Stadt-Infos Hellenthal – Region Eifel

Hellenthal – Stadt-Infos

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Wissenswertes über den Ort

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Gründung und Alter

Das heutige Gemeindegebiet war über Jahrhunderte zwischen mehreren Herrschaften geteilt, insbesondere Reifferscheid und Wildenburg, mit Anteilen weiterer Herrschaften. Durch das Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden des ehemaligen Landkreises Schleiden vom 24. Juni 1969 entstand zum 1. Juli 1969 die Gemeinde Hellenthal aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Hellenthal, Hollerath, Udenbreth und Losheim; die kommunale Neugliederung der Jahre 1969 bis 1972 führte diese unter Einschluss weiterer Gebietsteile zur heutigen Gemeinde Hellenthal zusammen.

Nach der Geschichtsdarstellung der Gemeinde Hellenthal ließ die kommunale Neugliederung der Jahre 1969 bis 1972 die bisher im Amte verbundenen Gemeinden Hellenthal, Hollerath, Udenbreth und Losheim unter Einschluss des sogenannten Ländchens zur neuen Gemeinde Hellenthal zusammenfinden. Die Wappenseite der Gemeinde präzisiert, dass durch das Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden des ehemaligen Landkreises Schleiden vom 24. Juni 1969 die Gemeinde Hellenthal zum 1. Juli 1969 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Hellenthal, Hollerath, Udenbreth und Losheim entstanden ist.

Ein Steinbeil aus der Jungsteinzeit (4500–1700 v. Chr.), gefunden bei Büschem bei Reifferscheid, gibt nach der Gemeindegeschichte den ersten Hinweis auf den Aufenthalt von Menschen in vorgeschichtlicher Zeit; der größte Teil des heutigen Gemeindegebiets war in römischer Zeit unbesiedeltes Waldland. Keramik- und Eisenschlacken-Funde bei Hönningen und Wollenberg sowie Brandgräber bei Giescheid und Hellenthal bezeugen frühe Spuren. Um 920 errichtete Sibodo, ein Vorfahre der Grafen von Are, auf den Höhen Steinfelds eine Kirche; das Allodium Steinfeld umfasste später unter anderem die Herrschaften Reifferscheid und Wildenburg. Die Herren von Reifferscheid werden erstmals Ende des 12. Jahrhunderts genannt; um 1195 teilten die Brüder Gerhard und Philipp das Land in Reifferscheid und Wildenburg. Die Gemeinde stellt zur Burg Wildenburg fest, dass das unter Benutzung mittelalterlicher Reste von den Äbten aus Steinfeld im 18. Jahrhundert umgebaute Schloss schon 1190 erwähnt wurde, von 1414 bis 1639 im Besitz der Herren von Palandt war und im 18. Jahrhundert vom Kloster Steinfeld angekauft wurde. Der größte Teil des heutigen Gemeindegebietes gehörte bis zur französischen Besetzung 1794 zu den Herrschaften Reifferscheid und Wildenburg; daneben griffen die Herrschaften Schleiden, Kronenburg und Schönberg in das Gebiet ein. Mit dem Einmarsch französischer Truppen im Herbst 1794 endeten die mittelalterlichen Territorialherrschaften; Reifferscheid, Kronenburg und Schleiden wurden Kantonshauptorte mit unterstellten Mairien. Preußen übernahm das Gebiet 1819 und behielt die Verwaltungseinteilung weitgehend bei: Hellenthal, Hollerath und Udenbreth bildeten Bürgermeistereien, die später dem Kreis Schleiden zugehörten. Im 19. Jahrhundert entstanden Kunststraßen; 1884 wurde die Bahnlinie Kall–Hellenthal eröffnet. Vom Herbst 1944 bis Frühjahr 1945 lag das Gebiet in der Hauptkampflinie des Zweiten Weltkriegs. Die kommunale Neugliederung 1969–1972 schuf die heutige Gemeinde; mit Urkunde vom 8. Juli 1988 erhielt sie das Recht zur Führung ihres heutigen Wappens. Seit 1970 ist nach Unternehmensangaben die HOLTEC GmbH & Co. KG in der Gemeinde Hellenthal ansässig. Das Straßenverzeichnis der Gemeinde führt neben dem Hauptort unter anderem die Ortsteile Blumenthal, Hecken, Hollerath, Losheim, Miescheid, Ramscheid, Reifferscheid, Udenbreth, Wiesen, Wolfert und Zingscheid sowie zahlreiche weitere Weiler und Siedlungsnamen auf, darunter Dommersbach, Rescheid, Kehr, Wildenburg und Grube Wohlfahrt.

Jahr Titel Beschreibung
1438 Eisenhütten im Schleidener Tal urkundlich genannt Die Rechnung des Schleidener Wehrmeisters von 1438 nennt die Eisenhütten bzw. Hämmer zu Blumenthal, Kirschseiffen und Hellenthal.
1794 Ende der Territorialherrschaften unter französischer Besetzung Mit dem Einmarsch französischer Truppen im Herbst 1794 wurden die mittelalterlichen Territorialherrschaften im Gebiet der heutigen Gemeinde hinweggefegt und durch eine an der französischen Ordnung orientierte Verwaltung mit Kantonen und Mairien ersetzt.
1819 Übergang an Preußen Preußen übernahm das Gebiet 1819 nach einer kurzen Episode unter Mecklenburg-Strelitz und behielt die zuvor gebildete Verwaltungseinteilung weitgehend bei.
1884 Bahnlinie Kall–Hellenthal eröffnet 1884 wurde die Bahnlinie Kall–Hellenthal ihrer Bestimmung übergeben; nach der Gemeindegeschichte kam sie zu spät, um der bereits daniederliegenden Eisenindustrie neue Impulse zu geben.
1955–1959 Bau der Oleftalsperre Die Oleftalsperre wurde nach Angaben der Gemeinde und des Wasserverbands Eifel-Rur in den Jahren 1955 bis 1959 errichtet und 1959 in Betrieb genommen. Die Gemeinde beschreibt die Bauweise als Hohlzellenpfeiler-Konstruktion, die seinerzeit als fortschrittlich galt.
1969–1972 Kommunale Neugliederung zur heutigen Gemeinde Durch das Gesetz vom 24. Juni 1969 entstand zum 1. Juli 1969 die Gemeinde Hellenthal aus Hellenthal, Hollerath, Udenbreth und Losheim; in den Jahren 1969 bis 1972 wurden weitere Gebietsteile zur heutigen Gemeinde zusammengeführt.
2004 Eröffnung des Nationalparks Eifel Anfang 2004 öffnete der Nationalpark Eifel als erster Nationalpark Nordrhein-Westfalens und zugleich vierzehnter Nationalpark in Deutschland; die Gemeinde Hellenthal liegt mit rund 56 Hektar Fläche im Nationalpark. Das Großschutzgebiet umfasst nach Gemeindedarstellung etwa 110 Quadratkilometer.
1106 Erste urkundliche Erwähnung von Reifferscheid Nach Angaben der Gemeinde Hellenthal zur Burg Reifferscheid erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von Reifferscheid im Jahre 1106; die ältesten Bauteile der Burg stammen aus dem 12. bis 13. Jahrhundert.
um 1195 Teilung in Reifferscheid und Wildenburg Nach der Geschichtsdarstellung der Gemeinde teilten die Brüder Gerhard und Philipp um 1195 das Land: Gerhard behielt Reifferscheid mit Repräsentation beim Reich und Hochgericht; Philipp erhielt Wildenburg.
um 1520 Antonius-Kapelle in Hellenthal Nach der Sinndeutung des Gemeindewappens befand sich das Antoniuskreuz als Wahrzeichen Hellenthals unter anderem an der um 1520 erbauten Antonius-Kapelle in Hellenthal.
1669 Brand von Burg und Oberdorf Reifferscheid Am 23. Juni 1669 vernichtete ein Brand, den die Unvorsichtigkeit eines Soldaten auslöste, große Teile der Burg und des Oberdorfes Reifferscheid.
1897–1899 Jagdunfall und Einweihung der Waldkapelle Am 7. Mai 1897 verunglückte Graf Eduard von Briey bei einer Jagd im Hellenthaler Wald tödlich; die zu seinem Gedenken errichtete St.-Eduard-Kapelle (Waldkapelle) wurde am 6. Mai 1899 eingeweiht.
1938 Beginn des Westwall-Baus an der Westgrenze Nach der Gemeindedarstellung zum Westwall wurde 1938 zur verstärkten Befestigung der deutschen Westgrenze aufgerufen und der Bau des Westwalls begonnen; die Linie bestand unter anderem aus Höckerlinien und Bunkern.
1973 Erster Aussichtsturm am Weißen Stein Nach Angaben der Gemeinde zum Freizeitgebiet Weißer Stein wurde 1973 erstmals ein Aussichtsturm im Bereich der Freizeitanlage errichtet.
1988 Verleihung des Gemeindewappens Mit Urkunde des Regierungspräsidenten Köln vom 8. Juli 1988 wurde der Gemeinde Hellenthal das Recht zur Führung eines Wappens und Dienstsiegels verliehen.
2014 Neuer Aussichtsturm am Weißen Stein Ende 2014 wurde nach Angaben der Gemeinde am Freizeitgebiet Weißer Stein ein neuer 30 Meter hoher Aussichtsturm mit „Eifel Blick“ errichtet, erreichbar über 147 Stufen.
1190 Erwähnung der Wildenburg Nach der Gemeindeseite zur Burg Wildenburg wurde das unter Benutzung mittelalterlicher Reste von den Äbten aus Steinfeld im 18. Jahrhundert umgebaute Schloss schon 1190 erwähnt.
1260 Schriftzeugnis Hellindale im Steinfelder Urbar Nach Günter Breuer wird Hellindale 1260 in einem Steinfelder Urbar (Steuerverzeichnis) genannt; die Form gilt als frühes schriftliches Zeugnis für den Ortsnamen Hellenthal.
1414–1639 Wildenburg im Besitz der Herren von Palandt Nach Angaben der Gemeinde Hellenthal war die Wildenburg von 1414 bis 1639 im Besitz der Herren von Palandt und wurde im 18. Jahrhundert vom Kloster Steinfeld angekauft.
1600 Torwächterhaus an der Wildenburg An der Südseite der Vorburg der Wildenburg befindet sich nach Gemeindedarstellung das Torwächterhaus aus dem Jahr 1600 sowie ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude, das zu einem Wohnhaus umgebaut wurde.
1970 Gründung und Standort von HOLTEC in Hellenthal Nach Unternehmensangaben ist HOLTEC seit seiner Gründung 1970 in der Eifel-Gemeinde Hellenthal ansässig; am Standort Dommersbach liegen Entwicklung, Konstruktion, Produktion und Vertrieb auf rund 8.000 m² Produktionsfläche.
1986 Bronzetafel am südlichsten Punkt Nordrhein-Westfalens Nach der Gemeindeseite zum südlichsten Punkt wurde 1986 an einem Höcker des Westwalls bei Kehr eine Bronzetafel angebracht; Initiator war der damalige Regierungspräsident Antwerpes.
2021 Auszeichnung als Europaaktive Kommune Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen zeichnete 2021 die Gemeinde Hellenthal (Kreis Euskirchen) für vorbildliches Europa-Engagement als Europaaktive Kommune aus, unter anderem wegen des regen Kontakts zur belgischen Nachbargemeinde.
1999 Neubau des Grubenhauses am Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt Nach der Museen-Seite der Gemeinde Hellenthal wurde das Grubenhaus zur Grube Wohlfahrt 1999 neu erbaut; es beherbergt ein kleines Museum sowie einen Shop mit bergbauspezifischen Souvenirs. Der Naturpark Nordeifel nennt ebenfalls das 1999 neu erbaute Grubenhaus.

Wichtige Infos

Die Gemeinde Hellenthal bezeichnet sich als Nationalpark-Gemeinde und stellt Tradition und Fortschritt nebeneinander: Burgen und Kirchen, eine reizvolle Eifel-Landschaft und moderne Industrie. Auf rund 138 Quadratkilometern umfasst die Gemeinde nach eigener Darstellung nicht weniger als 61 Ortschaften und Weiler. Das Straßenverzeichnis nennt neben dem Hauptort unter anderem Blumenthal, Hecken, Hollerath, Losheim, Miescheid, Ramscheid, Reifferscheid, Udenbreth, Wiesen, Wolfert und Zingscheid sowie zahlreiche Weiler und Siedlungsnamen. Mit Urkunde vom 8. Juli 1988 führt sie ein Wappen, geteilt von Blau und Silber, oben mit silbernem Antoniuskreuz und unten mit dem Stammwappenbezug zu Reifferscheid. Auf dem Gemeindegebiet bei Kehr liegt nach Gemeindedarstellung zugleich der südlichste Punkt von Gemeinde, Kreis Euskirchen, Regierungsbezirk Köln und Land Nordrhein-Westfalen. Hellenthal liegt nach eigener Nationalpark-Darstellung mit rund 56 Hektar im Nationalpark Eifel und unterhält im Rathaus einen Nationalpark-Infopunkt.

Hellenthal liegt nach Angaben der Gemeinde im Zentrum der Eifel an der Südspitze Nordrhein-Westfalens und grenzt im Westen an die belgische Eifel. Die geografische Lage wird von der Gemeinde mit etwa 50° 29–30′ nördlicher Breite und 06° 26–27′ östlicher Länge angegeben. Die Gemeindegrenze ist insgesamt 84,00 km lang, davon 28,80 km Grenze zum Königreich Belgien und 12,80 km Grenze zum Bundesland Rheinland-Pfalz. Die weiteste Ausdehnung beträgt nach der Gemeindetabelle 21,00 km Nord–Süd und 16,00 km Ost–West. Der Nationalpark Eifel erstreckt sich nach Gemeindedarstellung zwischen Nideggen im Nordosten und Belgien im Südwesten und umfasst die südlichen Teile der Kreise Aachen und Düren sowie den westlichen Teil des Kreises Euskirchen; Hellenthal liegt mit rund 56 ha im nordwestlichen Teil seines Gemeindegebiets im Nationalpark. Das rund 65 Kilometer südwestlich von Köln gelegene Großschutzgebiet wird von der Gemeinde mit etwa 110 Quadratkilometern angegeben. In der Nähe der Ortschaft Kehr liegt nach Gemeindedarstellung der südlichste Punkt der Gemeinde Hellenthal, des Kreises Euskirchen, des Regierungsbezirks Köln und des Landes Nordrhein-Westfalen; der genaue Punkt ist der Zusammenfluss zweier kleiner Bachläufe am Losheimer Graben.

Nach der Tourismusdarstellung der Gemeinde sind rund 80 Prozent des Gemeindegebiets von unbesiedelter Natur mit Wiesen und Wäldern, Bergen und Tälern bedeckt, durchzogen von zahlreichen Bächen und Flüssen. Die Flächenbilanz der Gemeinde weist 137,82 km² Gesamtfläche aus, davon 73,93 km² Waldfläche und 48,80 km² landwirtschaftliche Nutzfläche. Im Nationalpark-Anteil prägen nach Gemeindeangaben majestätische Buchenwälder, knorrige Eichenwälder, ursprüngliche Bachtäler und schroffe Felsen das Landschaftsbild und bieten Rückzugsräume für über 1.800 gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Die Wanderseite der Gemeinde beschreibt eine reizvolle Mittelgebirgslandschaft mit ausgedehnten Wäldern, Tälern und Höhen sowie artenreiche Borstgrasrasen, Bergmähwiesen und Heiden im Ländchen. Ende März bis Anfang Mai verwandeln wildwachsende Gelbe Narzissen die Wiesentäler des oberen Oleftales nach Gemeindedarstellung in gelbe Blütenteppiche im Gebiet des Naturparks Nordeifel. Die Gemeinde beschreibt den Nationalpark-Slogan „Wald, Wasser und Wildnis“ und nennt jahreszeitliche Besonderheiten von der Narzissenblüte bis zum gläsernen Winterwald.

Auf dem Boden der früheren Eisenindustrie breiteten sich nach der Gemeindegeschichte Fertigungsbetriebe der Stahl-, Edelstahl- und Kunststoffverarbeitung aus, die der Gemeinde den Namen eines Industriestandortes einbrachten. Zugleich wurde der Fremdenverkehr gefördert. Nach dem Portrait der Gemeinde ist die Industrie in den Tallagen von Hellenthal und Blumenthal mit rund 1.500 Arbeitsplätzen das wirtschaftliche Fundament; die Betriebe seien auf dem Boden der bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts bestehenden, weltweit bekannten Eifeler Industrie gewachsen. Seit 1970 ist nach Unternehmensangaben die HOLTEC GmbH & Co. KG in Hellenthal ansässig und fertigt am Standort Dommersbach Anlagen für die holzverarbeitende Industrie; das Unternehmen wurde unter anderem mit dem German Innovation Award 2026 für das Konzept „Sägewerk der Zukunft“ ausgezeichnet.

Hellenthal wirbt mit Wander- und Radangeboten, dem Wildfreigehege mit Greifvogelstation, der Oleftalsperre, dem Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt, der Wildenburg, der Höhenburg Reifferscheid, dem Freizeitgebiet Weißer Stein, der Narzissenblüte im Oleftal sowie mit sternenklarer Nachtlandschaft. Genannt werden unter anderem 22 EifelSchleifen und EifelSpuren, Freifahrt-Eifel-Mountainbike-Routen und der rund 125 km lange Kyll-Radweg vom belgischen Weywertz über Hellenthal-Losheimergraben bis Trier. Die Gemeinde nennt über 220 km markierte Wanderwege, darunter die Burgen-Route von der Oleftalsperre über Reifferscheid zur Wildenburg, die Rur-Olef-Route in Kombination mit dem Eifelsteig, Narzissenwanderwege im Olef- und Jansbachtal, den 94 km langen Weg des Gedenkens durch das deutsch-belgische Grenzgebiet sowie drei Geo-Routen mit insgesamt 75 km. Die Nordeifel Tourismus GmbH beschreibt die 37 km lange Rur-Olef-Route als Partnerweg des Eifelsteigs von Gemünd über Schleiden nach Hellenthal und weiter nach Einruhr; Etappen sind unter anderem Gemünd–Hellenthal (17 km) und Hellenthal–Einruhr (20 km), mit Rückweg über den Eifelsteig. Ideale Ausgangs- und Endpunkte für Wanderungen und Radtouren sind nach Nordeifel Tourismus die Rad- und Wanderbahnhöfe Hellenthal und Blumenthal. Die Tourist-Information und der Nationalpark-Infopunkt befinden sich im Rathaus, Rathausstraße 2; die Gemeinde verweist zudem auf die Ausstellung „Wildnis(t)räume“ und auf Vogelsang IP im Nationalpark Eifel als Ausstellungs-, Kultur- und Bildungszentrum. Gesellschafter der Nordeifel Tourismus GmbH sind unter anderem der Kreis Euskirchen sowie mehrere Kommunen einschließlich Hellenthal.

Zu den hervorgehobenen kulturhistorischen Orten zählen die Burgruine Reifferscheid mit historischem Ortskern und die Wildenburg als im Kreis Euskirchen einzige nicht zerstörte Höhenburg. Die Wildenburg liegt nach Gemeindedarstellung auf einem steilen, schmalen Bergrücken; Bergfried und Burgverlies sind noch vorhanden, am Eingang zur Vorburg steht ein Pförtnerhäuschen aus dem 16. Jahrhundert, und ein Teil des Gebäudes dient als Kirche. Die Räumlichkeiten sind heute in privatem Besitz, können für Feierlichkeiten gemietet werden und sind Außenstelle des Standesamtes. In Hellenthal-Losheim liegt an der deutsch-belgischen Grenze der Ardenner Cultur Boulevard mit vier Kernattraktionen: ArsKrippana als größte und wichtigste Krippenkunstausstellung Europas auf mehr als 2.500 m² mit Handwerk aus über 60 Ländern, ArsTechnica als eine der ersten digitalen Modelleisenbahnen Europas mit über 2.000 m Gleisen und über 100 Zügen, ArsFIGURA mit rund 200 antiken Porzellan-, Wachs-, Papiermaché-, Holz- und Celluloid-Puppen von 1800 bis 1940 in nachempfundenen Wohnstuben und Kaufmannsladen sowie ArsMineralis als Verkaufs-Ausstellung von Mineralien und Fossilien. Das Portrait nennt für ArsTechnica jährlich mehrere zehntausend Besucher. Nordeifel Tourismus nennt zudem die Ausstellungen ArsArdenn und ARSMineralis. Die Gemeindeseite zum Ardenner Cultur Boulevard führt zudem die Sonderausstellung „Losheim 1945–1958 – Grenze und ihre Geschichte“ mit Themen zu Westwall, Zoll, Kaffeeschmuggel und Wiederaufbau an. Alljährlich am ersten Adventswochenende findet auf dem Burggelände Reifferscheid ein Weihnachtsmarkt statt, der nach Gemeindedarstellung seit über 20 Jahren viele Besucher anzieht.

Zentrale Sehenswürdigkeiten nach Gemeindedarstellung sind unter anderem Oleftalsperre, Wildfreigehege Hellenthal mit Greifvogelstation, Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt, Wildenburg, Burg Reifferscheid (Erstnennung 1106), Freizeitgebiet Weißer Stein mit Aussichtsturm und SternenBlick, die St.-Eduard-Kapelle (Waldkapelle) unweit der Oleftalsperre sowie Westwall-Relikte. Das Wildfreigehege umfasst nach Gemeindeangaben 64 Hektar mit gut einem Dutzend heimischer oder ehemals heimischer Tierarten, darunter Luchs, Rotwild, Damwild, Rehwild und Sikawild, sowie eine der bedeutendsten Greifvogelstationen Europas mit rund 40 Greifvogelarten und regelmäßigen Flugschauen; erschlossen wird das Gelände unter anderem durch den Adlerexpress. Die Burgruine Reifferscheid geht nach Portrait in der ältesten Bausubstanz auf das 11. Jahrhundert zurück; die Wildenburg wird als Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert beschrieben und war nach Gemeindeseite schon 1190 erwähnt. Bei Kehr am Losheimer Graben liegt der südlichste Punkt von Gemeinde, Kreis, Regierungsbezirk und Land Nordrhein-Westfalen; eine Bronzetafel von 1986 an einem Westwall-Höcker weist darauf hin. Der Nationalpark-Infopunkt der Gemeinde befindet sich in der Tourist-Information im Rathaus.

Die Gemeinde listet unter anderem eine Grundschule mit Hauptstandort in Reifferscheid und Teilstandort in Hellenthal sowie eine Hauptschule in Hellenthal, mehrere Kindertagesstätten, Sportanlagen, Gemeinschaftshäuser und acht Feuerwehrgerätehäuser auf. Zur technischen Infrastruktur nennt die Gemeindetabelle unter anderem rund 729,5 km Straßen insgesamt, 39,4 km Gehwege, 142,1 km Kanal, 24 Pumpstationen sowie 16 Friedhöfe, 10 Gemeinschaftshäuser, 6 Sport- und Vereinshäuser, eine Veranstaltungshalle, ein Verwaltungsgebäude und einen Bauhof.

Hellenthal gehört nach eigener Tourismusdarstellung zu den wenigen nicht lichtverschmutzten Orten Europas mit besonders klarem Nachthimmel; am Weißen Stein kann bei guten Bedingungen die Milchstraße mit bloßem Auge gesehen werden. Ende März bis Anfang Mai blühen in den Wiesentälern des oberen Oleftales wildwachsende Gelbe Narzissen und verwandeln die Wiesen im Naturpark Nordeifel in gelbe Blütenteppiche; besonders genannt wird ein Frühlingsspaziergang durch die Wildnarzissen-Wiesen in Hellenthal-Hollerath. Startpunkt der ausgeschilderten Narzissen-Rundwanderwege ist der Parkplatz Hollerather Knie an der B265 (Luxemburger Straße). Alle zwei Jahre feiert die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Nordeifel und der NRW-Stiftung das traditionelle Narzissenfest. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist der südlichste Punkt Nordrhein-Westfalens bei Kehr. Die Gemeinde beschreibt sich zudem als Tor zum Nationalpark Eifel mit rund 56 Hektar Nationalparkfläche im Gemeindegebiet.

  • Nationalpark-Gemeinde Hellenthal
  • Lage an der deutsch-belgischen Grenze
  • Oleftalsperre
  • Wildfreigehege mit Greifvogelstation
  • Höhenburg Reifferscheid
  • Wildenburg
  • Freizeitgebiet Weißer Stein
  • Sternenklare Nachtlandschaft
  • Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt
  • Historische Eisenindustrie im Schleidener Tal
  • Sternenklare Nachtlandschaft und SternenBlick
  • 61 Ortschaften und Weiler
  • Ardenner Cultur Boulevard mit ArsKrippana, ArsTechnica und ArsFIGURA
  • Weihnachtsmarkt auf Burg Reifferscheid
  • St.-Eduard-Kapelle (Waldkapelle)
  • Westwall-Relikte und Höckerlinien
  • Gemeindewappen mit Antoniuskreuz
  • Südlichster Punkt Nordrhein-Westfalens bei Kehr
  • Über 220 km markierte Wanderwege
  • Narzissenblüte und Narzissenfest im Oleftal
  • Weg des Gedenkens im deutsch-belgischen Grenzgebiet
  • HOLTEC als Industriestandort seit 1970
  • Europaaktive Kommune 2021
  • Geo-Routen mit 75 km Länge
  • Burgen-Route zu Reifferscheid und Wildenburg
  • Rur-Olef-Route als Partnerweg des Eifelsteigs
  • 64-Hektar-Wildfreigehege mit rund 40 Greifvogelarten
  • ArsKrippana auf mehr als 2.500 m²
  • Nationalpark-Infopunkt im Rathaus
  • Grubenhaus-Museum von 1999 in Rescheid
  • Sonderausstellung Losheim 1945–1958 zur Grenzgeschichte
  • Schleiden
  • Kall
  • Blankenheim
  • Dahlem
  • Nettersheim
  • Nideggen
  • Büllingen
  • Monschau
  • Ormont
  • Mechernich
  • Gemünd
  • Einruhr
  • Rescheid
  • Udenbreth
  • Reifferscheid
  • Blumenthal
  • Oberhausen
  • Olef

Spannende Ereignisse

Belegte Einschnitte in der Ortsgeschichte umfassen unter anderem Hexenverfolgungen in der Herrschaft Wildenburg im 17. Jahrhundert, Brände und Kriegszerstörungen, den Niedergang und Wandel der Eisenindustrie, den Talsperrenbau, den Westwall, die Kampflinie des Zweiten Weltkriegs, die kommunale Neugliederung, die Errichtung der Waldkapelle nach dem Jagdunfall von 1897, die Kennzeichnung des südlichsten Punkts Nordrhein-Westfalens 1986, die Auszeichnung als Europaaktive Kommune 2021, den Neubau des Grubenhauses 1999 sowie die museale Aufarbeitung der Grenzgeschichte Losheims 1945–1958.

Zeitraum Titel Kategorie Beschreibung Bedeutung
1628 Hexenprozesse in der Herrschaft Wildenburg Geschichte In einem Streit um die hohe Gerichtsbarkeit ließ der Inhaber der Herrschaft Wildenburg, Marsilius von Pallandt, Ende Januar 1628 zunächst drei und am 17. Februar 1628 weitere fünf der Zauberei beschuldigte Personen hinrichten. Insgesamt kamen in dieser Zeit in Wildenburg 16 angeblich als Hexen verfolgte Personen zu Tode. Das Ereignis steht für die Gewalt der frühneuzeitlichen Gerichtspraxis im Gebiet der späteren Gemeinde und ist in der amtlichen Geschichtsdarstellung der Gemeinde Hellenthal festgehalten.
14. September 1689 Zerstörung von Burg und Stadt Reifferscheid Katastrophe Französische Truppen zerstörten am 14. September 1689 die Mauern der Burg und Stadt Reifferscheid. Zuvor hatte bereits am 23. Juni 1669 ein Brand große Teile der Burg und des Oberdorfes vernichtet. Reifferscheid ist bis heute ein zentraler historischer Ortsteil und touristischer Bezugspunkt der Gemeinde Hellenthal.
1728–1756 Große Brände in Hellenthal und Blumenthal Katastrophe Hellenthal wurde 1728 und 1733 von Bränden hart getroffen, wobei 24 bzw. 20 Häuser abbrannten. Am 20. Januar 1756 vernichtete ein großer Brand in Blumenthal 35 Häuser. Die Brände belegen die Verletzlichkeit der Siedlungen im Tal und gehören zu den konkret datierten Ortskatastrophen der gemeindlichen Überlieferung.
1955–1959 Bau und Inbetriebnahme der Oleftalsperre Wirtschaft Die Pfeilerzellenmauer der Oleftalsperre wurde 1955 bis 1959 errichtet und 1959 in Betrieb genommen. Sie dient Trink- und Brauchwasserbereitstellung, Hochwasserschutz, Niedrigwasseraufhöhung und Energieerzeugung; Wassersport und Baden sind wegen der Trinkwasserfunktion ausgeschlossen. Die Gemeinde beschreibt die Bauweise als Hohlzellenpfeiler-Konstruktion. Verstärkungsmaßnahmen folgten 1962–1965 und 1982–1985. Die Talsperre prägt Landschaft und Infrastruktur Hellenthals und ist ein zentrales Ausflugsziel mit Rundweg um den Olefsee.
Herbst 1944 bis Frühjahr 1945 Hellenthal in der Hauptkampflinie des Zweiten Weltkriegs Politik Vom Herbst 1944 bis Frühjahr 1945 lag das Gemeindegebiet in der Hauptkampflinie; die Gemeinde beschreibt nicht messbare Zerstörungen an privaten und öffentlichen Gebäuden sowie an kulturellen Werten. Die Kriegsphase ist ein zentraler Einschnitt der neueren Ortsgeschichte und Rahmen für den anschließenden Wiederaufbau.
1969–1972 Bildung der heutigen Gemeinde Hellenthal Politik Durch das Gesetz vom 24. Juni 1969 entstand zum 1. Juli 1969 die Gemeinde Hellenthal aus Hellenthal, Hollerath, Udenbreth und Losheim; die kommunale Neugliederung führte diese sowie weitere Gebietsteile zur heutigen Gemeinde zusammen. Damit entstand die heutige flächenmäßig große Nationalpark-Gemeinde mit zahlreichen Ortsteilen im Kreis Euskirchen.
23. Juni 1669 Brand von Burg und Oberdorf Reifferscheid Katastrophe Große Teile der Burg und des Oberdorfes Reifferscheid vernichtete am 23. Juni 1669 ein Brand, den nach der Gemeindegeschichte die Unvorsichtigkeit eines Soldaten auslöste. Der Brand gehört zu den konkret datierten Ortskatastrophen vor der späteren Zerstörung durch französische Truppen 1689 und prägt die Überlieferung des Burgorts Reifferscheid.
1897–1899 Tödlicher Jagdunfall und Bau der Waldkapelle Geschichte Am 7. Mai 1897 verunglückte Graf Eduard von Briey bei einer Jagd im Hellenthaler Wald tödlich, nachdem sich die Flinte eines stolpernden Försters entladen hatte. Der Herzog von Arenberg ließ an der Unglücksstelle die St.-Eduard-Kapelle errichten, die am 6. Mai 1899 eingeweiht wurde. Die Waldkapelle unweit der Oleftalsperre ist bis heute ein Gedenk- und Wanderziel und verbindet lokale Erinnerungskultur mit dem Arenbergischen Forst.
ab 1938 Bau des Westwalls Politik 1938 wurde nach Gemeindedarstellung zur verstärkten Befestigung der deutschen Westgrenze aufgerufen und der Bau des Westwalls begonnen. Die Befestigungslinie bestand aus Höckerlinien sowie Bunkern für Kampfstände, Kommandoposten und Nachrichtenübermittlung. Im Februar 1945 durchbrachen die Alliierten den Westwall endgültig. Westwall-Relikte sind im Gemeindegebiet unter anderem Gegenstand von Wanderwegen und denkmalpflegerischen Überlegungen der Gemeinde Hellenthal.
8. Juli 1988 Verleihung des Hellenthaler Gemeindewappens Politik Mit Urkunde des Regierungspräsidenten Köln vom 8. Juli 1988 erhielt die Gemeinde Hellenthal das Recht zur Führung von Dienstsiegel und Wappen. Das Wappen ist geteilt von Blau und Silber; oben ein silbernes Antoniuskreuz, unten ein roter Herzschild, überhöht von einem 5-lätzigen blauen Turnierkragen. Das Wappen visualisiert mit Antoniuskreuz und Reifferscheider Bezug zentrale historische Identitätsmerkmale der Gemeinde nach jahrzehntelangem Genehmigungsverfahren.
1986 Kennzeichnung des südlichsten Punkts Nordrhein-Westfalens Kultur Bei Kehr am Losheimer Graben liegt der südlichste Punkt der Gemeinde Hellenthal, des Kreises Euskirchen, des Regierungsbezirks Köln und des Landes Nordrhein-Westfalen. 1986 wurde an einem Höcker des Westwalls eine Bronzetafel angebracht; Initiator war der damalige Regierungspräsident Antwerpes, der den Südzipfel zu einem Ort freundlicher Begegnung machen wollte. Der genaue Punkt ist der Zusammenfluss zweier kleiner Bachläufe. Der Punkt ist ein geografisches und touristisches Alleinstellungsmerkmal Hellenthals und verbindet Landesgrenze, Westwallgeschichte und ältere Territorialgrenzen zwischen Kurfürstentum Trier und Luxemburg.
2021 Auszeichnung als Europaaktive Kommune Politik Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen zeichnete 2021 die Gemeinde Hellenthal für vorbildliches Europa-Engagement als Europaaktive Kommune aus. Hervorgehoben wurden der rege Kontakt zur belgischen Nachbargemeinde, grenzüberschreitende Arbeit als Querschnittsthema in der Verwaltung sowie die Nutzung europäischer Fördermöglichkeiten. Die Auszeichnung dokumentiert die grenznahe europäische Verflechtung Hellenthals und ergänzt die Selbstbeschreibung als Gemeinde an der deutsch-belgischen Grenze.
18. Jahrhundert Ankauf der Wildenburg durch das Kloster Steinfeld Geschichte Nach Angaben der Gemeinde Hellenthal war die Wildenburg von 1414 bis 1639 im Besitz der Herren von Palandt und wurde im 18. Jahrhundert vom Kloster Steinfeld angekauft. Die Äbte aus Steinfeld bauten das Schloss unter Benutzung mittelalterlicher Reste um; ein Teil dient bis heute als Kirche. Der Klosterankauf prägte die heutige Gestalt der einzigen nicht zerstörten Höhenburg im Kreis Euskirchen und erklärt ihre spätere Nutzung als Kirche, Begegnungsort und Standesamts-Außenstelle.
2026 HOLTEC German Innovation Award für das Sägewerk der Zukunft Wirtschaft Die seit 1970 in Hellenthal ansässige HOLTEC GmbH & Co. KG wurde mit dem German Innovation Award 2026 für das Konzept „Sägewerk der Zukunft“ ausgezeichnet. Herzstück sind vollelektrische Portalkransysteme, die dieselbetriebene Umschlagmaschinen ersetzen sollen, ergänzt um digitale Lagerverwaltung und Remote-Arbeitsplätze. Die Auszeichnung belegt die fortgesetzte industrielle Innovationskraft am Standort Hellenthal auf dem Boden der früheren Eifeler Industriegeschichte.
1999 Neubau des Grubenhauses am Besucherbergwerk Kultur Nach der Museen-Seite der Gemeinde Hellenthal wurde das Grubenhaus zur Grube Wohlfahrt 1999 neu erbaut. Es beherbergt ein kleines Museum zur Bergbaugeschichte sowie einen Shop mit bergbauspezifischen Souvenirs; von dort starten die Führungen in den Tiefen Stollen. Das Grubenhaus macht die Bergbautradition von Hellenthal-Rescheid dauerhaft öffentlich zugänglich und ergänzt das Besucherbergwerk als musealer Ausgangspunkt.
1945–1958 Sonderausstellung Losheim 1945–1958 zur Grenzgeschichte Kultur Am Ardenner Cultur Boulevard in Hellenthal-Losheim stellt die von der Gemeinde beschriebene Sonderausstellung „Losheim 1945–1958 – Grenze und ihre Geschichte“ das Dorf zwischen den Fronten und zwischen zwei Staaten dar. Themen sind unter anderem Westwall, Zoll, Kaffeeschmuggel und Wiederaufbau; gezeigt werden lebensgroße Nachstellungen und unter anderem Motoren abgeschossener Flugzeuge. Die Ausstellung macht die besondere Grenzlage Losheims und der Gemeinde Hellenthal für Besucher sichtbar und verbindet lokale Nachkriegsgeschichte mit dem heutigen Kulturangebot.
2004 Eröffnung des Nationalparks Eifel als Tor-Funktion Hellenthals Kultur Anfang 2004 öffnete der Nationalpark Eifel als erster Nationalpark Nordrhein-Westfalens und vierzehnter Nationalpark in Deutschland. Die Gemeinde Hellenthal beschreibt sich als Tor zum Nationalpark, liegt mit rund 56 Hektar im Schutzgebiet und unterhält im Rathaus einen Nationalpark-Infopunkt; das Großschutzgebiet umfasst nach Gemeindedarstellung etwa 110 Quadratkilometer. Die Nationalpark-Eröffnung prägt seitdem Tourismus, Landschaftsschutz und die Selbstbeschreibung Hellenthals als Nationalpark-Gemeinde.

Wichtige Menschen

In der amtlichen Geschichtsdarstellung und den Portrait-Seiten der Gemeinde Hellenthal sind landesherrliche Akteure der Region Reifferscheid und Wildenburg, frühe geistliche Stifter, lokale Amtsträger der Nachkriegs- und Wappenzeit sowie Gedenkfiguren wie Graf Eduard von Briey namentlich greifbar; die Geschichts- und Westwalltexte beruhen unter anderem auf Walter Hanf. Ergänzend greifbar sind unter anderem der Initiator der Bronzetafel am südlichsten Punkt, Regierungspräsident Antwerpes, der Namenkundler Günter Breuer sowie Unternehmensgründer und Führungskräfte von HOLTEC.

Name Rolle Lebensdaten Ortsbezug Relevanz
Marsilius von Pallandt Inhaber der Herrschaft Wildenburg Als Inhaber der Herrschaft Wildenburg war er im 17. Jahrhundert Landesherr über Teile des heutigen Gemeindegebiets. Im Februar 1628 ließ er im Streit um die hohe Gerichtsbarkeit mehrere der Zauberei beschuldigte Personen hinrichten; die Gemeinde nennt insgesamt 16 Todesopfer der Hexenverfolgung in Wildenburg.
Werner von Salm-Reifferscheid Graf von Salm-Reifferscheid Er stand im Streit mit Marsilius von Pallandt um die hohe Gerichtsbarkeit im Land Wildenburg und ist damit mit der Herrschaftsgeschichte des Gemeindegebiets verbunden. Der Konflikt mit dem Wildenburger Inhaber ist in der Geschichtsdarstellung der Gemeinde Hellenthal als bekannter Streitfall der Region überliefert.
Sebastian Münster Kosmograph und Gelehrter In seiner Kosmographie erwähnt er um die Mitte des 16. Jahrhunderts das Thal Hellenthal im Zusammenhang mit der Herstellung von Schmiedeeisen in den Herrschaften der Region. Die Passage gilt in der gemeindlichen Überlieferung als früher literarischer Beleg für die Bedeutung der lokalen Eisenindustrie.
Sibodo Vorfahre der Grafen von Are Um 920 errichtete er nach der Geschichtsdarstellung der Gemeinde auf den Höhen Steinfelds eine Kirche, den Kern des Allodiums Steinfeld, das später unter anderem die Herrschaften Reifferscheid und Wildenburg umfasste. Mit diesem Kirchenbau tritt die Region nach gemeindlicher Darstellung erstmals wieder deutlicher in das Licht der mittelalterlichen Geschichte.
Udo von Toul Bischof von Toul Er schenkte 1069 das Allodium Steinfeld dem Kloster St. Salvator in der Vorstadt von Toul; das Allodium umfasste das Kirchspiel Steinfeld mit späteren Herrschaften einschließlich Reifferscheid und Wildenburg. Die Schenkung ist in der amtlichen Gemeindegeschichte als frühe grundherrschaftliche Zäsur für das spätere Hellenthaler Gebiet festgehalten.
Eduard von Briey Graf † 7. Mai 1897 Er verunglückte am 7. Mai 1897 bei einer Jagd im Hellenthaler Wald tödlich; an der Unglücksstelle im Arenbergischen Forst entstand die St.-Eduard-Kapelle. Sein Tod ist der Anlass für die bis heute bestehende Waldkapelle, eines der bekannten Gedenk- und Wanderziele bei der Oleftalsperre.
Herzog von Arenberg Auftraggeber der Waldkapelle Er ließ nach dem tödlichen Jagdunfall seines Freundes Graf Eduard von Briey die St.-Eduard-Kapelle im Arenbergischen Forst errichten. Die am 6. Mai 1899 eingeweihte Kapelle ist nach Gemeindedarstellung unmittelbar mit seiner Initiative verbunden.
Walter Hanf Autor der gemeindlichen Geschichts- und Westwalltexte Die Geschichtsdarstellung der Gemeinde Hellenthal und der Text zum Westwall nennen ihn ausdrücklich als Quelle. Seine Darstellungen bilden die Basis der amtlich veröffentlichten Ortsgeschichte und der Erinnerung an den Westwall auf der Gemeindewebsite.
Karl Dornseifer Bürgermeister der Gemeinde Hellenthal Gemeinsam mit Gemeindedirektor Werner Rosen empfahl er in der Ratssitzung am 18. September 1970 die Einführung eines Gemeindewappens für die neue Gemeinde Hellenthal. Er gehört zu den kommunalpolitischen Akteuren, die den langen Weg zur späteren Wappenverleihung anstießen.
Werner Rosen Gemeindedirektor Er empfahl 1970 zusammen mit Bürgermeister Karl Dornseifer die Einführung eines Gemeindewappens für die neu gebildete Gemeinde Hellenthal. Seine Rolle ist in der amtlichen Entstehungsgeschichte des Hellenthaler Wappens dokumentiert.
Armin Haas Bürgermeister der Gemeinde Hellenthal Als Bürgermeister Dr. Armin Haas brachte er 1980 den Gestaltungsvorschlag für ein zweigeteiltes Wappen mit Antoniusstab und Reifferscheider Bezug ein, der die Grundlage des späteren Gemeindewappens bildete. Nach der Wappenseite der Gemeinde zeichnete er mit wenigen Federstrichen die Grundidee des heutigen Wappens nieder.
Rudolf Westerburg Bürgermeister der Gemeinde Hellenthal Er weihte die neue Parcours-Anlage am Freizeit- und Wintersportgebiet Weißer Stein gemeinsam mit der Parkourgruppe vom TuS Hellenthal ein. Die Presseinformation der Gemeinde verbindet ihn mit der Erweiterung des Freizeitangebots am Weißen Stein.
Franz-Josef Antwerpes Regierungspräsident Köln Als damaliger Regierungspräsident war er nach Gemeindedarstellung Initiator der 1986 an einem Westwall-Höcker bei Kehr angebrachten Bronzetafel am südlichsten Punkt Nordrhein-Westfalens. Er wollte den Südzipfel des Regierungsbezirks nach einer Eifelwanderung zu einem Ort freundlicher Begegnung machen; die Tafel ist bis heute Bezugspunkt des touristisch ausgewiesenen Südpol-Punkts.
Günter Breuer Sprachwissenschaftler und Namenkundler In seiner Abhandlung zu den Ortsnamen des Kreises Euskirchen behandelt er Hellenthal und nennt 1260 das Schriftzeugnis Hellindale im Steinfelder Urbar. Seine Deutung des Namens als „in dem hell klingenden, hallenden Tal“ ist die belegte namenkundliche Erklärung für den Ortsnamen Hellenthal.
Peter Klement Unternehmensgründer von HOLTEC Er gründete HOLTEC; das Unternehmen ist seit 1970 in der Gemeinde Hellenthal ansässig. Als Gründer des bis heute in Hellenthal produzierenden Anlagenbauers für die Holzindustrie steht er für den modernen Industriestandort auf dem Boden der früheren Eifeler Industrie.
Ute Klement Inhaberin und Geschäftsführerin von HOLTEC Als Tochter des Unternehmensgründers Peter Klement führt sie HOLTEC in zweiter Generation am Standort Hellenthal mit. Nach Unternehmensangaben ist sie seit 1997 im Unternehmen und verantwortlich für Finanzen und Personal am Hellenthaler Standort.
Alexander Gebele Geschäftsführer von HOLTEC Er führt HOLTEC am Standort Hellenthal mit und verantwortet Technik, Innovation, Vertrieb und Marketing. Unter seiner Mitwirkung wurde das Konzept „Sägewerk der Zukunft“ mit dem German Innovation Award 2026 ausgezeichnet; das Unternehmen ist seit 1970 in Hellenthal ansässig.

Quellen

Quelle Herausgeber Belegt
Geschichte Gemeinde Hellenthal founding, historical_development, milestones, industrial_history_note, wartime_history_note, exciting_events, important_people, religious_history_note
Zahlen, Daten, Fakten Gemeinde Hellenthal geography, altitude_note, water_bodies_note, population_note, education_note, sports_note, infrastructure, transport_connections_note
Portrait – Gemeinde Hellenthal Gemeinde Hellenthal character.summary, economy, landmarks_note, key_features, culture ArsTechnica/ArsFIGURA, sports_note Wintersaison
Gemeindeverzeichnis Hellenthal (AGS 05366020) Statistische Ämter des Bundes und der Länder place.federal_state, district, municipality_type, population_note, postal_area_note, Fläche
Freizeit & Tourismus Gemeinde Hellenthal geography.location_description, landscape, tourism, specialties_note, key_features, nearby regional context, Kyll-Radweg
Nationalpark Eifel Gemeinde Hellenthal character.tourism, landmarks_note, founding milestone 2004, key_features, geography.landscape und location_description 110 km², nearby_places Nideggen, Nationalpark-Infopunkt, Wildnis(t)räume, Vogelsang IP-Kontext
Oleftalsperre Gemeinde Hellenthal water_bodies_note Hohlzellenpfeiler WVO kein Baden Rundweg, exciting_events Oleftalsperre, landmarks_note, transport_connections_note Zuweg
Die Oleftalsperre Wasserverband Eifel-Rur (WVER) Bauzeit, Verstärkungen, technische und hydrologische Daten der Oleftalsperre; climate_note Niederschlag Einzugsgebiet
Info zu Bus & Bahn Gemeinde Hellenthal transport_connections_note, nearby_places Schleiden und Kall
Interkommunale Zusammenarbeit zum Hochwasserschutz Gemeinde Hellenthal nearby_places Blankenheim, Dahlem, Kall, Nettersheim, Schleiden
Kontaktdaten der Gemeinde Hellenthal Gemeinde Hellenthal postal_area_note, offizieller Ortsname und Verwaltungssitz
Das Wappen der Gemeinde Hellenthal Gemeinde Hellenthal founding_year 1. Juli 1969, milestones Wappen 1988 und Antonius-Kapelle, character.summary, religious_history_note, exciting_events Wappen, important_people Dornseifer Rosen Haas
Burg Reifferscheid Gemeinde Hellenthal milestones 1106, festivals_note Weihnachtsmarkt, landmarks_note, churches_note Gröttchen, culture
Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt Gemeinde Hellenthal museums_note, geology_note, industrial_history_note, landmarks_note, postal_area_note Rescheid, climate_note 8 °C
Wildfreigehege Hellenthal Gemeinde Hellenthal tourism, landmarks_note 64 ha und 40 Greifvogelarten, museums_note Waldmuseum Kinderzoo, key_features, postal_area_note Wildfreigehege
Westwall Gemeinde Hellenthal wartime_history_note, exciting_events Westwall, milestones 1938, important_people Walter Hanf, key_features
Waldkapelle Gemeinde Hellenthal churches_note, religious_history_note, milestones 1897–1899, exciting_events Waldkapelle, important_people Eduard von Briey und Herzog von Arenberg
Freizeitgebiet Weißer Stein Gemeinde Hellenthal sports_note, altitude_note, specialties_note SternenBlick, milestones 1973 und 2014, landmarks_note
SternenLandschaft Eifel Gemeinde Hellenthal specialties_note, climate_note Straßenbeleuchtung, key_features Sternenhimmel
190 Jahre Pfarre St. Anna wird gefeiert Gemeinde Hellenthal festivals_note, churches_note, religious_history_note
Neue Parcours Anlage am Weißen Stein Gemeinde Hellenthal sports_note Parcours-Anlage, important_people Rudolf Westerburg
Burg Wildenburg Gemeinde Hellenthal milestones 1190, 1414–1639 und 1600, culture Wildenburg, churches_note, landmarks_note, exciting_events Klosterankauf, postal_area_note Wildenburg 10
Sehenswertes Gemeinde Hellenthal landmarks_note Übersicht, water_bodies_note Fassungsvermögen Oleftalsperre, tourism Sehenswürdigkeiten, Nordeifel Tourismus Gesellschafter
Narzissenblüte Gemeinde Hellenthal specialties_note Narzissen, festivals_note Narzissenfest, landscape, tourism Narzissenwanderwege, transport_connections_note Anreise Hollerather Knie
Wandern Gemeinde Hellenthal tourism 220 km Wanderwege, Burgen-Route, Weg des Gedenkens, Geo-Routen 75 km, landscape Borstgrasrasen, nearby_places Büllingen Monschau, wartime_history_note Gedenkweg
Südlichster Punkt Gemeinde Hellenthal geography.location_description Südpol NRW, landmarks_note Kehr, milestones 1986, exciting_events Bronzetafel, important_people Antwerpes, religious_history_note Kurtrier Luxemburg, key_features
Nationalpark-Gemeinde Hellenthal Nordeifel Tourismus GmbH population_note rund 8500, tourism Rad- und Wanderbahnhöfe, sports_note Ski- und Rodellift, museums_note ArsArdenn ARSMineralis Wetterstation, altitude_note saubere Luft
Landesregierung zeichnet Kommunen und zivilgesellschaftliche Initiativen für vorbildliches Europa-Engagement aus Land Nordrhein-Westfalen twin_towns_note Kontakt belgische Nachbargemeinde, milestones und exciting_events Europaaktive Kommune 2021, nearby_places Büllingen
Kreis Euskirchen: Buch zeigt Ursprünge von Ortsnamen Kölner Stadt-Anzeiger (Bericht über Günter Breuer) name_origin Hellindale 1260, historical_names_note, milestones 1260, important_people Günter Breuer
Company HOLTEC HOLTEC GmbH & Co. KG economy HOLTEC Standort Hellenthal seit 1970, industrial_history_note, milestones 1970, important_people Peter Klement Ute Klement Alexander Gebele, postal Dommersbach
HOLTEC gewinnt den German Innovation Award 2026 HOLTEC GmbH & Co. KG exciting_events German Innovation Award, economy Sägewerk der Zukunft, industrial_history_note, important_people Alexander Gebele
Ortsteile / Straßenverzeichnis Gemeinde Hellenthal character.summary Ortsteile und Weiler, historical_development, nearby_places Rescheid Udenbreth Reifferscheid Blumenthal, postal_area_note
Ardenner Cultur Boulevard Gemeinde Hellenthal culture ArsKrippana 2500 m² ArsFIGURA ArsMineralis, museums_note, exciting_events Sonderausstellung Losheim 1945–1958, wartime_area_note Prümer Straße 55, key_features
Museen Gemeinde Hellenthal museums_note Grubenhaus 1999 und Ardenner-Ausstellungen, milestones 1999, exciting_events Neubau Grubenhaus
Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt Naturpark Nordeifel e.V. geology_note Tiefen Stollen ca. 2,5 km und 900 m, museums_note Grubenhaus 1999, climate_note 8 °C
Rur-Olef-Route Nordeifel Tourismus GmbH tourism Rur-Olef-Route 37 km Etappen, nearby_places Gemünd Einruhr, landmarks_note Wildfreigehege als Routenhöhepunkt, key_features
Rur-Olef-Route Eifel Tourismus GmbH / Eifelsteig tourism Rur-Olef-Route Etappen und Wildgehege, nearby_places Gemünd Blumenthal Olef Oberhausen Einruhr
Greifvogelstation & Wildfreigehege Hellenthal Nordeifel Tourismus GmbH landmarks_note und museums_note Wildfreigehege, altitude_note Lage über Oleftalsperre, transport_connections_note MiKE-Linie 879, key_features Andenkondor Santiago