Stadt-Infos Nideggen – Region Eifel

Nideggen – Stadt-Infos

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Wissenswertes über den Ort

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Gründung und Alter

Die heutige Stadt Nideggen entwickelte sich aus einer Siedlung bei der Höhenburg Nideggen der Grafen von Jülich. Die planmäßige Stadtanlage wurde zwischen 1283 und 1313 als zusätzlicher Befestigungsgürtel für die Burg angelegt; die Stadterhebung erfolgte am Weihnachtstag 1313. Graf Gerhard von Jülich, seine Frau Elisabeth von Brabant und sein ältester Sohn Wilhelm verliehen dem Ort die städtischen Freiheiten. Nach baukunst-nrw gründete Gerhard von Jülich unterhalb der Burg eine Siedlung mit dem Namen „Nydeckin“ und verlieh ihr 1313 die Stadtrechte. Das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland beschreibt die stadtgeschichtliche Bedeutung Nideggens im bis heute nachvollziehbaren Ausbau einer mittelalterlichen Residenz und nennt die Anfang des 14. Jahrhunderts vor der Burg planmäßig angelegte und im Grundriss überkommene Stadtanlage.

Graf Gerhard von Jülich verlieh Nideggen am Weihnachtstag 1313 die Stadtrechte. Gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth von Brabant und seinem ältesten Sohn Wilhelm förderte er die Ansiedlung bei der Burg. In einem Privilegienbrief verpflichtete er zugleich seine Nachfolger, dieses Privileg dauerhaft zu achten. Zwischen 1250 und 1542 gewann Nideggen als Kraftzentrum der Grafen von Jülich Ansehen und Bedeutung. Laut EBIDAT begann etwa 1283 die planmäßige Anlage einer befestigten Siedlung östlich der Burg, der Graf Gerhard VII. von Jülich 1313 die Stadtrechte verlieh.

An den späteren Burgflecken schloss sich zwischen 1283 und 1313 die heutige Stadt als Befestigungsgürtel an. Nideggen war über Jahrhunderte mit der Burg ein Zentrum der Grafen und Herzöge von Jülich. Nach dem Tod Graf Adalberts von Maubach-Nörvenich 1177 erbte dessen Tochter Alveradis das Allodialgut; ihr Ehemann Graf Wilhelm II. von Jülich ließ darauf die Burg Nideggen errichten. Die Anlage diente zunächst der Verteidigung gegen Ansprüche Kaiser Friedrichs I., der 1171 auf dem gegenüberliegenden Burgberg die Reichsburg Berenstein erneuert hatte. Als Berenstein 1198 geschleift wurde, verwendete man deren Steine zum Weiterbau von Burg Nideggen. Das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland beschreibt die ab 1177 errichtete Burg ausdrücklich als Machtsymbol der Grafen von Jülich gegenüber der Reichsburg Berenstein und hebt Wohnturm bzw. Bergfried sowie die Palasarchitektur auf internationalem Niveau hervor. Nach dem Tod Wilhelms II. 1207 übernahm laut EBIDAT sein Neffe Wilhelm III. die Herrschaft über die Burg. Unter Wilhelm IV. verschlechterte sich das Verhältnis zu Kurköln bis zum offenen Konflikt. Seine Blütezeit erlebte die Burg unter Wilhelm V. von Jülich, der 1336 Markgraf und 1356 Herzog Wilhelm I. wurde. Nachdem 1393 Herzog Wilhelm I. von Geldern aus dem Hause Jülich die Herrschaft über das Herzogtum Jülich erbte, verlor Burg Nideggen laut EBIDAT ihre Rolle als bevorzugte Residenz und diente fortan als Verwaltungssitz eines jülichschen Amtes; Herzog Gerhard von Berg wählte das Haus später erneut zu einem bevorzugten Aufenthaltsort. Die Stadt und die Burg erlitten mehrfach schwere Zerstörungen, unter anderem im Geldrischen Erbfolgekrieg, im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 sowie durch französische Truppen und spätere Erdbebenschäden. Mit dem Einmarsch französischer Revolutionstruppen 1794 endeten das Herzogtum Jülich und das Amt Nideggen; die Burg wurde auf Abbruch verkauft und als Steinbruch genutzt. 1888 übernahm der Kreis Düren die Ruine; zwischen 1901 und 1906 erfolgten Sicherungs- und Wiederherstellungsarbeiten unter Ludwig Arntz. Unter preußischer Herrschaft erfuhr Nideggen wieder einen wirtschaftlichen Aufschwung. Nach Verlust der Stadtrechte in französischer Zeit trägt Nideggen seit 1926 wieder den Titel Stadt. Im Zweiten Weltkrieg blieb nur elf Prozent der Gebäude unversehrt; der Wiederaufbau stellte den mittelalterlichen Charakter des Stadtkerns wieder her. Im Zuge der kommunalen Neugliederung 1972 wurden mehrere umliegende Orte eingegliedert. Am 14. Dezember 1963 erfolgte anlässlich der 650-Jahrfeier der Stadt die erste Eintragung in das Goldene Buch. Am 25. September 1996 wurde Nideggen in die Arbeitsgemeinschaft Historische Ortskerne Nordrhein-Westfalen aufgenommen; 2015 fusionierten die Arbeitsgemeinschaften zur AG Historische Stadt- und Ortskerne NRW. Der Rat der Stadt beschloss am 27. Februar 1996 die Denkmalbereichssatzung für den historischen Ortskern; der gesamte alte Ortskern bildet seither einen durch Satzung besonders geschützten Denkmalbereich. Seit 2021 wird das Bundesförderprojekt „Denkmallandschaft Nideggens Tore“ umgesetzt. 2013 wurde das 700-jährige Stadtrechtsjubiläum gefeiert. Das LVR-Amt für Denkmalpflege nennt neben Burg, Burgflecken und Stadtanlage auch substanziell nachgewiesene Standorte wichtiger Infrastrukturbauten wie Rathaus, Hospital (Im Altwerk 1), Stift (Christinenstift) und Burgmannshof (Bewershof) sowie Baubefunde zur mittelalterlichen Verteidigungstechnik im Zeitraum etwa 1180 bis 1350.

Jahr Titel Beschreibung
1177–1191 Bau der Burg Nideggen Graf Wilhelm II. von Jülich ließ in diesem Zeitraum die Burg Nideggen errichten. Der älteste erhaltene Teil der Anlage ist der Bergfried. Die Burg blieb bis ins 15. Jahrhundert Residenz der Jülicher Grafen. Nach EBIDAT liegt die Gründung zwischen 1177 und 1190 und hängt mit dem Erbe der Alveradis von Maubach-Nörvenich zusammen. Laut baukunst-nrw wurde die Burg unter Wilhelm II. von 1177 bis 1180 zunächst mit dem Bau eines Wohnturms begonnen.
1313 Verleihung der Stadtrechte Graf Gerhard von Jülich, Elisabeth von Brabant und der älteste Sohn Wilhelm verliehen Nideggen am Weihnachtstag 1313 die Stadtrechte. Etwa zeitgleich entstand die heute noch weitgehend erhaltene Stadtbefestigung.
1542 Zerstörung im Geldrischen Erbfolgekrieg Im Geldrischen Erbfolgekrieg unter Kaiser Karl V. wurde die Burg Nideggen zerstört und verfiel in der Folge weiter. baukunst-nrw spricht vom Dritten Geldrischen Erbfolgekrieg und der Zerstörung großer Teile der Anlage.
1926 Erneute Stadtrechte Nach dem Verlust der Stadtrechte in französischer Zeit trägt Nideggen seit 1926 wieder den Titel Stadt.
1972 Kommunale Neugliederung Im Rahmen der kommunalen Neugliederung wurden die Ortschaften Abenden, Berg-Thuir, Brück, Embken, Muldenau, Rath, Schmidt und Wollersheim in die Stadt Nideggen eingegliedert.
1177–1219 Bau der Pfarrkirche St. Johann Baptist Ab 1177 wurde die katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist als dreischiffige Emporenbasilika errichtet. Der Altar wurde zwischen 1180 und 1192 geweiht; der Bau entstand nach mehreren Planänderungen bis 1219.
1282 Übergabe der Kirche an den Johanniterorden Ende 1282 schenkten die Grafen von Jülich die Kirche dem ansässigen Johanniterorden. In der Folge diente sie dem Jülicher Grafenhaus als Begräbnisstätte.
um 1340 Bau des gotischen Palas Wilhelm V. von Jülich, ab 1356 Herzog Wilhelm I., ließ die Burg um einen monumentalen gotischen Saalbau erweitern. Der Palas mit etwa 61 Metern Länge und 16 Metern Breite zählt zu den bedeutendsten gotischen Saalbauten der Rheinprovinz und war laut Stadt und baukunst-nrw mit dem Aachener Kaisersaal und dem Kölner Gürzenich vergleichbar. Vom zweigeschossigen gotischen Palas aus dem Jahr 1347 haben sich laut baukunst-nrw die östliche Stirnwand sowie die talseitige Südwand erhalten.
1678–1689 Kriegsschäden unter Ludwig XIV. und im Pfälzischen Erbfolgekrieg Weitere Beschädigungen der Burg folgten durch Ludwig XIV. im Jahr 1678. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 nahm Nideggen erneut große Schäden.
1878 Erdbebenschäden an der Burg Ein Erdbeben im Jahr 1878 beschädigte die bereits geschwächte Burganlage zusätzlich.
1909 Erster Wiederaufbau als Burgenmuseum 1909 wurde die Burg erstmals wieder aufgebaut und als Burgenmuseum genutzt. Diese Nutzung endete mit erneuter Kriegszerstörung im Zweiten Weltkrieg.
1979 Wiedereröffnung des Burgenmuseums Seit 1979 besteht im Bergfried der Burg wieder das Burgenmuseum Nideggen und vermittelt mittelalterliche Burggeschichte und das Leben der Jülicher Grafen. Das Pförtnerhaus am Zwinger wurde laut baukunst-nrw 1979 rekonstruiert.
2013 700 Jahre Stadtrechte Unter dem Motto „Nideggen damals, heute und in Zukunft“ und der Schirmherrschaft von Wolfgang Niedecken feierte Nideggen das 700-jährige Jubiläum der Stadtrechtsverleihung.
1190 Urkundliche Nennung als Lehen und Offenhaus Eine Urkunde von 1190 weist Nideggen laut EBIDAT als Lehen und Offenhaus der Kölner Erzbischöfe aus. Die Burgendatenbank nennt dies als frühe schriftliche Bezeugung der Burgexistence.
1198 Weiterbau mit Steinen der Reichsburg Berenstein Als die Reichsburg Berenstein 1198 dem Erzbischof von Köln in die Hände fiel und geschleift wurde, verwendete man deren Steine laut EBIDAT zum Weiterbau von Burg Nideggen.
1888 Übernahme der Burgruine durch den Kreis Düren Ab 1888 leitete der Kreis Düren Maßnahmen ein, um die verwitternde Burg zu erhalten. EBIDAT und baukunst-nrw nennen die Übernahme der Ruine durch den Kreis Düren als Ausgangspunkt der späteren Sicherung.
1901–1906 Sicherung und Wiederaufbau unter Ludwig Arntz Zwischen 1901 und 1906 wurde die Anlage unter Ludwig Arntz umfangreich gesichert und wiederaufgebaut. Laut baukunst-nrw wurde der Bau bereits ab 1901 als Heimatmuseum genutzt.
1242 Haft des Erzbischofs Konrad von Hochstaden Erzbischof Konrad von Hochstaden wurde laut EBIDAT 1242 auf Burg Nideggen für mehrere Wochen in Haft gehalten. Die Haft steht im Kontext der Auseinandersetzungen zwischen den Grafen von Jülich und Kurköln.
1267–1271 Haft des Erzbischofs Engelbert II. von Falkenburg Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg saß laut EBIDAT zwischen 1267 und 1271 drei Jahre im Verlies der Burg Nideggen. Die Stadt nennt ihn gemeinsam mit Konrad von Hochstaden und Ludwig von Bayern als prominenten Gefangenen.
1336–1356 Aufstieg Wilhelms V. zum Markgrafen und Herzog Wilhelm V. von Jülich wurde 1336 zum Markgrafen und 1356 zum Herzog Wilhelm I. erhoben. In dieser Blütezeit erfolgte der repräsentative Ausbau der Burg zur Residenz.
1953–1976 Wappenannahme und Fortsatz am Jülicher Löwen 1953 nahm die Stadt Nideggen das auf ein Siegel von 1666 zurückgehende Wappen ohne behördliche Genehmigung an. Nach dem kommunalen Zusammenschluss wurde die offizielle Genehmigung angesucht; 1976 wurde dem Jülicher Löwen ein stilisiertes Schwanzbüschel hinzugefügt.
2016 Weitere Stolpersteinverlegungen Am 17. Juni 2016 verlegte der Künstler Gunter Demnig 16 weitere Stolpersteine in Nideggen, Berg und Embken. Im heutigen Stadtgebiet wurden insgesamt 47 Stolpersteine an 17 Standorten verlegt.
2022 Einweihung des Mahnmals für die Opfer der NS-Diktatur Am 8. Mai 2022 wurde das zentrale Mahnmal für die Opfer der NS-Diktatur in Nideggen am Zülpicher Tor eingeweiht.
1393 Verlust der bevorzugten Residenzfunktion Nachdem Herzog Wilhelm I. von Geldern aus dem Hause Jülich 1393 die Herrschaft über das Herzogtum Jülich erbte, verlor Burg Nideggen laut EBIDAT ihre Rolle als bevorzugte Residenz und diente fortan als Verwaltungssitz eines jülichschen Amtes.
1927 Ehrenbürgerschaften und Höhere Schule Am 25. Oktober 1927 wurden Paul Schaaff und Dr. Karl Jarres während der Einweihung der Höheren Schule Nideggen zu Ehrenbürgern ernannt. Schaaff wirkte als Landrat des Kreises Düren unter anderem am Burgaufbau und an der Förderung des Kur- und Fremdenverkehrs mit; Jarres war Hauptbefürworter der neuerlichen Verleihung des Stadttitels.
1963 650-Jahrfeier und Goldenes Buch Am 14. Dezember 1963 erfolgte anlässlich der 650-Jahrfeier der Stadt Nideggen die erste Eintragung in das Goldene Buch der Stadt.
1996 Aufnahme in die AG Historische Ortskerne Am 25. September 1996 wurde die Stadt Nideggen in die Arbeitsgemeinschaft Historische Ortskerne Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Im Juni 2015 fusionierten die Arbeitsgemeinschaften zur Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne NRW.
2021 Start des Projekts Denkmallandschaft Nideggens Tore Seit 2021 wird das Bundesförderprojekt „Denkmallandschaft Nideggens Tore“ umgesetzt. Es sieht Gestaltungs-, Sanierungs- und Umbaumaßnahmen zwischen den Stadttoren vor, einschließlich denkmalgerechter Sanierung der Stadtmauer und konzeptioneller Vorbereitung des Alveradisparks.
2025 Ehrenbürgerschaft für Gerald Fack Am 1. Juli 2025 wurde Gerald Fack die Ehrenbürgerschaft der Stadt Nideggen verliehen. Die Stadt würdigte seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz als Schiedsperson.
1996 Denkmalbereichssatzung für den historischen Ortskern Der Rat der Stadt Nideggen beschloss am 27. Februar 1996 die Denkmalbereichssatzung für den historischen Ortskern. Nach Angaben der Stadt bildet der gesamte alte Ortskern einen Denkmalbereich und ist durch Satzung besonders geschützt.
1998 Trägerschaftswechsel beim Christinenstift Bis zur Übernahme in die Trägerschaft der Seniorenhaus GmbH im Januar 1998 gehörte das Seniorenhaus Christinenstift den Cellitinnen zur hl. Gertrud in Düren. Das Haus liegt unterhalb der Burg am Rande der Altstadt und steht am historischen Standort eines früheren Kollegiatstifts.
2018 Schülerworkshop zum Europäischen Kulturerbejahr Im Europäischen Kulturerbejahr 2018 wurde in Nideggen ein Schülerworkshop zur Stadt- und Mauergeschichte ausgerichtet. Das LVR-Amt für Denkmalpflege nennt den Workshop gemeinsam mit Teilinstandsetzungen am Mauerwerk der Burg und am Nytstor als Ausgangspunkt denkmalgerechter Sanierungen.

Wichtige Infos

Nideggen ist eine ehemalige Herzogstadt mit mittelalterlich geprägtem Stadtkern, Burg und weitgehend erhaltener Stadtbefestigung. Sie liegt in der Rureifel am Rand des Nationalparks Eifel und verbindet kulturhistorisches Erbe mit Natur- und Freizeittourismus. Fachwerk- und Buntsandsteinhäuser, zwei erhaltene Stadttore und die Burg prägen das Ortsbild. Die Stadt ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Historischer Stadt- und Ortskerne in NRW und wurde 1996 in die frühere Arbeitsgemeinschaft Historische Ortskerne aufgenommen. Der gesamte alte Ortskern bildet einen durch Denkmalbereichssatzung besonders geschützten Denkmalbereich; die Stadt nennt die Arbeitsgemeinschaft als Zusammenschluss von 56 Städten in Nordrhein-Westfalen.

Nideggen liegt im oberen Rurtal der Nordwesteifel auf einem zwischen 295 und 333 Metern über Normalnull ansteigenden Bergsporn. Der Stadtteil Nideggen thront im Nordosten der Rureifel auf weithin sichtbaren Buntsandsteinfelsen oberhalb des mittleren Rurtals. Die Stadt liegt am nördlichen Rand des Nationalparks Eifel und ist von den Euregio-Zentren Aachen und Lüttich etwa eine Autostunde entfernt. Die Burg steht laut baukunst-nrw auf einem nach Westen gerichteten Felssporn in strategisch dienlicher Lage. Nach Darstellung des Rureifel-Tourismus thront die Burg über dem mittleren Rurtal auf der bis zu 50 Meter hohen sogenannten Burgwand, dem Höhepunkt der hiesigen Buntsandsteinformationen.

Die Stadt liegt am Nordrand des Nationalparks Eifel in der Rureifel. Burg, Burgflecken und Stadt erheben sich über steil aufragenden Buntsandsteinfelsen im mittleren Rurtal; die umliegenden Ortsteile liegen in der waldbetonten Eifellandschaft. Rund 300 Kilometer Wanderwege und ein ausgebautes Radwegenetz erschließen die Region von Nideggen aus. Die Bürgerbroschüre der Stadt beschreibt die abwechslungsreiche Landschaft aus Wald, Wasser und Wildnis am Rande des Nationalparks Eifel. In Nideggen-Schmidt besteht am Standort „Zur Schönen Aussicht“ der SternenBlick „Nachtnatur“ im Rahmen des Projekts „Unterm Sternenzelt – Eifel bei Nacht“ des Naturparks Nordeifel e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Nideggen. In den Ortsteilen Wollersheim, Rath und Berg bestehen ausgewiesene Bördeblicke mit Weitsicht in die Zülpicher Börde; angrenzend an Wollersheim verlaufen unter anderem der Braugerstenpfad und der Wollersheimer Mühlenweg.

Historisch waren Kleingewerbe, Handwerk und Landwirtschaft prägend. Unter preußischer Herrschaft erfuhr Nideggen erneut wirtschaftlichen Aufschwung, der auch der Instandsetzung historischer Bausubstanz zugutekam. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Nideggen als Luft- und Kneippkurort zu einem touristischen Ziel.

Der historische Stadtkern, die Burg Nideggen mit Burgenmuseum, zwei erhaltene Stadttore und die Stadtmauer aus Buntsandstein prägen das Ortsbild. Nideggen ist Standort eines Nationalpark-Tors und Ausgangspunkt für Wander- und Radwege in der Rureifel. Historische Stadtführungen, das Klettergebiet an den Buntsandsteinfelsen und der nahe Rursee ergänzen das Angebot. Der Wildpark Schmidt erstreckt sich über etwa 36 Hektar und zeigt unter anderem Rotwild, Damwild und Mufflons auf einem rund fünf Kilometer langen Wanderweg. Der Sonnenstrand Eschauel und das Natur-Freibad Abenden erweitern das Freizeitangebot am Wasser. Direkt an der Rur liegen vier Campingplätze, darunter Hetzingen, Hetzinger Hof, Sauerbier und Bott. In Schmidt besteht der SternenBlick „Nachtnatur“ zur Beobachtung des Nachthimmels. Ausgewiesene Bördeblicke in Wollersheim, Rath und Berg sowie der Eifel-Blick auf dem Damenerker der Burg erweitern das Aussichtsangebot. Am Bahnhof Nideggen-Brück unterhält die Biologische Station im Kreis Düren die naturkundliche Dauerausstellung „Rur und Fels“.

Das Burgenmuseum im Bergfried der Burg informiert seit 1979 über mittelalterliches Burgenleben und die Geschichte der Jülicher Grafen. Veranstaltungen wie HandFest und das Musikfestival Bühne unter Sternen auf der Burg bereichern das Kulturangebot. Der MSC Burgring Nideggen Eifel Classic e.V. pflegt die Erinnerung an die Eifelrennen der 1920er Jahre mit Oldtimerveranstaltungen. Der Kunst- und Museumsverein sorgt von Mai bis September für Kunstausstellungen im Dürener Tor. Das Goldene Buch der Stadt dokumentiert seit der 650-Jahrfeier 1963 Eintragungen von Gästen aus Politik, Kultur und Bürgerschaft. Die Ausstellung „Rur und Fels“ der Biologischen Station Düren präsentiert in Dioramen Lebensräume von Mittelgebirgsfluss und Buntsandsteinfelsen, darunter Biber, Steppengrashüpfer, Ameisenlöwe und Schlingnatter.

Prägende Bauwerke sind die Burg Nideggen mit Bergfried und gotischem Palas, die fast vollständig erhaltene Stadtmauer, das Dürener Tor, das Zülpicher Tor und die katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist. Der Zugang zur Burg führt laut baukunst-nrw über das Nytstor, eine rundbogige Toranlage aus dem 13. Jahrhundert. Der historische Stadtkern wird zudem durch Fachwerk- und Buntsandsteinhäuser geprägt, darunter Patrizierhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Stadtwappen zeigt den Jülicher Löwen mit blauem Pfeil und geht auf ein Siegel des Jahres 1666 zurück. Offizielle Projektunterlagen der Stadt nennen zudem das Brandenberger Tor und den Alveradispark als Teile der Denkmallandschaft zwischen den Toren. In der Nordwestecke der Burg befindet sich laut baukunst-nrw ein in den 1950er Jahren errichteter Winkelbau, der als Burgrestaurant genutzt wird. Das LVR-Amt für Denkmalpflege nennt zudem nachgewiesene Standorte von Rathaus, Hospital (Im Altwerk 1), Stift (Christinenstift) und Burgmannshof (Bewershof). Der Westturm der Burg, der sogenannte Damenerker, besteht laut Rureifel-Tourismus überwiegend aus Bausubstanz des 14. Jahrhunderts und dient als Eifel-Blick über das mittlere Rurtal.

Nideggen verfügt über touristische Infrastruktur mit Nationalpark-Tor und Tourist-Information des Rureifel-Tourismus im Schwarzen Haus am Zülpicher Tor, Campingplätzen und Trekkingplätzen in der Region. Die DJH-Jugendherberge Nideggen wurde 2012 eröffnet und liegt in direkter Nachbarschaft zum Nationalpark Eifel. Im Stadtteil Abenden besteht ein Natur-Freibad mit Nichtschwimmerbereich, Spielplatz und angrenzenden Sportflächen. Die Stadt bietet zudem Ladestationen für E-Bikes und Elektrofahrzeuge sowie Mobilstationen mit Fahrradboxen. Seit 2021 unterstützt das Bundesförderprojekt „Denkmallandschaft Nideggens Tore“ die barrierearme Gestaltung öffentlicher Räume und die Sanierung der Stadtmauer; der Alveradispark außerhalb der Stadtmauer wird konzeptionell als generationsübergreifender Bewegungspark vorbereitet. Projektunterlagen nennen unter anderem Entdeckerpfad und Entdeckersteg als außerschulischen Lernort mit barrierefreiem Blick auf Stadt, Burg und Rurtal. Die Biologische Station im Kreis Düren ist in Nideggen-Brück an der Zerkaller Straße 5 ansässig.

  • Burg Nideggen
  • Burgenmuseum Nideggen
  • Historische Stadtmauer mit Dürener Tor und Zülpicher Tor
  • Nationalpark-Tor Nideggen
  • Buntsandsteinfelsen im Rurtal
  • Nationalpark Eifel
  • Pfarrkirche St. Johann Baptist
  • Pfarrkirche St. Johann Baptist mit Apsisfresko
  • Fachwerk- und Buntsandsteinhäuser im Stadtkern
  • HandFest Kunst- und Handwerkermarkt
  • Musikfestival Bühne unter Sternen
  • Rurufer-Radweg
  • DJH-Jugendherberge Nideggen
  • Nytstor zur Burg
  • Wildpark Schmidt
  • Sonnenstrand Eschauel
  • Natur-Freibad Abenden
  • Kunstausstellungen im Dürener Tor
  • Stolpersteine gegen das Vergessen
  • Mahnmal für die Opfer der NS-Diktatur
  • Mitgliedschaft AG Historische Stadt- und Ortskerne NRW
  • Stadtwappen mit Jülicher Löwen
  • Vier Campingplätze an der Rur
  • SternenBlick Nachtnatur in Schmidt
  • Alveradispark
  • Denkmallandschaft Nideggens Tore
  • Brandenberger Tor
  • Burgrestaurant auf der Burg Nideggen
  • Goldenes Buch der Stadt Nideggen
  • Denkmalbereich historischer Ortskern
  • Ausstellung Rur und Fels
  • Biologische Station im Kreis Düren in Brück
  • Eifel-Blick Damenerker
  • Bördeblick Nideggen-Wollersheim
  • Bördeblick Nideggen-Rath
  • Bördeblick Nideggen-Berg
  • Christinenstift
  • Bewershof
  • Hospitalstandort Im Altwerk 1
  • Burgwand Buntsandsteinformation
  • Braugerstenpfad bei Wollersheim
  • Düren
  • Heimbach
  • Zülpich
  • Abenden
  • Brück
  • Schmidt
  • Kreuzau
  • Berg-Thuir
  • Embken
  • Muldenau
  • Rath
  • Wollersheim
  • Eschauel
  • Hetzingen
  • Klaus
  • Boich
  • Zerkall

Spannende Ereignisse

Nideggens Geschichte ist geprägt von der Burg als Residenz der Jülicher Grafen, der mittelalterlichen Stadterhebung, mehrfachen Kriegszerstörungen, dem Wiederaufbau nach 1945 und dem Wiedererlangen des Stadttitels im 20. Jahrhundert. Motorsportgeschichte, Kirchenkunst, die Erinnerungskultur an die NS-Opfer, das Stadtrechtsjubiläum 2013, die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft Historische Ortskerne, die Denkmalbereichssatzung für den Ortskern sowie aktuelle Städtebauförderung und naturkundliche Umweltbildung gehören ebenfalls zu den markanten Ereignissen.

Zeitraum Titel Kategorie Beschreibung Bedeutung
1313 Verleihung der Stadtrechte Geschichte Graf Gerhard von Jülich, Elisabeth von Brabant und der älteste Sohn Wilhelm verliehen Nideggen am Weihnachtstag 1313 die Stadtrechte und verpflichteten die Nachfolger in einem Privilegienbrief, das Recht dauerhaft zu wahren. Die Stadterhebung markiert den Beginn der planmäßig befestigten Stadt als Ergänzung der Burg und begründet Nideggens über Jahrhunderte sichtbare mittelalterliche Stadtstruktur.
1542 Zerstörung der Burg im Geldrischen Erbfolgekrieg Geschichte Im Geldrischen Erbfolgekrieg zerstörte Kaiser Karl V. die Burg Nideggen in großen Teilen. Der Kriegsschaden leitete den langfristigen Verfall der Burg ein und prägte die spätere Nutzung der Anlage als Ruine und Steinbruch.
1794 Ende des Herzogtums Jülich und Verkauf der Burg Politik Mit dem Einmarsch französischer Revolutionstruppen endete das Herzogtum Jülich und das Amt Nideggen. Die verfallene Burg wurde auf Abbruch verkauft und über Jahre als Steinbruch genutzt. Das Ereignis beendete die jahrhundertelange Verbindung Nideggens mit der herzoglichen Herrschaft und führte zum weitgehenden Verlust der Burganlage.
1922 Erstes Eifelrennen um Nideggen Kultur Am 15. Juli 1922 fand das erste Rennen auf der legendären Rundstrecke um Nideggen statt. Weitere Eifelrennen folgten bis 1926; unter den Teilnehmern waren unter anderem Gustav Münz, die Brüder Fritz und Hans von Opel sowie Rudolf Caracciola. Die Rennen begründeten eine frühe Motorsporttradition in der Eifel und gelten als wegweisend für die spätere Entwicklung des Nürburgrings.
1939–1945 Schwere Zerstörung im Zweiten Weltkrieg Katastrophe Im Zweiten Weltkrieg wurde Nideggen stark zerstört. Nur elf Prozent der Gebäude blieben unversehrt; Burg, Pfarrkirche und Stadtbefestigung wurden anschließend wiederaufgebaut. Der Kriegsschaden prägte den städtebaulichen Wiederaufbau, bei dem der mittelalterliche Charakter des Stadtkerns bewusst wiederhergestellt wurde.
um 1340 Bau des gotischen Palas Kultur Wilhelm V. von Jülich ließ die Burg um einen gotischen Saalbau von etwa 61 Metern Länge und 16 Metern Breite erweitern. Der Palas zählt zu den bedeutendsten gotischen Saalbauten der Rheinprovinz und unterstreicht die Residenzfunktion Nideggens für die Jülicher Herrscher.
1689 Zerstörungen im Pfälzischen Erbfolgekrieg Katastrophe Im Pfälzischen Erbfolgekrieg nahm Nideggen große Schäden an Stadt und Befestigung. Zuvor waren bereits 1678 Beschädigungen unter Ludwig XIV. an der Burg dokumentiert. Die wiederholten frühneuzeitlichen Zerstörungen schwächten Burg und Stadt nachhaltig und bereiteten den späteren Verkauf der Burgruine als Steinbruch vor.
1898 Entdeckung und Restaurierung des Apsisfreskos Kultur In der Pfarrkirche St. Johann Baptist wurde das um 1240 geschaffene Apsisfresko entdeckt und restauriert. Nach Kriegsschäden erfolgte 1955/1956 eine erneute aufwendige Restaurierung. Das Fresko zählt zu den herausragenden kunsthistorischen Zeugnissen Nideggens und prägt bis heute die Wahrnehmung der romanischen Pfarrkirche.
1979 Wiedereröffnung des Burgenmuseums Kultur Nach Kriegszerstörung und Wiederaufbau ab Mitte der 1950er Jahre wurde 1979 im Bergfried erneut ein Burgenmuseum eröffnet. Das Museum macht die Geschichte der Burg und der Jülicher Grafen dauerhaft öffentlich zugänglich und ist ein zentraler kultureller Anziehungspunkt der Stadt.
2013 700-Jahr-Feier der Stadtrechte Kultur Nideggen feierte unter dem Motto „Nideggen damals, heute und in Zukunft“ und der Schirmherrschaft von Wolfgang Niedecken das 700-jährige Jubiläum der Stadtrechtsverleihung von 1313. Das Jubiläum rückte die mittelalterliche Stadtgeschichte in den öffentlichen Fokus und verband historische Erinnerung mit einem zeitgenössischen Stadtfest.
1242 Haft des Kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden Politik Erzbischof Konrad von Hochstaden wurde laut EBIDAT 1242 für mehrere Wochen auf Burg Nideggen gefangen gehalten. Die Haft belegt die Rolle der Burg als Trutzfeste der Jülicher Grafen im Konflikt mit Kurköln.
1267–1271 Dreijährige Haft Engelberts II. von Falkenburg Politik Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg saß laut EBIDAT drei Jahre im Verlies der Burg Nideggen. Die lange Gefangenschaft eines Kölner Erzbischofs unterstreicht die militärische und politische Bedeutung Nideggens im 13. Jahrhundert.
1888 Übernahme der Burgruine durch den Kreis Düren Kultur Der Kreis Düren übernahm 1888 die verfallene Burg und leitete Erhaltungsmaßnahmen ein, auf die 1901 bis 1906 Sicherungsarbeiten unter Ludwig Arntz folgten. Die Übernahme beendete die jahrzehntelange Steinbruchnutzung und legte den Grundstein für die museale und touristische Nachnutzung der Anlage.
2016 Stolpersteinverlegungen in Nideggen und Ortsteilen Kultur Am 17. Juni 2016 verlegte Gunter Demnig 16 weitere Stolpersteine in Nideggen, Berg und Embken. Insgesamt bestehen im Stadtgebiet 47 Stolpersteine an 17 Standorten. Die Verlegungen machen die Verfolgung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger im heutigen Stadtgebiet sichtbar und gehören zur öffentlichen Erinnerungskultur der Stadt.
2022 Einweihung des Mahnmals am Zülpicher Tor Kultur Am 8. Mai 2022 wurde das zentrale Mahnmal für die Opfer der NS-Diktatur am Zülpicher Tor eingeweiht. Das Mahnmal ergänzt die Stolpersteine um einen zentralen Erinnerungsort im historischen Stadtraum.
1393 Verlust der Residenzfunktion der Burg Politik Mit dem Erbschaftsübergang der Herrschaft über das Herzogtum Jülich an Herzog Wilhelm I. von Geldern aus dem Hause Jülich verlor Burg Nideggen laut EBIDAT ihre Rolle als bevorzugte Residenz und diente fortan als Verwaltungssitz eines jülichschen Amtes. Der Funktionswechsel markiert das Ende der Blütezeit Nideggens als bevorzugte Residenzstadt der Jülicher Herrscher und leitete die administrative Nutzung der Anlage ein.
1963 650-Jahrfeier und Eröffnung des Goldenen Buchs Kultur Am 14. Dezember 1963 erfolgte anlässlich der 650-Jahrfeier der Stadt Nideggen die erste Eintragung in das Goldene Buch. Die Feier dokumentiert die öffentliche Erinnerung an die Stadtrechtsverleihung von 1313 und begründete eine fortlaufende Repräsentations- und Gästekultur der Stadt.
1996 Aufnahme in die AG Historische Ortskerne Politik Am 25. September 1996 wurde Nideggen in die Arbeitsgemeinschaft Historische Ortskerne Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Die Aufnahme bindet Nideggen in den landesweiten Austausch zur Bewahrung und Erneuerung historischer Ortskerne ein und unterstreicht den Denkmalwert des Stadtkerns.
2021 Bundesförderprojekt Denkmallandschaft Nideggens Tore Kultur Seit 2021 wird mit Bundesmitteln das Projekt „Denkmallandschaft Nideggens Tore“ umgesetzt. Es umfasst Sanierungs- und Gestaltungsmaßnahmen zwischen den Stadttoren, die denkmalgerechte Sanierung der Stadtmauer und die Vorbereitung des Alveradisparks. Das Projekt sichert die mittelalterliche Stadtstruktur für Besuchende und Anwohnende und verbindet Denkmalschutz mit Barrierearmut und Aufenthaltsqualität im historischen Kern.
1927 Ehrenbürgerschaften anlässlich der Höheren Schule Politik Am 25. Oktober 1927 wurden Paul Schaaff und Dr. Karl Jarres während der Einweihung der Höheren Schule Nideggen zu Ehrenbürgern ernannt. Die Ehrungen verbinden den Wiederaufstieg Nideggens zur Stadt und den Ausbau von Bildung und Fremdenverkehr mit zwei überregional wirksamen Persönlichkeiten.
1996 Beschluss der Denkmalbereichssatzung Politik Am 27. Februar 1996 beschloss der Rat der Stadt Nideggen die Denkmalbereichssatzung für den historischen Ortskern. Die Satzung schützt den gesamten alten Ortskern als Denkmalbereich und bildet bis heute den rechtlichen Rahmen für Denkmalschutz und Gestaltungsberatung im historischen Stadtraum.
seit Ausbau durch die Biologische Station Naturkundliche Ausstellung Rur und Fels in Brück Kultur Die Biologische Station Düren baute den alten Güterschuppen des ehemaligen Bahnhofs Nideggen-Brück zur naturkundlichen Dauerausstellung „Rur und Fels“ aus. Die Ausstellung vergleicht die Lebensräume von Mittelgebirgsfluss und Buntsandsteinfelsen und ist barrierefrei sowie fußläufig mit dem ÖPNV erreichbar. Die Ausstellung macht die Naturausstattung des Rurtals vor Ort erlebbar und verknüpft Umweltbildung unmittelbar mit dem Bahnhof Nideggen-Brück als Zugangstor zur Rureifel.

Wichtige Menschen

Nideggens mittelalterliche Entwicklung steht im engen Zusammenhang mit den Grafen und Herzögen von Jülich, die Burg und Stadt errichteten, ausbauten und mit Stadtrechten ausstatteten. Später prägten Architekten des Wiederaufbaus sowie Persönlichkeiten aus Politik, Erinnerungsarbeit, Kultur, religiöser Verehrung und kommunalem Ehrenamt das öffentliche Bild des Ortes.

Name Rolle Lebensdaten Ortsbezug Relevanz
Wilhelm II. von Jülich Graf von Jülich gestorben 1207 Er ließ zwischen 1177 und 1191 die Burg Nideggen errichten und legte damit die Grundlage für die Siedlung am Bergsporn über dem Rurtal. Nach dem Tod Adalberts von Maubach-Nörvenich 1177 errichtete er die Burg auf dem Allodialgut seiner Frau Alveradis. Der Burgbau begründete Nideggen als festungs- und herrschaftliches Zentrum der Jülicher Grafen und prägt die Stadtlandschaft bis heute.
Gerhard von Jülich Graf von Jülich Er verlieh Nideggen am Weihnachtstag 1313 gemeinsam mit Elisabeth von Brabant und dem ältesten Sohn Wilhelm die Stadtrechte und verpflichtete seine Nachfolger zur dauerhaften Wahrung des Privilegs. Die Stadterhebung 1313 ist der maßgebliche Gründungsakt der heutigen Stadt Nideggen.
Wilhelm V. von Jülich Graf von Jülich, ab 1356 Herzog Wilhelm I. 1328–1361 Er ließ die Burg Nideggen ab etwa 1340 erweitern, darunter den monumentalen gotischen Palas. 1336 wurde er zum Markgrafen und 1356 zum Herzog erhoben. Der Palas mit etwa 61 Metern Länge und 16 Metern Breite zählt zu den bedeutendsten gotischen Saalbauten der Rheinprovinz.
Ludwig von Bayern Herzog von Bayern Er wurde als Gefangener auf der Burg Nideggen festgehalten, wie die Stadt in ihrer Darstellung der Burggeschichte überliefert. Er steht exemplarisch für die Bedeutung der Burg als Trutzfeste und Ort politischer Haft im Mittelalter.
Elisabeth von Brabant Gräfin von Jülich Sie war an der Verleihung der städtischen Freiheiten an Nideggen am Weihnachtstag 1313 beteiligt. Ihre Mitwirkung an der Stadtrechtsverleihung ist in der lokalen Geschichtsdarstellung als Teil des Gründungsaktes von 1313 überliefert.
Wilhelm IV. von Jülich Graf von Jülich gestorben 1278 Sein Grabmal und das seiner Frau Ricarda sind in der Pfarrkirche St. Johann Baptist erhalten. Die Kirche diente dem Jülicher Grafenhaus als Begräbnisstätte. Unter seiner Herrschaft verschlechterte sich laut EBIDAT das Verhältnis zu Kurköln bis zum offenen Konflikt. Das erhaltene Grabmal belegt die enge Verbindung zwischen Grafenhaus und Pfarrkirche und gehört zu den bedeutenden Ausstattungsstücken der Kirche.
Konrad von Hochstaden Erzbischof von Köln Er wurde als Gegner der Jülicher Grafen 1242 für mehrere Wochen auf der Burg Nideggen gefangen gehalten. Seine Haft belegt die politische und militärische Bedeutung der Burg im Machtgefüge des mittelalterlichen Rheinlands.
Engelbert II. von Falkenburg Erzbischof von Köln Er saß laut EBIDAT zwischen 1267 und 1271 drei Jahre im Verlies der Burg Nideggen. Gemeinsam mit anderen hochgestellten Gefangenen unterstreicht seine Haft die Rolle Nideggens als Trutzfeste der Jülicher Grafen.
Ludwig Arntz Straßburger Dombaumeister und Architekt Zwischen 1898 und 1900 leitete er die Sanierung der Pfarrkirche St. Johann Baptist. Zwischen 1901 und 1906 leitete er zudem die Sicherung und den Wiederaufbau der Burg Nideggen. Seine Arbeiten sicherten den romanischen Kirchenbau und die Burganlage vor dem Ersten Weltkrieg und fielen mit der frühen musealen Nutzung der Burg zusammen.
Heinrich Lauer Architekt Der ortsansässige Architekt leitete den Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg schwer zerstörten Pfarrkirche St. Johann Baptist bis 1957. Sein Wiederaufbau in historischer Form prägte das heutige Erscheinungsbild der denkmalgeschützten Kirche.
Wolfgang Niedecken Musiker und Schirmherr Er übernahm 2013 die Schirmherrschaft über das 700-jährige Stadtrechtsjubiläum Nideggens. Die Schirmherrschaft verband das historische Jubiläum mit einer überregional bekannten kulturellen Persönlichkeit.
Alveradis von Maubach-Nörvenich Erbin des Allodialguts Nach dem Tod ihres Vaters Graf Adalbert von Maubach-Nörvenich 1177 erbte sie das Allodialgut, auf dem ihr Ehemann Wilhelm II. von Jülich die Burg Nideggen errichten ließ. Der außerhalb der Stadtmauer gelegene Alveradispark trägt ihren Namen und ist Gegenstand aktueller Städtebauförderung. Ihr Erbe bildete laut EBIDAT die besitzrechtliche Grundlage für die Gründung der Burg Nideggen.
Gunter Demnig Künstler Er verlegte am 17. Juni 2016 weitere Stolpersteine in Nideggen, Berg und Embken. Die Stolpersteine machen die Verfolgung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger im Stadtgebiet dauerhaft im öffentlichen Raum sichtbar.
Paul Schaaff Landrat des Kreises Düren und Ehrenbürger 1885–1966 Am 25. Oktober 1927 wurde ihm während der Einweihung der Höheren Schule Nideggen die Ehrenbürgerschaft verliehen. Er war von 1924 bis 1933 Landrat des Kreises Düren und wirkte am Aufbau der höheren Schule, am Burgaufbau sowie an der Förderung des Kur- und Fremdenverkehrs mit. Die Stadt würdigt ihn als zentrale Figur des kommunalen und touristischen Aufschwungs Nideggens in der Zwischenkriegszeit.
Dr. Karl Jarres Politiker und Ehrenbürger 1874–1951 Am 25. Oktober 1927 wurde ihm während der Einweihung der Höheren Schule Nideggen die Ehrenbürgerschaft verliehen; die Urkunde wurde ihm später überreicht. Die Stadt nennt ihn als Hauptbefürworter der neuerlichen Verleihung des Titels „Stadt“. Seine Unterstützung der Stadterhebung 1926 verbindet ihn unmittelbar mit dem wiedererlangten Stadttitel Nideggens.
Gerald Fack Schiedsperson und Ehrenbürger geboren 1944 Am 1. Juli 2025 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt Nideggen verliehen. Die Stadt würdigte seinen besonderen Einsatz zum Wohl der Wertegemeinschaft im Rahmen seiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit als Schiedsperson. Er steht für das kommunale Ehrenamt der Gegenwart und gehört zu den offiziell geehrten Persönlichkeiten der Stadt.
Wilhelm III. von Jülich Graf von Jülich Nach dem Tod Wilhelms II. 1207 übernahm laut EBIDAT sein Neffe Wilhelm III. die Herrschaft über Burg Nideggen. Seine Nachfolge sicherte die Kontinuität der Jülicher Herrschaft über die junge Burganlage und die Siedlung am Bergsporn.
Christina von Stommeln mittelalterliche Mystikerin gestorben 1312 Am Standort des heutigen Christinenstifts unterhalb der Burg befand sich über zwei Jahrhunderte ihre Grab- und Verehrungstätte in einem eigens errichteten Kollegiatstift. Die Reliquien gelangten im 16. Jahrhundert nach Jülich. Die Verehrung Christinas prägte den späteren Stift- und Klosterstandort am Rand der Altstadt und gibt dem heutigen Seniorenhaus Christinenstift seinen Namen.

Quellen

Quelle Herausgeber Belegt
Gemeindeverzeichnis: Nideggen, Stadt Statistisches Landesamt NRW / Statistikportal.de Einwohnerzahl gesamt und nach Geschlecht, Fläche, Bevölkerungsdichte, Postleitzahl, Bundesland, Kreis, Regierungsbezirk Köln, Gemeindetyp Stadt, Gemeindeschlüssel, Verwaltungsanschrift
Rheinischer Städteatlas Nideggen LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte Lage 295–333 m, historische Entwicklung, Burg um 1190, Pfarre bis 1220, Stadtanlage 1283–1313, Stadterhebung 1313, Stadttitel seit 1926, Wirtschaft und Kurort
Burgenmuseum Stadt Nideggen Bau der Burg 1177–1191, Palasausbau um 1340, Stadtrechte 1313, Kriegszerstörungen 1542 und 1678, Erdbeben 1878, Burgenmuseum 1909 und seit 1979, Gefangene auf der Burg inkl. Ludwig von Bayern um 1214, Burgrestaurant
Wappen der Stadt Nideggen Stadt Nideggen Stadtrechte 25. Dezember 1313, Bedeutung als Kraftzentrum 1250–1542, Gebietsreform 1971/1972, Wappenbeschreibung, Siegel 1666, Annahme 1953, Fortsatz 1976
Tourismus und Kultur Stadt Nideggen Stadtbild, Burg, Stadttore, Nationalpark-Tor, Rureifel-Tourismus, Camping, Jugendherberge, E-Ladestationen, Mobilstationen, Trekkingplätze
Nideggen und seine Stadtteile Stadt Nideggen neun Ortsteile, Lage im Nordosten der Rureifel, Städtepartnerschaft Orroli, Mitgliedschaft AG Historische Stadt- und Ortskerne, 47 Stolpersteine an 17 Standorten, Mahnmal am Zülpicher Tor 8. Mai 2022
Nationalpark-Tor Nideggen Nationalparkverwaltung Eifel Nationalpark-Tor am Zülpicher Tor, Tourist-Information im Schwarzen Haus
Historischer Stadtkern Nideggen baukunst-nrw Lage am Nationalpark, Burg und Pfarrkirche ab 1177, Stadtbefestigung und Stadttore, Zerstörungen 1543 und 1689, Ende 1794, preußischer Aufschwung, Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, Fachwerk- und Patrizierhäuser
Nideggen – Romantisches Burgstädtchen Arbeitsgemeinschaft Historischer Stadt- und Ortskerne in NRW Stadtcharakter, Burgenmuseum seit 1979, Eifelrennen 1922–1926 und Teilnehmer, Gebietsreform 1972, Kriegszerstörung, Veranstaltungen, Verkehrsanbindung, Klettergebiet, Rursee, 700-Jahr-Feier 2013, Rurufer-Radweg, 300 km Wanderwege
Klettergebiet Nideggen Stadt Nideggen Naturschutzgebiet Buntsandsteinfelsen im Rurtal, FFH- und Vogelschutzgebiet, Kletterkontingent, Kletterticket
St. Johannes Baptist Nideggen baukunst-nrw Kirchenbau 1177–1219, Altarweihe 1180–1192, Johanniter 1282, Begräbnisstätte der Grafen, Sanierung Ludwig Arntz 1898–1900, Wiederaufbau Heinrich Lauer bis 1957, Grabmal Wilhelm IV., Denkmalschutz 1987
Pfarrkirche St. Johann Baptist Nideggen Eifel Tourismus / eifel.de romanische Pfarrkirche, Apsisfresko um 1240, Entdeckung 1898, Restaurierung 1955/1956
Schulen Stadt Nideggen Gemeinschaftsgrundschule Burgblick-Nideggen, Katholische Grundschulen Embken und Schmidt, Sekundarschule Kreuzau-Nideggen
Nationalpark-Schulen Nationalparkverwaltung Eifel Beteiligung der Nideggener Schulen am Projekt Nationalpark-Schulen
Jugendherberge Nideggen Rureifel Tourismus Eröffnung der Jugendherberge 2012, Lage am Nationalpark Eifel, Blick auf Burg und Landschaft
RurUfer Radweg Rureifel Tourismus Verlauf und Länge des Rurufer-Radwegs entlang der Rur
Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Nideggen-Orroli e.V. Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Nideggen-Orroli e.V. Städtepartnerschaft mit Orroli auf Sardinien, Vereinsgründung April 2023, Austauschfelder
EBIDAT Burgendatenbank: Nideggen Europäisches Burgeninstitut / EBIDAT Burggründung 1177–1190, Alveradis und Adalbert von Maubach-Nörvenich, Urkunde 1190, Berenstein 1198, Haft Konrad 1242 und Engelbert II. 1267–1271, Stadtanlage ab etwa 1283, Wilhelm V. 1336/1356, Wilhelm III. Nachfolge 1207, Verlust Residenzfunktion nach 1393, Gerhard von Berg, Übernahme durch Kreis Düren 1888, Sicherung 1901–1906, Rotsandsteinbauweise
Burg Nideggen baukunst-nrw Burgbau unter Wilhelm II. ab 1177/1180, Siedlungsname Nydeckin, Palasvergleich mit Kaisersaal und Gürzenich, Palasreste 1347, Nytstor 13. Jahrhundert, Kapelle im Wohnturm, Heimatmuseum ab 1901, Sicherung unter Ludwig Arntz 1901–1906, Pförtnerhaus-Rekonstruktion 1979, Winkelbau Burgrestaurant 1950er Jahre, Denkmalschutz
Bürgerbroschüre Stadt Nideggen rund 10.000 Einwohner, Ortsteile, Lage in der Rureifel am Nationalpark Eifel, mildes Reizklima, Landschaft Wald-Wasser-Wildnis
Wildpark Schmidt - in der Eifel zuhause Stadt Nideggen Wildpark Schmidt 36 ha, Rotwild Damwild Mufflons, etwa 5 km Wanderweg, Streichelzoo, Café
Freizeittipps Stadt Nideggen Sonnenstrand Eschauel an der Rurtalsperre bei Schmidt, Natur-Freibad Abenden, Kunstausstellungen im Dürener Tor Mai–September, Wildpark in dritter Generation Familie Scheidtweiler, historische Stadtführungen
Freibad Abenden Stadt Nideggen Natur-Freibad Abenden, Nichtschwimmerbereich, Spielplatz, Sportflächen, Lage zwei Gehminuten von der Rurtalbahn-Haltestelle Abenden
Kunstausstellungen im Dürener Tor Stadt Nideggen Kunstausstellungen Mai–September im Dürener Tor, Kunst- und Museumsverein Nideggen
Badestrand Eschauel Eifel Tourismus / eifel.de Badestrand Eschauel unterhalb von Schmidt am Rursee, Adresse Eschaueler Weg
Weitere Stolpersteine wider das Vergessen in Nideggen verlegt Stadt Nideggen Verlegung von 16 Stolpersteinen am 17. Juni 2016 durch Gunter Demnig in Nideggen, Berg und Embken, Erinnerung an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger
Ehrenbürger Stadt Nideggen Ehrenbürgerschaften Paul Schaaff und Dr. Karl Jarres 25. Oktober 1927, Höhere Schule Nideggen, Landrat Schaaff 1924–1933, Burgaufbau und Fremdenverkehr, Jarres als Befürworter des Stadttitels, Ehrenbürgerschaft Gerald Fack 1. Juli 2025, Lebensdaten
Goldenes Buch Stadt Nideggen Erste Eintragung 14. Dezember 1963 anlässlich der 650-Jahrfeier, fortlaufende Gästeeinträge aus Politik, Kultur und Bürgerschaft
Camping Stadt Nideggen Vier Campingplätze direkt an der Rur meist mit Blick auf die Burg, ganzjährige Nutzung, Campingplätze Hetzingen, Hetzinger Hof, Sauerbier und Bott, Freizeitangebot Angeln Segeln Kanu Radfahren Wandern Schwimmen
Sternenblicke Stadt Nideggen SternenBlick Nachtnatur in Nideggen-Schmidt Zur Schönen Aussicht, Projekt Unterm Sternenzelt Eifel bei Nacht, Naturpark Nordeifel e.V., geringe Lichtverschmutzung, geführte Wanderungen
Nideggen Denkmallandschaft Nideggens Tore Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung / Nationale Projekte des Städtebaus Projektlaufzeit seit 2021, Bundesmittel, Einwohnerzahl 10.841, Sanierung Stadtmauer, barrierearme Innenstadt, Alveradispark als Bewegungspark
AG Historische Stadt- und Ortskerne Stadt Nideggen Aufnahme Nideggens in die AG Historische Ortskerne am 25. September 1996, Fusion zur AG Historische Stadt- und Ortskerne NRW im Juni 2015, Hintergrund der Arbeitsgemeinschaften 1987 und 1990
Zuwendungsantrag NPS 2020 Denkmallandschaft Nideggens Tore Stadt Nideggen Brandenberger Tor, Bahnhofsstraße, Alveradispark, Bewersgraben, Stadtmauersanierung, barrierearme Neugestaltung zwischen den Toren
Entdeckerpfad / Stadt-Land-Burg Die Mauern von Nideggen Stadt Nideggen / LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland Projektwoche 2018 mit rund 400 Teilnehmenden, Bau von Burg Burgflecken und Stadt 1177 bis um 1356 aus lokalen Natursteinen, Europa Nostra Award 2019 Bezüge, Entdeckerpfad
Übernachten in Nideggen Rureifel Tourismus Campingplatz Hetzingen Lage an der Rur gegenüber der Burg auf etwa 325 m, Nähe Nationalpark Eifel und Rursee, Wander- und Radwege
Naturkundliche Dauerausstellung Rur & Fels Biologische Station im Kreis Düren e.V. Ausstellung im Güterschuppen Bahnhof Nideggen-Brück, Lebensräume Rur und Buntsandsteinfelsen, Dioramen Biber Steppengrashüpfer Ameisenlöwe Schlingnatter, barrierefreier Zugang, freier Eintritt, Umweltbildung
Ausstellung Rur & Fels Kreis Düren Standort Biologische Station Zerkaller Str. 5 in Nideggen, Dauerausstellung Rur und Fels, Anschluss an die Rurtalbahn
Denkmalschutz Stadt Nideggen Denkmalbereich gesamter alter Ortskern, Denkmalliste, Mitgliedschaft AG Historische Stadt- und Ortskerne mit 56 Städten in NRW, Fremdenverkehrsbedeutung des historischen Kerns
Denkmalbereichssatzung historischer Ortskern Nideggen Stadt Nideggen Ratsbeschluss 27. Februar 1996, Geltungsbereich Denkmalbereich Ortskern Nideggen
Denkmalfachliche Stellungnahme NW Nideggens Tore LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland Burg ab 1177 als Machtsymbol gegenüber Berenstein, Burgflecken und Kirche St. Johannes Baptist, Stadtanlage Anfang 14. Jh., Hospital Im Altwerk 1, Stift Christinenstift, Burgmannshof Bewershof, Stadtmauer Baubefunde 1180–1350, Schülerworkshop 2018, Teilinstandsetzung Nytstor
Bördeblick Nideggen-Wollersheim Rureifel Tourismus Aussichtspunkt Wollersheim, angrenzende Wege Braugerstenpfad und Wollersheimer Mühlenweg, Radwege Bördeschleife Süd
Bördeblick Nideggen-Rath Rureifel Tourismus Aussichtspunkt Rath, Rather Straße und Boicher Weg, Dorfspaziergang Rath, NRW-Radweg zwischen Boich und Rath
Bördeblick Nideggen-Berg Rureifel Tourismus Aussichtspunkt Berg, Parkplatz Sportplatz Frankenstraße, Wanderwege Sonnenweg und Berg mit Weitsicht
Eifel-Blick Burg Nideggen Rureifel Tourismus Damenerker Westturm etwa 300 m ü. NN, Fernblick mittleres Rurtal und Nationalpark Eifel, Burgwand bis 50 m, Bergfried 1177–1190, Zufahrten L 249 B 399 L 11 L 246 B 265
Braugerstenpfad Rureifel Tourismus Wanderweg 13,8 km in der Zülpicher Börde, Lössboden und Agrarlandschaft, Weitblicke, Anschluss an Wollersheimer Bördeblick-Wege
Historie Seniorenhaus Christinenstift Cellitinnen-Seniorenhaus Christinenstift / Seniorenhaus GmbH Lage unterhalb der Burg am Altstadtrand, Namensgeberin Christina von Stommeln gestorben 1312, Kollegiatstift und Grabstätte, Reliquien nach Jülich im 16. Jahrhundert, Franziskanerminoriten, Trägerschaftswechsel Januar 1998
Außenbereichssatzung Berg-Thuir und Klaus Stadt Nideggen Weiler Klaus südwestlich von Schmidt, Dorf Thuir in Gemarkung Berg-Thuir, Verwaltungsanschrift Zülpicher Str. 1
Projektblatt Skizze Nideggens Tore Stadt Nideggen fünf Tore, Entdeckerpfad und Entdeckersteg, Denkmalschutz und Naturschutz an der Stadtmauer, barrierefreier Blick auf Stadt Burg und Rurtal, Nähe Jugendherberge und Nationalparktor