1993/1994 Städtepartnerschaft Zülpich–Kangasala Kultur Nach Kontakten Stadtdirektor Wolfram Ander 1978 wurde am 17. Juli 1993 in Kangasala der erste Verschwisterungsakt vollzogen und am 18. Juni 1994 in Zülpich bestätigt. Damit erhielt Zülpich neben Blaye und Elst eine dritte offizielle Partnerstadt in Finnland.
18. Dezember 2024 Spatenstich Hochwasserabschlag Wassersportsee Katastrophe Der Erftverband begann mit dem Bau eines Hochwasserabschlags vom Vlattener Bach zwischen Floren und Lövenich in den Wassersportsee; vorgesehen sind rund 800.000 m³ Retentionsvolumen auf etwa 83 ha Staufläche im Rahmen der Interkommunalen Hochwasserschutzkooperation Erft. Die Maßnahme soll nach den Erfahrungen des Juli-Hochwassers 2021 das Hochwasserrisiko am Rotbach und darüber hinaus mindern, ohne die Nutzung des Sportsees zu beeinträchtigen.
1285 und 1952 Wiederaufbau und Brandgeschichte der Martinskirche Geschichte 1285 wurde die Martinskirche innerhalb der neuen Stadtmauern wieder errichtet; nach schweren Kriegszerstörungen brannte 1952 der Turm vollständig aus, bevor das Bauwerk als restauriertes Denkmal und Bürgerbegegnungsstätte neu genutzt wurde. Die Martinskirche dokumentiert die mittelalterliche Stadtwerdung und die Wiedergewinnung eines zentralen Baudenkmals für das heutige Stadtleben.
seit Rekultivierung / LAGA 2014 Nachnutzung der Braunkohlenrestseen Wirtschaft Die stadtnahen Seen gingen aus dem Braunkohlenbergbau bzw. als Tagebaurestseen hervor; der Wassersportsee wurde zum Freizeitgewässer und Seepark, der Neffelsee zum Naturschutzgebiet und Hochwasserrückhalt. Die Umnutzung prägt Landschaft, Tourismus, Naturschutz und Hochwasserschutz der heutigen Stadt Zülpich.

Wichtige Menschen

Mit Zülpich eng verbunden sind Gestalten der fränkischen Geschichte um die Schlacht von 496/497, kurkölnische Bauherren der Stadtbefestigung und Landesburg, der Genremaler Hubert Salentin, der frühneuzeitliche Stadtchronist Heinrich Rost sowie kommunale Akteure von der Städtepartnerschaft bis zur heutigen Stadtspitze. Hinzu kommen der Architekt Markus Ernst, Bürgermeister Albert Bergmann als LAGA-Amtsinhaber und der frühe Kirchenchronist Wandalbert von Prüm. Weitere belegte Persönlichkeiten sind Stadtdirektor Wolfram Ander als Wegbereiter der Partnerschaft mit Kangasala, der Bildhauer Ulrich Rückriem, Unternehmer und Mäzen Manfred Vetter, Kunstauktionator Prof. Henrik Hanstein, die Bildhauerin Marti Faber sowie Theo Helmink als Elster Bürgermeister bei der Partnerschaftsgründung.

Name Rolle Lebensdaten Ortsbezug Relevanz
Sigibert von Köln Rheinfränkischer Kleinkönig um 500 wirkend; Beinamenbildung nach 496/497 Er kämpfte 496/497 bei Zülpich gegen die Alemannen und wurde dort am Knie verwundet. Durch die Verwundung erhielt er den Beinamen der Lahme; die Schlacht bei Zülpich ist ein zentrales Ereignis der rheinischen Frühgeschichte.
Chlodwig I. Salfränkischer König 466–511 Er unterstützte die Rheinfranken unter Sigibert in der Schlacht bei Zülpich gegen die Alemannen. Gregor von Tours verknüpft den Sieg mit dem Taufgelübde Chlodwigs; damit ist Zülpich in eine der wirkmächtigsten Erzählungen der fränkischen Christianisierung eingebunden.
Ulf Hürtgen Bürgermeister der Stadt Zülpich Er steht an der Spitze der Stadtverwaltung Zülpich und bildet mit dem allgemeinen Vertreter und dem Stadtkämmerer den Verwaltungsvorstand. Er repräsentierte die Stadt unter anderem bei Partnerschaftsbesuchen mit Blaye und bei der Eröffnung des Hubert-Salentin-Museums. Als amtierender Bürgermeister ist er die öffentlich belegte Spitze der kommunalen Selbstverwaltung der Stadt.
Heinrich I. Ostfränkischer bzw. römischer König Der Zülpicher Geschichtsverein verbindet ihn mit der erfolgreichen Belagerung des Großherzogs von Lothringen im Jahr 925 im Zülpicher Zusammenhang. Als erster König aus sächsischem Geschlecht steht er für die Einbindung Zülpichs in die Reichsgeschichte des 10. Jahrhunderts.
Siegfried von Westerburg Erzbischof von Köln / Bauherr der Stadtbefestigung Unter seiner Herrschaft wurden ab 1278 die mittelalterlichen Wehranlagen Zülpichs auf Fundamenten römischer Vorgängerbauten errichtet. Er ist der belegte Bauherr der Stadtbefestigung, die bis heute das Stadtbild prägt.
Hubert Salentin Genremaler der Düsseldorfer Malerschule 1822 Zülpich – 1910 Düsseldorf Er wurde 1822 in Zülpich geboren; sein restauriertes Geburtshaus liegt gegenüber dem 2024 eröffneten Hubert-Salentin-Museum. Die Stadt besitzt eine bedeutende Sammlung seiner Gemälde und pflegt sein Ehrengrab. Vom Nagelschmied zum bekannten Maler der Düsseldorfer Malerschule aufgestiegen, ist er die prominenteste künstlerische Persönlichkeit mit Geburtsort Zülpich; sein Werk wird seit 2024 museal vor Ort gezeigt.
Karl Band Architekt 1900–1995 Er entwarf das moderne Kirchengebäude von St. Peter in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Römerthermen auf dem Mühlenberg; der Wiederaufbau begann 1953 und führte 1957 zur Weihe. Sein Kirchenbau verbindet den historischen Siedlungskern um St. Peter mit der Architektur des 20. Jahrhunderts und sicherte den Standort über der romanischen Krypta.
Josef Zander Bürgermeister von Zülpich Als Amtsvorgänger setzte er sich dafür ein, dass der Stadt der Nachlass Hubert Salentins zufiel, und sorgte für das Ehrengrab des Malers; Bürgermeister Hürtgen verwies 2024 darauf, dass mit dem Salentin-Museum Zanders Traum Wirklichkeit geworden sei. Seine Initiative begründet die bis heute bestehende städtische Salentin-Sammlung und das museale Andenken in Zülpich.
Dr. Theo Rohr Schulleiter des Zülpicher Progymnasiums Auf seine Initiative reiste 1970 erstmals eine Schülergruppe nach Blaye; daraus entstand die Städtepartnerschaft. Er gilt als Initiator der deutsch-französischen Partnerschaftsbeziehung zwischen Zülpich und Blaye.
Josef Peiffer Bürgermeister von Zülpich Er beurkundete 1972 gemeinsam mit dem Blayer Bürgermeister Gérard Grasilier die Städtepartnerschaft. Als unterzeichnender Bürgermeister verankerte er die Partnerschaft institutionell.
Josef C. Rhiem Alt-Bürgermeister, Ehrenbürger und Ehrenbürgermeister Er nahm am Empfang zum 50-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Blaye im Seepark teil und wird von der Stadt als Ehrenbürger und Ehrenbürgermeister geführt. Seine Ehrentitel belegen eine langfristige kommunale Prägung der Stadt Zülpich.
Hans-Gerd Dick Stadthistoriker / Kulturreferent Er erläutert bei öffentlichen Führungen die Geschichte der kurkölnischen Landesburg und referierte zu Hubert Salentins Zülpicher Kinder- und Jugendtagen. Bei der Vorstellung des Wißmann-Buchs trat er für den Kreis-Geschichtsverein auf. Als öffentlich belegter Stadthistoriker vermittelt er die Ortsgeschichte an Einwohner und Besucher.
Friedrich III. von Saarwerden Erzbischof von Köln / Bauherr der Landesburg Nach Einlösung des Pfands ließ er nach 1369 den jülichischen Vorgängerbau durch die heute sichtbare Kurkölnische Landesburg ersetzen. Er ist der Bauherr der gotischen Kastellburg, die bis heute als Wahrzeichen Zülpichs gilt.
Heinrich Rost Hochgerichtsschöffe, Ratsherr und Bürgermeister; Verfasser des Spicilegium in Tolbiacum wohl spätestens 1538 – 12. Dezember 1602 Er war seit etwa 1585 Hochgerichtsschöffe in Zülpich und in den Amtsjahren 1585/86 sowie 1593/94 Bürgermeister; 1602 beendete er sein Manuskript zur Zülpicher Stadtgeschichte. Sein Spicilegium in Tolbiacum ist eine zentrale frühneuzeitliche Quelle zu Verfassung, Recht und Wirtschaftsleben der Stadt.
Bernhard Wißmann Historiker und Autor Er wertete über 17 Jahre den Urkundenbestand des Stadtarchivs Zülpich aus und legte mit „Neue Beiträge zur Geschichte Zülpichs von der Römerzeit bis zum Ende des Kurstaates“ die erste wissenschaftlichen Ansprüchen genügende mittelalterliche Stadtgeschichte vor; später edierte er Heinrich Rosts Spicilegium. Seine Arbeiten setzen laut Geschichtsverein des Kreises Euskirchen Maßstäbe für die künftige Erforschung der Zülpicher Stadtgeschichte.
Ottmar Voigt Wirtschaftsförderer der Stadt Zülpich Er begleitete gemeinsam mit Bürgermeister Ulf Hürtgen Ortstermine zur Erweiterung des Gewerbegebiets An der Römerallee und zu Förderperspektiven mit Landes- und Kreisebenen. Als öffentlich genannter Wirtschaftsförderer steht er für die aktuelle Gewerbe- und Flächenentwicklung der Stadt.
Albert Bergmann Bürgermeister der Stadt Zülpich Als amtierender Bürgermeister bewertete er 2014 den Abschluss der Landesgartenschau und hob hervor, dass Zülpich die kleinste Stadt sei, die jemals eine Landesgartenschau in NRW ausgerichtet habe. Er ist der öffentlich belegte kommunale Repräsentant der LAGA-Phase und der touristischen Neuausrichtung durch Seepark und Wallgraben.
Markus Ernst Architekt Er entwarf laut museum-digital:rheinland den modernen Museumsbau der Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur, der teilweise die Maße des römischen Originalbaus aufnimmt. Sein Bau gibt dem Thermenmuseum den architektonischen Rahmen und macht den Fundort seit der Neuaufbereitung weithin sichtbar.
Wandalbert von Prüm Benediktinermönch, Diakon, Theologe und Dichter Bei ihm findet sich laut BauKunst NRW und Seelsorgebereich Zülpich die erste urkundliche Erwähnung der Kirche St. Peter im Jahr 848. Sein Beleg verankert die Peterskirche auf dem Mühlenberg in der frühmittelalterlichen Schriftüberlieferung.
Silvia Wallraff Stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Zülpich Sie repräsentierte die Stadt unter anderem beim Empfang der Partnerstadt Elst in der Martinskirche und bei Gedenkfeiern in Overbetuwe/Driel. Als öffentlich belegte stellvertretende Bürgermeisterin steht sie für die Pflege der niederländischen Partnerschaft und der kommunalen Repräsentation.
Wolfram Ander Stadtdirektor der Stadt Zülpich Er knüpfte 1978 beim Partnerschaftsseminar in Tampere erste Kontakte zur finnischen Gemeinde Kangasala, aus denen die spätere Städtepartnerschaft hervorging. Als damaliger Stadtdirektor gilt er laut Amtsblatt der Stadt als Initiator der freundschaftlichen Beziehungen zu Kangasala.
Ulrich Rückriem Bildhauer geboren am 30.9.1938 Er schuf die 1999 eingeweihte Chlodwig-Stele bei Burg Langendorf und weitere Granit-Skulpturen, die Manfred Vetter unter dem Motto Kunst auf dem Feld aufstellen ließ. Als international bekannter Steinbildhauer prägt er mit dem Stelenfeld bei Langendorf die zeitgenössische Kunst im Stadtgebiet.
Manfred Vetter Unternehmer, Kunstmäzen und Burgherr auf Burg Langendorf Er war Gastgeber des Historikerkolloquiums 1996 auf Burg Langendorf, finanzierte die Chlodwig-Stele und weitere Rückriem-Skulpturen und steht hinter der Manfred Vetter-Stiftung, die das Hubert-Salentin-Museum trägt. Als Mäzen verbindet er Burg Langendorf, Chlodwig-Erinnerung, öffentliche Skulptur und das Salentin-Museum mit der Stadt Zülpich.
Prof. Henrik Hanstein Kunstauktionator und Mitstifter Gemeinsam mit Manfred Vetter regte er die Beauftragung Ulrich Rückriems für die Chlodwig-Stele zum Chlodwigjahr 1996 an. Als Berater und Mitstifter ist er an der Entstehung des Rückriem-Stelenfeldes bei Langendorf beteiligt.
Marti Faber Bildhauerin und Gestalterin Sie wohnt seit vielen Jahren in Zülpich, setzte Stahlskulpturen im Stadtgebiet und schuf im Seepark den Skulpturengarten Marti Faber mit mehr als 70 Objekten zur Landesgartenschau 2014 und danach. Ihr Skulpturengarten gilt laut Stadt als Alleinstellungsmerkmal unter den gartengestalterischen Ausstellungen und prägt den Seepark bis heute.
Theo Helmink Bürgermeister von Elst Er besiegelte 1988 gemeinsam mit Josef C. Rhiem die Städtepartnerschaft zwischen Elst und Zülpich. Als niederländischer Vertragspartner verankerte er die bis heute bestehende Partnerschaft institutionell.
Michael Höhn Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Zülpich Er nahm am Spatenstich zum Hochwasserabschlag in den Wassersportsee am 18. Dezember 2024 teil und gehört zum Verwaltungsvorstand der Stadt. Als öffentlich belegter allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters steht er für die kommunale Umsetzung des Hochwasserschutzes.
Graf Lothar von Ahr und Hochstaden Graf / Schenker des Pastorats der Martinskirche Er schenkte 1208 das Pastorat über die Martinskirche der Abtei Steinfeld. Die Schenkung verankert die Martinskirche früh in der kirchlichen Besitzgeschichte des Ortes.

Quellen

Quelle Herausgeber Belegt
Statistik & Daten | Stadt Zülpich Stadt Zülpich Bundesland, Kreis, Regierungsbezirk, Höhe, Fläche, Einwohnerzahl, Bevölkerungsdichte, PLZ, Vorwahl, Kennzeichen, Gemeindeschlüssel, Koordinaten, Stadtgliederung
Startseite | Stadt Zülpich Stadt Zülpich Tor zur Eifel, Tourismusregion Eifel, Bürgermeister Ulf Hürtgen, Kultur- und Freizeitbezüge, Seepark-Verweis
Rheinischer Städteatlas Zülpich. Teil 1: Siedlung LVR / Portal Rheinische Geschichte (Klaus Flink) Lage, Höhen, Römerstraßen, Tacitus-Erstnennung, Namensformen, vicus/civitas, Benefiziarierstation, Befestigung, Stadtwerdung, Weinbau, Städteordnung 1856, Eisenbahn 1864, Neugliederung 1969, Nachbarbezüge Köln/Bonn/Euskirchen/Düren
Zeittafel 496 LVR / Portal Rheinische Geschichte Schlacht bei Zülpich 496/497, Sigibert von Köln, Chlodwig I., Gregor von Tours
Sigibert von Köln LVR / Portal Rheinische Geschichte Biografischer Ortsbezug Sigiberts zur Schlacht bei Zülpich und Beiname der Lahme
Römerthermen Zülpich - Museum der Badekultur Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur Museum der Badekultur, 2000 Jahre Badekultur als Tourismus- und Kulturmerkmal
Römerthermen Zülpich - Museum der Badekultur Nordeifel Tourismus GmbH Beschreibung der römischen Thermen als besterhaltene Anlage ihrer Art nördlich der Alpen, Anbindung Bördebahn
Erfolgreichste LAGA im Rheinland Wirtschaft Eifel / Landesgartenschau Zülpich 2014 GmbH (Berichterstattung) Landesgartenschau 2014, 180 Tage, über 500.000 Besucher, kleinste LAGA-Stadt NRW, Bürgermeister Albert Bergmann, Seepark 20 ha, Park am Wallgraben, Thermen-Besucherzuwachs, Führungen und Tagesveranstaltungen, Nachnutzung Frühjahr 2015
EINWOHNERZAHLEN der Stadt Zülpich (Stand 31.12.2025) Stadt Zülpich Einwohnerzahlen 2022–2025 und Bevölkerungsentwicklung
Zülpich und seine Ortsteile | Stadt Zülpich Stadt Zülpich Liste der Ortsteile und Stadtgliederung
Städtepartnerschaften | Stadt Zülpich Stadt Zülpich Partnerstädte Blaye, Elst (Overbetuwe), Kangasala
Ein halbes Jahrhundert deutsch-französische Freundschaft Stadt Zülpich Partnerschaft Blaye 1972, Schüleraustausch 1970, Dr. Theo Rohr, Josef Peiffer, Gérard Grasilier, Josef C. Rhiem, Baumpflanzung Seepark 2023
Hubert Salentin-Museum in Zülpich eröffnet Stadt Zülpich Museumseröffnung 30.09.2024, Hubert Salentin, Josef Zander, Manfred Vetter-Stiftung
Führungen durch die Zülpicher Landesburg Stadt Zülpich Landesburg als Wahrzeichen, Hans-Gerd Dick als Stadthistoriker
Rheinischer Städteatlas Zülpich LVR Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte Geografische Lage, Höhen 162–182 m, vicus ab Mitte 1. Jh., Mauerring Anfang 4. Jh., Stadtwerdung 13. Jahrhundert, Befestigung 1275/79 und nach 1350, Weinbau, Stadtbrände und Bedeutungsverlust ab 17. Jh., Städteordnung 1856, Neugliederung 1969/72
Grundlagen unserer Arbeit Zülpicher Geschichtsverein e.V. Siedlungskontinuität, römische Funde, Peterskirche 848, Thermen, Straßenknoten, Ereignisse 496/612/925, Mauerring 14. Jahrhundert, Dreißigjähriger Krieg, amerikanische Einnahme März 1945, Nachbarbezüge Jülich/Billig
Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur KuLaDig / Landschaftsverband Rheinland Thermen späte 2. bis frühes 4. Jahrhundert, Museum 2006/2007, Mühlenberg, St. Peter mit Krypta und Karl Band, Landesburg, Wallgraben, besterhaltene Thermen nördlich der Alpen
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St. Peter Zülpich – Aus der Geschichte der Gemeinde Seelsorgebereich Zülpich / Erzbistum Köln St. Peter 848, Zerstörung 24.12.1944, Grundstein 1953, Krypta, Sanierung 2012/13, Kapuzinerkloster bis 1802
Gasthauskapelle Seelsorgebereich Zülpich Gasthauskapelle 1454, Hospital erstmals 1350, Ausstattung, Erwerb 1882
Rochus Kapelle Seelsorgebereich Zülpich Rochuskapelle 1670, Pest 1666–1669 mit 350 Toten, Bittgang, Ausstattung
Marienkapelle zum Bildchen Seelsorgebereich Zülpich Marienkapelle um 1810 im Turm der Stadtbefestigung, Eigentum der Stadt, Renovierung 2001
Kultur & Sport | Stadt Zülpich Stadt Zülpich Wassersportsee 85 ha und 38 m Tiefe, Eigentum Stadt, STADTRADELN 2026, Vereine, Stadtarchiv, Stadtbücherei, Martinskirche-Kulturangebot
Tourist-Information | Stadt Zülpich Stadt Zülpich Tourist-Info Römerthermen und Rathaus, Bördelandschaft Bachauen, Naturschutz- und Seepark, Ulrich Rückriem, Lee-Klima, Rad- und Wanderbahnhof, Naturpark-Verweise
Stadtführungen | Stadt Zülpich Stadt Zülpich Tolbiacum Straßenkreuzung, Wollersheimer Heide, Rue de Tolbiac, Braunkohlenseen, öffentliche Stadtführungen, Seepark als Tagebaurestsee, Hans-Gerd Dick
Kunst im öffentlichen Raum | Stadt Zülpich Stadt Zülpich Ulrich Rückriem, Chlodwig-Stele 1999, Chlodwigjahr 1996, Manfred Vetter, Henrik Hanstein, Kunst auf dem Feld, Marti Faber Skulpturengarten
Martinskirche | Stadt Zülpich Stadt Zülpich Martinskirche 1208 Steinfeld, Wiederaufbau 1285, WWII-Schäden, Turmbrand 1952, restauriertes Denkmal
Amtsblatt der Stadt Zülpich Nr. 03/2013 Stadt Zülpich Partnerschaft Kangasala 1978/1993/1994, Wolfram Ander, Partnerschaft Elst 1987/1988, Josef C. Rhiem, Theo Helmink, Overbetuwe 2001
Ein Meilenstein für Zülpich und darüber hinaus Stadt Zülpich Hochwasserabschlag Vlattener Bach, Spatenstich 18.12.2024, Retentionsvolumen 800.000 m³, Floren/Lövenich, Ottmar Voigt, Michael Höhn, Interkommunale Kooperation Erft
Neffelsee: Kontrollen sollen wilden Müll vermeiden Stadt Zülpich Neffelsee bei Füssenich als Naturschutzgebiet, Eigentum Erftverband, Hochwasserrückhalt Neffelbach, Nutzungsregeln
Naturschutzgebiet Neffelsee (EU-010) LANUV NRW / Naturschutzinformationen NRW NSG Neffelsee Fläche ca. 73 ha, Inkraft 1979/2008, Tagebaurestsee Braunkohle, Rastgebiet Wasser- und Watvögel
Chlodwig-Stele bei Zülpich KuLaDig / Landschaftsverband Rheinland Chlodwigjahr 1996, Kolloquium Burg Langendorf, Chlodwig-Stele 1999, Ulrich Rückriem, Wollersheimer Heide, Manfred Vetter, Henrik Hanstein