Stadt-Infos Heimbach – Region Eifel

Heimbach – Stadt-Infos

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Wissenswertes über den Ort

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Gründung und Alter

Heimbach ist urkundlich seit dem Jahr 673 belegt. Die Siedlung entwickelte sich am Fuß der Burg Hengebach; 1343 privilegierte Markgraf Wilhelm von Jülich die Talsiedlung. 1959 wurde Heimbach die Bezeichnung Stadt erneut verliehen.

1343 gilt nach Darstellung der Stadt Heimbach als Jahr der Stadtgründung, als Markgraf Wilhelm von Jülich der Talsiedlung besondere Freiheiten verlieh. Der Rheinische Städteatlas (LVR) beschreibt die Privilegierung 1343 als Befreiung von bestimmten Abgaben für die Siedlung am Fuß der Burg.

Die Burg ist Anfang des 11. Jahrhunderts bezeugt; Richizo und sein Sohn Godizo gelten als frühe bekannte Herren. 1288 wurde die Burg Sitz eines Jülicher Burggrafen und Heimbach Mittelpunkt eines Jülicher Amtes. Um 1300 erhielt die Siedlung durch Befestigung stadtähnliche Züge. 1687 vernichtete ein großer Brand große Teile von Ort, Kirche und Burg. 1804 entwickelte sich Heimbach zum Wallfahrtsort. 1959 wurden die Stadtrechte wieder verliehen. 1974 wurde Heimbach staatlich anerkannter Luftkurort; seit 2004 ist die Stadt Nationalparkstadt im Nationalpark Eifel.

Jahr Titel Beschreibung
673 Erste urkundliche Erwähnung Eine Urkunde erwähnt Heimbach nach Angaben der Stadt erstmals; die städtische Historie datiert dies auf das Jahr 673.
11. Jahrhundert Frühe Burgherren Anfang des 11. Jahrhunderts werden Richizo und dessen Sohn Godizo in den Geschichtsquellen als erste bekannte Herren auf der Burg genannt.
1288 Jülicher Amtssitz Die Burg Heimbach wurde Sitz eines Jülicher Burggrafen; Heimbach selbst wurde Mittelpunkt eines Jülicher Amtes.
1343 Privilegierung der Talsiedlung Markgraf Wilhelm von Jülich verlieh der Siedlung am Fuß der Burg besondere Freiheiten; die Stadt Heimbach wertet dies als Stadtgründung.
1687 Großer Brand Am 23. Mai 1687 fielen nach städtischer Überlieferung 180 Häuser, die Kirche und die Burg den Flammen zum Opfer.
1804 Wallfahrtsort Nach Überführung eines Gnadenbildes aus dem aufgelösten Kloster Mariawald in die Pfarrkirche entwickelte sich Heimbach zu einem Wallfahrtsort.
1959 Stadtrechte erneut verliehen Am 8. April 1959 wurden Heimbach die Stadtrechte durch Beschluss der Landesregierung aufgrund der historischen Vergangenheit wieder verliehen.
1974 Luftkurort Am 12. September 1974 wurde Heimbach staatlich anerkannter Luftkurort.
2004 Nationalparkstadt Zum 1. Januar 2004 wurde Heimbach Nationalparkstadt im Nationalpark Eifel.
2009 Internationale Kunstakademie Am 22. August 2009 wurde die Internationale Kunstakademie Heimbach auf Burg Hengebach eröffnet.

Wichtige Infos

Heimbach ist eine kleine Stadt in der Rureifel, staatlich anerkannter Luftkurort, Wallfahrtsort und Nationalparkstadt im Nationalpark Eifel. Prägend sind Burg Hengebach, Tourismus an Rur und Rursee sowie die Abtei Mariawald.

Die Stadt Heimbach liegt im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen. Nach dem Rheinischen Städteatlas liegt sie im oberen Rurtal in der Westeifel; der historische Ortskern liegt am rechten Rurufer. Der Ortsteil Heimbach liegt an der Rur zwischen den Eifelbergen des oberen Rurtales und ist von ausgedehnten Wäldern umgeben.

Charakteristisch sind die Talmulde der Rur, Burgfelsen aus Grauwacke sowie die umliegenden Eifelwälder. Teile der Gemarkung liegen im Nationalpark Eifel. Im Westen des Stadtgebietes liegt Hasenfeld in unmittelbarer Nähe der Rurtalsperre Schwammenauel.

Historisch waren laut Rheinischem Städteatlas Landwirtschaft, Fischerei in Rur und Urft sowie Holzwirtschaft im Kermeterwald bedeutsam. Seit dem frühen 20. Jahrhundert gewann der Tourismus an Bedeutung.

Heimbach wirbt als Nationalparkstadt, Luftkurort und Wallfahrtsort um Tages- und Übernachtungsgäste. Genannt werden unter anderem Burg Hengebach, das Nationalpark-Tor im Bahnhof Heimbach, die Kirchen St. Clemens und Christus Salvator, die Abtei Mariawald, das Jugendstil-Wasserkraftwerk und die Rurtalsperre Schwammenauel.

Auf Burg Hengebach ist seit 2009 die Internationale Kunstakademie Heimbach ansässig. In Hasenfeld findet seit 1998 jährlich Anfang Juni ein Kammermusikfestival im Jugendstilkraftwerk statt. Im Sommerhalbjahr werden Kurkonzerte und volkstümliche Veranstaltungen genannt.

Zentrale Sehenswürdigkeiten sind die Burg Hengebach, die Pfarr- und Wallfahrtskirchen, die Trappisten-Abtei Mariawald, das Jugendstil-Wasserkraftwerk in Hasenfeld sowie die Rurtalsperre Schwammenauel.

1903 wurde die Eisenbahnverbindung geschaffen. Die Stadt nennt unter anderem ein beheiztes Freibad, Wander- und Radwege sowie Beherbergungs- und Gastronomieangebote.

  • Kleinste Stadt in Nordrhein-Westfalen nach Angabe der Stadt Heimbach
  • Staatlich anerkannter Luftkurort seit 1974
  • Nationalparkstadt im Nationalpark Eifel seit 2004
  • Wallfahrtsort seit 1804
  • Burg Hengebach mit Internationaler Kunstakademie
  • Lage an Rur und Rurtalsperre Schwammenauel
  • Abtei Mariawald auf dem Kermeter
  • Jugendstil-Wasserkraftwerk Hasenfeld
  • Blens
  • Düttling
  • Hasenfeld
  • Hausen
  • Hergarten
  • Vlatten

Spannende Ereignisse

Belegte Wendepunkte reichen von der Erstnennung 673 über die jülichsche Privilegierung 1343 und den Stadtbrand 1687 bis zur erneuten Stadtverleihung 1959 sowie zur Anerkennung als Luftkurort und Nationalparkstadt.

Zeitraum Titel Kategorie Beschreibung Bedeutung
673 Erste urkundliche Nennung Geschichte Heimbach wird nach Angaben der Stadt erstmals in einer Schenkungsurkunde genannt. Dies bildet den frühesten schriftlichen Ankerpunkt der Ortsgeschichte.
1343 Privilegierung durch Markgraf Wilhelm von Jülich Politik Die Talsiedlung am Fuß der Burg erhielt besondere Freiheiten bzw. Abgabenbefreiungen. Die Stadt Heimbach und der Rheinische Städteatlas werten diesen Schritt als zentrale rechtliche Aufwertung der Siedlung.
1687 Großer Brand von Heimbach Katastrophe Am 23. Mai brannten nach städtischer Überlieferung 180 Häuser, Kirche und Burg. Der Brand zerstörte weite Teile der historischen Bebauung und der Burg.
1804 Beginn der Wallfahrt Kultur Mit dem Gnadenbild aus Mariawald wurde Heimbach Wallfahrtsort. Die Wallfahrt prägt seither die religiöse und touristische Identität des Ortes.
1938 Inbetriebnahme der Rurtalsperre Wirtschaft Die Rurtalsperre wurde in Betrieb genommen. Nach städtischer Historie hatte sie entscheidende Bedeutung für die Entwicklung Heimbachs zum Fremdenverkehrsort.
1945 Zerstörung im Zweiten Weltkrieg Katastrophe Kurz vor Kriegsende wurde Heimbach zu etwa 80 Prozent durch Bomben zerstört. Der Wiederaufbau bestimmte die Nachkriegsentwicklung des Ortes.
1959 Erneute Verleihung der Stadtrechte Politik Am 8. April 1959 wurden die Stadtrechte wieder verliehen. Heimbach führt seither wieder offiziell die Bezeichnung Stadt.
1974 Anerkennung als Luftkurort Wirtschaft Am 12. September 1974 wurde Heimbach staatlich anerkannter Luftkurort. Die Anerkennung stärkte den Kur- und Erholungstourismus.
2004 Nationalparkstadt Eifel Politik Zum 1. Januar 2004 wurde Heimbach Nationalparkstadt. Große Teile der Gemarkung liegen seither im Kontext des Nationalparks Eifel.
2009 Eröffnung der Internationalen Kunstakademie Kultur Am 22. August 2009 wurde die Internationale Kunstakademie auf Burg Hengebach eröffnet. Die Burg erhielt damit eine neue kulturelle Nutzung als Akademie- und Kursstandort.

Wichtige Menschen

Frühe belegte Personen der Ortsgeschichte sind die Burgherren Richizo und Godizo sowie Markgraf Wilhelm von Jülich, der 1343 die Talsiedlung privilegierte.

Name Rolle Lebensdaten Ortsbezug Relevanz
Richizo Früher Burgherr Wird Anfang des 11. Jahrhunderts zusammen mit seinem Sohn Godizo als einer der ersten bekannten Herren auf der Burg Heimbach genannt. Er gehört zu den frühesten namentlich bezeugten Herrschaftsträgern am Ort.
Godizo Früher Burgherr Sohn des Richizo; in den Geschichtsquellen als früher Herr auf der Burg genannt. Der Rheinische Städteatlas ordnet ihn dem Geschlecht der Limburger Grafen zu. Er steht für die frühe Adelsgeschichte der Burg Hengebach/Heimbach.
Wilhelm von Jülich Markgraf von Jülich Privilegierte 1343 die Talsiedlung Heimbach mit besonderen Freiheiten bzw. Abgabenbefreiungen. Seine Privilegierung gilt als zentrales Ereignis der städtischen Rechtsstellung Heimbachs.

Quellen

Quelle Herausgeber Belegt
Geschichte | Stadt Heimbach Stadt Heimbach Erstnennung 673, Meilensteine 864–2009, Brand 1687, Wallfahrt, Stadtrechte 1959, Luftkurort, Nationalparkstadt, Tourismus- und Kriegsangaben
Heimbach | Stadt Heimbach Stadt Heimbach Lage an der Rur, Höhenlage, Luftkurort, Burg Hengebach, Privilegierung 1343, Brand 1687, Kirchen und Wallfahrt, Staubecken, Abtei Mariawald
Ortsteile | Stadt Heimbach Stadt Heimbach Ortsteile Blens, Düttling, Hasenfeld, Hausen, Hergarten, Vlatten; Angabe kleinste Stadt NRW und Einwohner/Fläche
Hasenfeld | Stadt Heimbach Stadt Heimbach Rurtalsperre Schwammenauel, Urfttalsperre, Jugendstilkraftwerk, Wassersport und Kammermusikfestival
Unsere Stadt | Stadt Heimbach Stadt Heimbach Hinweis auf Erstnennung 673 und Überblick Kommunalporträt
Rheinischer Städteatlas Heimbach LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte Lage oberes Rurtal/Westeifel, Burggeschichte, Privilegierung 1343, Wirtschaft, Tourismus, Wallfahrt, Stadtbezeichnung 1959, Nationalpark 2004
Gemeindeverzeichnis Heimbach, Stadt (05358012) Statistische Ämter des Bundes und der Länder Bundesland, Kreis Düren, Gemeindetyp Stadt, PLZ 52396, Fläche 64,96 km², Einwohner 4.487, Anschrift
Stadt Heimbach Kreis Düren Kreiszugehörigkeit, Anschrift Hengebachstr. 14, 52396 Heimbach, Verweis auf Stadtwebsite